Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Pediga-Demonstranten im Originalton

Die dür­fen alle wählen.

Rap Battle: Oprah vs. Ellen

Anthony Vincent — All I want for christmas is you (10 styles)

10 Ver­sio­nen des Mariah-Carey-Klassikers. Nervt nach der Hälf­te, ist aber eine net­te Idee:

Jumping the Shark: Murder in the first

Jumping the shark

Die Serie um ein Ermitt­ler­pär­chen mit Hau, das sei­nen fie­sen, hin­ter­häl­ti­gen Mör­der zur Stre­cke brin­gen muss, wäh­rend dem Betrach­ter die Füße ein­schla­fen, springt spä­tes­tens nach der zwei­ten Folge.
Im Anschluss ist die ein­zi­ge Span­nung der Serie, die unge­mein an Vero­ni­ca Mars erin­nert, ob da noch mal über­ra­schen­de oder span­nen­de Ele­men­te auf­tau­chen: Fehl­an­zei­ge. Ein grund­los auf­ge­bla­se­ner 10-Teiler, der in 45 Minu­ten auch aus­er­zählt hät­te wer­den kön­nen. Bit­te kei­ne zwei­te Staf­fel, danke.

Christian Steiffen live in Berlin 2014

… hat da jemand wohl auf­ge­nom­men. Osna­brück ist dann doch noch was ande­res und man ver­passt auch was, wenn man nur die Kame­ra hoch­hält, anstatt das Kon­zert mit­zu­neh­men, aber was solls:

Kapelle Petra — Gewitter

Dubioza Kolektiv- Euro Song

Monster energy drinks are the work of Satan

Die fehlende Stimme

In Deutsch­land star­tet ein neu­er Nach­rich­ten­sen­der, der den Anspruch erhebt, das bis­he­ri­ge jour­na­lis­ti­sche Feld um eine feh­len­de Stim­me zu erwei­tern. Dem vom rus­si­schen Staat haupt­säch­lich finan­zier­ten Sen­der Kri­ti­sches Russ­land (kRud) wird durch­aus zuge­traut, bestimm­te Ziel­grup­pen zu errei­chen. Unser Repor­ter Harald Tri­bü­ne sprach mit dem Chef­re­dak­teur von kRud, Herrn Wada Iknow.

Harald Tribüne

Herr Iknow, Kri­ti­sches Russ­land soll die deut­sche Pres­se­land­schaft erwei­tern, was fehlt ihr denn?

Wir haben fest­ge­stellt, dass die Bereit­schaft für Infor­ma­ti­ons­über­mitt­lung von Staat­lichs­nach­rich­ten nicht so gut funk­tio­niert wie bei uns. Wir haben beim Duis­bur­ger Zoo nach­ge­fragt, ob Genos­se Putin ein­mal kurz vor­bei schau­en könn­te, um im Affen­kä­fig als inter­na­tio­na­lem Fit­ness­be­weis an Lia­nen sei­ne muti­gen Klet­ter­küns­te vor­zu­zei­gen, aber das woll­te man den Affen nicht zumu­ten. Aber gut, machen wir Infor­ma­ti­ons­sen­dung ohne Tiere.

In ihrer Pres­se­mit­te­lung sagen Sie, dass dem Jour­na­lis­mus eine feh­len­de Stim­me zuge­ord­net wer­den soll, befin­det sich der kri­ti­sche Jour­na­lis­mus in Deutsch­land so in der Krise?

Ja, sehen Sie: Auch Kri­tik braucht eine Gegen­stim­me. Das ist unser Anspruch.

Dem Sie aber nur inso­fern nach­kom­men, als dass Sie alles auf Mei­nungs­ni­veau nievellieren.

Wir hal­ten unse­re Ziel­grup­pe für stark genug, um sich aus dem Port­fo­lio selbst eine Mei­nung zu bilden.

Wobei Sie selbst kein gesamt­heit­li­ches Bild anvi­sie­ren, son­dern Sie berich­ten nur über angeb­li­che Sach­ver­hal­ten, die feh­len. Wie wol­len sie die aus­ma­chen, wenn sie kein gesamt­heit­li­ches Bild zu Grun­de legen?

Wir lesen ande­re Zei­tun­gen und die wer­den ja wenigs­tens etwas rich­tig machen kön­nen oder den­ken Sie nicht?

In die­sen Zei­tun­gen wer­den die Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker, deren Sie sich bedie­nen, ja wohl des­we­gen kaum in sach­li­chen Ana­ly­sen dar­ge­stellt, weil sie einer kri­ti­schen Dar­stel­lung eines Sach­ver­halts nicht dienen.

Auch das gehört zur Wahr­heit, fin­den Sie nicht?

Aber das ist doch schon bekannt. Fin­den Sie nicht, sie die­nen unterm Strich nur der Unter­wan­de­rung des west­li­chen Jour­na­lis­mus’ durch plum­pe rus­si­sche Propaganda?

Ja, sehen Sie: Sol­che Ver­hält­nis­se gibt es doch längst. Der Öffent­li­che Rund­funk in Deutsch­land ist von der Poli­tik gesteu­ert und der Nach­rich­ten­spre­cher der Bun­des­re­gie­rung hat auch kein Pro­blem damit, Jour­na­lis­mus mit Pro­pa­gan­da zu tau­schen und sich auf 140 Zei­chen zu begren­zen. Wir sind inso­fern auch eine Art Spie­gel. Aber eher der von frü­her, nicht die­ses Life­sty­le­heft unse­rer Tage.

Herr Iknow, bis hier­her: Vie­len Dank für das Gespräch.

Konzert: Christian Steiffen in Oberhausen, 16.11.2014

Als schon eher rou­ti­ner­ter Besu­cher von Christian-Steiffen-Konzerten will ich mal nicht schon wie­der einen Stein den Berg hoch­rol­len, son­dern ein­mal den Blick ins Publi­kum wer­fen: Wie der Typ aus Dan­ni Lowin­ski in Ober­hau­sen an der Büh­ne abge­zap­pelt ist: herr­lich; wie der jun­ge Pfer­de­schwanz­trä­ger sei­ne unter­schrie­be­ne LP anschaut und sei­nen Schatz dann mit ver­schlos­se­nen Augen und den ernst gemein­ten Wor­ten “Die ist für die Ewig­keit” an sein Herz drückt: ergrei­fend; wie die eige­ne bes­se­re Hälf­te nach der per­sön­li­chen Ver­ab­schie­dung auf der gan­zen Rück­fahrt das Grin­sen nicht mehr aus dem Gesicht bekommt: bescheuert.

Das Ruhr­pott­pu­bli­kum ist irgend­wie wie das Düs­sel­dor­fer Publi­kum nicht so inten­siv mit­reiß­bar, habe ich das Gefühl, der Ton war auch etwas quiet­schig für mei­nen Geschmack, dafür das Ambi­en­te im Zen­trum Alten­berg sehr anheimelnd.

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