Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

R.i.p. Götz George (1938–2016)

Schei­ße.

noergelmoellermetamorphose

Caasn und Tati

Der­zeit ist es etwas ruhi­ger gewor­den hier, da ich gera­de weni­ger schrei­be und online lese. Wird sich sicher­lich auch wie­der ändern. Gera­de bas­tel ich an einem Comic, den ich gera­de über sozia­le Netz­wer­ke raus­po­sau­ne. Eine Serie pri­va­ter Ein­zel­un­ter­hal­tun­gen, im Bild fest­ge­hal­ten, teils schon in Text ver­öf­fent­licht, teils wirk­lich passiert:



Hin­ter­grund

Wertung:

Secrets and lies

Vor­la­ge die­ser Serie ist eine aus­tra­li­sche Serie. Es wirkt aber, als wür­de das ame­ri­ka­ni­sche Fern­se­hen euro­päi­sches Fern­se­hen kopie­ren — und das schwach. Die zehn­tei­li­ge Geschich­te han­delt von der Auf­klä­rung des Todes eines klei­nen Jun­gen, den sei­ne gan­ze Umge­bung auf­wühlt. So weit, so bekannt. 

Im Grun­de alle Figu­ren blei­ben farb­los, Agres­si­on wirkt auf­ge­setzt und über­trie­ben. Die Mut­ter eines ermor­de­ten Kin­des bleibt zunächst erstaun­lich ruhig. Ein Nach­bar wird plötz­lich zum mör­de­ri­schen Psy­cho­pa­then, was beim nächs­ten Augen­schlag für nie­man­den mehr etwas Merk­wür­di­ges ist. Der Haupt­ver­däch­ti­ge vögelt die Affä­re, wes­we­gen sei­ne Fami­lie zer­bricht, ein­fach ohne erns­te­re Absich­ten ein wei­te­res Mal, um es danach schon wie­der blöd zu fin­den. Der Schluss, der hier nicht ver­ra­ten wer­den soll, bei dem Jugend­li­che einen kla­ren Kopf behal­ten und Erwach­se­ne ido­tisch agie­ren, ist an Albern­heit kaum zu überbieten.

Was bleibt ist eine net­te Optik, wobei Natur­auf­nah­men sel­ten so wir­ken, als sei­en sie mehr als Kulis­sen und eine unnö­tig auf­ge­bläh­te Geschichte.

Warteschlangenlogik

fussgaengerzone

Hin­ter mir an der Super­markt­kas­se schlur­fen zwei Rent­ner an, um sich in die War­te­schlan­ge einzureihen.

Wal­dorf Wenn ich eben ste­hen geblie­ben wäre, wäre ich jetzt viel wei­ter vor­ne. Ich war schon eben hier.

Stat­ler Ich war schon vori­ge Woche hier.

(Rent­ner­ge­läch­ter.)

Wertung:

Making a Murderer

Mitt­ler­wei­le kann man die Serie ja auch online anschau­en. Es wird die Geschich­te von Ste­ven Avery erzählt, der in zwei Kri­mi­nal­fäl­len für schul­dig gespro­chen wur­de, wobei zumin­dest beim ers­ten Fall fehl ent­schie­den wur­de. Und auch der zwei­te Fall ist, wenn man die Fak­ten betrach­tet, höchst zwei­fel­haft. Den­noch gibt es eine ein­deu­ti­ge Ent­schei­dung der Jury, wonach er noch Jahr­zehn­te hin­ter schwe­di­schen Gar­di­nen zu hau­sen hat.

Die Serie an sich ist eine Mischung aus Doku­men­ta­ti­on und unaus­ge­go­re­ner Doku-Soap, was den Gesamt­ein­druck beein­träch­tigt: Zwar wird deut­lich, dass das ame­ri­ka­ni­sche Rechts­sys­tem unge­mein hin­ter­wäld­le­risch daher kom­men kann. Belast­ba­re Kri­tik ergibt sich aller­dings im Fall von Ste­ven Avery nicht — dafür im Fall sei­nes Nef­fen.

Inso­fern wird der Zuschau­er bei aller Dra­ma­tur­gie mit sach­ge­rech­ter Erör­te­rung der Fäl­le im Stich gelassen.

Wertung:

Terry Pratchetts Going Postal

goingpostal

Der Klein­ga­no­ve Feucht von Lip­wig bekommt ange­sichts sei­ner anvi­sier­ten Hin­rich­tung das Ange­bot, der neue Post­mi­nis­ter zu wer­den. Zusam­men mit sei­nem Schwarm Ado­ra schickt er sich an, das her­un­ter­ge­wirt­schaf­te Unter­neh­men wie­der flott zu kriegen.

Dies ist die drit­te Ver­fil­mung eines Ter­ry Pratchett-Romans und sie hat mit dem aus Cou­pling bekann­ten Richard Coyle einen spiel­freu­di­gen wie sym­pa­thi­schen Haupt­dar­stel­ler erhal­ten, so dass man ger­ne die 185 Minu­ten Gesamt­län­ge in Kauf nimmt.

Wertung:

Bridge of Spies

brdidgeofspies

Der neue Steven-Spielberg-Film mit Tom Hanks ist lei­der wegen des ame­ri­ka­ni­schen Weich­zeich­ners nur ein pas­sa­bel gera­te­ner Film über deut­sche Geschichte. 

Erzählt wird die Geschich­te eines ame­ri­ka­ni­schen Anwalts, der den Aus­tausch eines ame­ri­ka­ni­schen Stu­den­tens und eines ame­ri­ka­ni­schen Pilo­ten gegen einen sowje­ti­schen Spi­on vor­an­treibt. Alles geht glimpf­lich ab, wobei eine Beto­nung des Films dar­auf liegt, dass der ame­ri­ka­ni­sche Pilot im Gegen­satz zu sei­nem Aus­tausch­part­ner in der Gefan­gen­schaft gefol­tert wur­de und aus­ge­tausch­te Spi­on in der Sowjet­uni­on der Todes­ge­fahr entgegensieht.

Hier sind die Kar­ten klar gemischt, aber es passt nicht recht ins Bild, dass der ame­ri­ka­ni­sche Pilot über die tat­säch­li­chen Ereig­nis­se redend nichts Nega­ti­ves über die sowje­ti­sche Sei­te berich­tet, auch wenn sein Sohn die­se ansatz­wei­se ein­räumt. Auch fällt unter den Tisch, dass die Ange­hö­ri­gen des Pilo­ten das Enga­ge­ment sei­nes sowje­ti­schen Ver­tei­di­gers lobten.

Das min­dert etwas den Gesamt­ein­druck die­ses routiniert-moralisierenden Films, der ansons­ten mit The­ma, Aus­stat­tung und Tom Hanks und Mark Rylan­ce besticht.

Oktober 2017
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