de kast – in nije dei (inkl. übersetzung)

Kei­ne Sor­ge, fol­gen­des Lied­chen aus dem Jah­re 1996 ver­steht kaum einer, denn es ist auf frie­sisch. Aber es ist das, was die Nie­der­län­der einen Blu­sen­öff­ner nen­nen.

Die Nacht ist vor­bei, die Son­ne ist frei, um auf zu gehen
Bald wird es Tag, der Mor­gen (ist) zu neu, um still zu ste­hen
Das Leben war hart, das War­ten zu lang, aber das gibt sich irgend­wann
Hab kei­ne Angst, nie mehr Angst, das braucht nicht mehr

Kein Tag soll mehr begin­nen, an dem ich nicht bei dir bin
Die Zeit nicht so ver­in­nen ohne Ziel

Gib mir die Hand, gib mir dein Herz
wenn dir danach ist mit mir
Hier (ist) mei­ne Hand, hier ist mein Herz
Ich über­geb (dir) mein Sein
Lan­ge war’s kalt und düs­ter, bald kommt der Tag
da findet’s Licht sein’ Weg
— in einen neu­en Tag

Ich kam da nicht raus, der Pfad, den ich ging, hat­te kein End’
Die Zeit, die da war, das Herz, das ich hat­te, ver­wei­ger­ten sich
Ich hab mich dir gege­ben, mich in dir gefun­den, ich begin­ne erneut
Die Lie­be hat gewon­nen, zwei Men­schen ver­bun­den, aber vogel­frei

Kein Tag soll mehr begin­nen, an dem ich nicht bei dir bin
Die Zeit nicht so ver­in­nen ohne Ziel

Gib mir die Hand, gib mir dein Herz
wenn dir danach ist mit mir
Hier (ist) mei­ne Hand, hier ist mein Herz
Ich über­geb (dir) mein Sein
Lan­ge war’s kalt und düs­ter, bald kommt der Tag
da findet’s Licht sein’ Weg
— in einen neu­en Tag

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Die Revolution der Kabarettisten

Ganz inter­es­sant ist die Sym­bio­se zwei­er Kabarett-TV-Sendungen der letz­ten Zeit. Da besuch­ten Urban Pri­ol und Georg Schramm, die eigent­lich in der ZDF-Sendung Neu­es aus der Anstalt zuhau­se sind, die Mit­ter­nachts­spit­zen im WDR. Und im Gegen­zug besuch­te sie Mit­ter­nachts­spit­zen-Chef Jür­gen Becker in der Anstalt. Man mag sich, soviel ist sicher.

Was die Sache aber erst rich­tig inter­es­sant macht ist neben der per­so­nel­len die inhalt­li­che Sym­bio­se: In bei­den Sen­dun­gen wur­de gera­de­zu zu einer Revol­te auf­ge­ru­fen:

Mit­ter­nachts­spit­zen, WDR, 10. Okto­ber 2009

Neu­es aus der Anstalt, ZDF, 20. Okto­ber 2009

Aber an wen rich­ten sich unse­re lie­ben Kaba­ret­tis­ten denn genau? An das anwe­sen­de Publi­kum? An Poli­ti­ker? An den gemei­nen Zuschau­er? An Leu­te, die auf Grund ihres Appells eine Initia­ti­ve ergrei­fen?

Mir wäre eine genaue Beant­wor­tung hier­bei aber eigent­lich auch wie­der wum­pe. Dass Leu­te sich laut­stark für eine Ver­bes­se­rung ihrer mise­ra­blen Situa­ti­on ein­set­zen, ist zwei­fel­los lan­ge über­fäl­lig.

Leseh­in­weis: Jean Zeig­ler — Der Auf­stand des Gewis­sens

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