Gute Nacht, Freunde! https://t.co/wtpCZoHLQi

Lustiges Taschenbuch Maus-Edition 4 – Alles Gute! * Klolektüre (14)

Micky Maus ist im November letzten Jahres 85 Jahre alt geworden. Das ist der Aufhänger dieser Ausgabe.

Als Klolektüre funktioniert dieser Disney-Comic-Schinken wie gewohnt. Allerdings bin ich entweder den Geschichten entwachsen oder Micky-Maus-Geschichten sagen mir nicht sonderlich zu. Jedenfalls gibt es in dieser Ausgabe gerade mal eine Geschichte, die ich wirklich einigermaßen interessant finde. Der Rest ist schon unglaublich banal gehalten.

Daher ist diese Ausgabe ein passabler Begleiter auf unserem Donnerbalken und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

Nonhoff, Sky – Don’t believe the hype! * Klolektüre (13)

Schmöker aus dem Grabbelkorb bei der Postenbörse in Schierloh. Mit 2€ für ein Mängelexemplar zwar nicht unheimlich günstig, die Lektüre lohnt sich allerdings.

Nonhoff gibt in Don’t believe the hype! einen Pop-Begriff vor, nach dem mittlerweile nicht mehr neu kreiert, sondern massentauglich gesamplet wird, über den er diverse, gerne mal als Klassiker bezeichnete Alben über die Klippe springen lässt: Neil Youngs Rust never sleeps, The White Stripes’ White Blood Cells, Never Mind the Bollocks von den Sex Pistols, Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band der Beatles, Blood Sugar Sex Magic von den Red Hot Chilli Peppers, Eric Claptons Unplugged und und und.

Zumindest als Debattenbeitrag funktioniert der Schmöker unheimlich gut. Zudem wird mein Geschmacksempfinden sehr oft getroffen. Andererseits ist man auch irgendwie froh, dass die eigenen Lieblinge der 80er Pop-Szene nicht unter den Verdammten zu finden sind. Und ab und an ist Pop auch gut, weil er gut klingt, auch wenn er Vorgänger hatte. Aber sei’s drum:

Der Schmöker ist dank vieler guter, kurzer Beiträge, einer schönen Einleitung, obwohl man schon die besprochenen Alben selbst besser kennen sollte, um die Kritik zu verstehen, ein idealer Begleiter auf unserem Donnerbalken und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

Süddeutsche Zeitung – Der große Jahresrückblick 2013 * Klolektüre (12)

Zum Jahresübergang habe ich mal diesen Schmöker angeschafft, auf dass einem nicht langweilig wird zwischen den Jahren. Wurde es aber eh nicht. Wenn ich es richtig sehe, ist dieser Jahresrückblick der zweite seiner Art seitens der Süddeutschen Zeitung. Er beinhaltet, so weit ich sehe, alle nennenswerten Ereignisse des angelaufenen Jahres bis Anfang Dezember 2013. Eine aktuelle Ausgabe findet sich als “Digital Zugang”, der eine App-Version online für Nutzer von Apple- oder Android-Geräten ist. Ich als Firefox-Nutzer schaue also in die Röhre.

Thematisch sind die Artikel von Johannes Boie über den NSA-Skandal und von Hans Leyendecker über Uli Hoeneß interessant, der Rest, so weit ich ihn gelesen oder überflogen habe, verliert sich in Beschreibungen – so auch Joschka Fischer über den Untergang der FDP. Die Beschreibungen der meisten Artikel kommen einem schon sehr geläufig vor. Es fehlen ein wenig gute Analysen und frischer Wind für Leute, denen eine Zeitung nicht Medium Nr. 1 ist und die sich online auskennen.

Restlos enttäuscht die optisch und inhaltlich zusammengewürfelt wirkende Rubrik Die besten CDs, Bücher, Filme und Apps des Jahres auf lediglich zwei grafisch breit ausgelegten Seiten. Before midnight ist ein Film des Jahres? EyeEm eine App des Jahres? Das Ungeheuer von Terézia Mora und F von Kehlmann sind Bücher des Jahres?

Der Schmöker ist trotz dank einiger guter Beiträge neben viel Überfliegbarem ein passabler Begleiter auf unserem Donnerbalken und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

Mühling, Jens – Mein russisches Abenteuer

buchleserDieses Buch ist eine Art Road-Movie zwischen Buchdeckeln quer durch Russland und die Ukraine. Mühling ist auf der Suche nach wahren Geschichten, von denen ihm ein Freund mal sagte, es gäbe sie nur in Russland zu finden. So macht er sich eines Tages auf den Weg, Agafja Lykowa zu treffen, was sich als waghalsiges, wenn nicht gar lebensgefährliches Abenteuer erweist.

Man lernt in diesem Buch vieles über die Geschichte Russlands und einiges über den Umgang mit Russen. Agafja Lykowa ist wohl die Dame in diesem Video:

Ein sehr lesenswerter Schmöker für alle, die mal einen Blick über den Tellerrand wagen wollen.

Mrozek, Bodo – Lexikon der bedrohten Wörter * Klolektüre (11)

Bodo Mrozek listet in seinem Buch Lexikon der bedrohten Wörter so einiges an Wörtern auf, die einem nicht mehr oder niemals geläufig sind oder war. Oder weiß jemand aus dem Kopf oder wie man heute sagt: Ohne zu googlen, was ein Bratkartoffelverhältnis ist? Oder eine Duttengretel? Oder eine Schneckenschleuder? Einige Wörter wie Exportbier, Konferenz oder Kavalier sind mir dann doch noch sehr geläufig und witzig sind einige Einträge dann auch nicht. Aber eine Fundkiste bleibt dieses Büchlein allemal.

Der Schmöker ist trotz vieler wenig inspirierender Einträge wegen ein paar Aufhorchen lassender Hervorhebungen ein passabler Begleiter auf unserem Donnerbalken und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

Sauer, Joscha – Nichtlustig * Klolektüre (10)

Joscha Sauers Nichtlustig besticht allein schon durch die Grafiken. Allerdings sind die Comics nicht immer sonderlich witzig, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Manche Gags kommen öfters vor, manche versteht man kaum. Unterm Strich bleibt aber das Interesse herauszufinden, worum es auf der nächsten Seite geht, bestehen. Und das ist dann auch der bleibende Eindruck des Schmökers.

Der Schmöker ist mit seiner beeindruckenden Optik, trotz der oftmaligen Nichtlustigkeit ein gut unterhaltender Begleiter auf unserem Donnerbalken, er verleitet zum Kauf des nächsten Bandes, und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

Hammer, Agnes – Ich blogg dich weg!

Ich blogg dic weg!Jule ist ein junges Mädchen, das mit ihrer Band beim Schulfest auftreten soll. Dann erhält sie jedoch anonyme E-Mails, Beschimpfungen und Drohungen. Ein Fake-Profil von ihr taucht im Internet auf und ihr wird nahe gelegt, die Band zu verlassen. In dieser starken Bedrängnis kommt es schließlich zur gewalttätigen Auseinandersetzung.

Das Buch von Agnes Hammer behandelt ein sehr aktuelles Thema: Die Problematik, dass Jugendliche einerseits in der realen und andererseits in der virtuellen Welt unterwegs sind, und es schwierig wird, wenn Probleme der einen Sphäre mit der anderen in Berührung kommen, indem anonymes Mobbing betrieben wird.

Was der Leser schnell merkt, ist, dass es sich hierbei um eine klassische Schullektüre handelt, und das ist auch schon das Manko des Buches, wenn man so will: Die Geschichte ist überraschungsarm, vorhersehbar, das klassische Problem, dass die jugendliche Erzählerin mit mitunter arg verschachtelteln Sätzen alles andere als jugendlich klingt, sowie dass sich die Akteure für Jugendliche doch sehr abgeklärt verhalten. Bei erotischen Situationen wirkt die political correctness dann schon mal belustigend.

Aber als Schullektüre, und für eine kommunikative Behandlung durch Jugendliche ist das Buch, das einen für Jugendliche sehr fairen Preis hat, sicherlich hervorragend geeignet.

Bauer, Patrick und Michael Ebert – Unnützes Wissen * Klolektüre (09)

“Wenn Kühe zu viele Karotten essen, wird die Milch rosa.”

“John Wayne hiess eigentlich Marion Morrison.”

“Das Verbot, im Parlament zu sterben, wurde 2007 zum lächerlichsten Gesetzt Grossbritanniens gewählt”.

Das sind nur drei skurrile Fakten aus dem 2008 erschienen Buch Unnützes Wissen: 1374 skurrile Fakten, die man nie mehr vergisst .

Man kann prima darin rumschmökern, indem man das Buch einfach irgendwo aufmacht und eine der 1374 Unsinnigkeiten liest, und es ist allemal unterhaltsamer als die Fernsehzeitschrift. Leider hat man irgendwann mal alle Fakten durch und es verliert komplett als Spannung. Also gehört es nicht zu den Schmökern, die man ewig auf dem stillen Örtchen liegen lassen kann. Nichtsdestotrotz ist es eine prima Unterhaltungslektüre für das Gäste WC. Daher von mir von fünf Rollen:

Koch, Anna und Axel Lilienblum – SMS von gestern Nacht * Klolektüre (08)

 Das Beste aus SMSvonGesternNacht.de ist eine laue Kopie von Texts from last night, mittlerweile in drei oder vier Buchausgaben als Reihe verfügbar. Man findet vielleicht auf den ersten Seiten eine ganz witzige Minigeschichte über Leute, die missverständliche und missverstandene SMS-Unterhaltungen führen, aber irgendwann zieht man bei der Lektüre nicht mehr mit. Erfunden oder real? Wen interessiert’s?

Der Schmöker ist mit seinen seltenst witzigen Mini-Geschichten ein mäßig unterhaltsamer Begleiter auf unserem Donnerbalken, mittlerweile dürften diejenigen, die sowas interessiert, ihn auch zur Genüge kennen, und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

Schneider, Helge – Arschfahl klebte der Mond am Fenster * Klolektüre (07)

 Bei einer Bekannten entdeckt: Arschfahl klebte der Mond am Fenster…: Die Kommissar Schneider Romane 1 – 4 in einem Band als Klolektüre. Die Kürze der einzelnen Kapitel spricht schon für diesen Schmöker als Klolektüre, er ist aber nur etwas für diejenigen, die gedanklich stark auf die verschachtelte Geschichte einsteigen. Für Gelegenheitsleser, und damit als Gästeklolektüre, eignet sich das gute Stück eher weniger. Man braucht schlicht etwas Zeit, um überhaupt einsteigen zu können, und die Geschichten selbst sind auch nicht jedermanns Geschmack.
Der Schmöker ist mit seinen mitunter witzigen, aber umständlichen beschriebenen Geschichten ein mäßiger Begleiter auf unserem Donnerbalken und erhält folglich von fünf möglichen Klorollen:

August 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Jul    
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Pinnwand
Schriftgröße
Vor 5 Jahren
    • none
Seite 3 von 512345