R.i.p. Mario Adorf (1930–2026)

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Moin

Elke Hei­den­reich for­dert die Abset­zung von Denis Scheck, lei­der gewohnt ohne gute Argu­men­ta­ti­on, aber mit vie­len Gefüh­len, vor allem gegen das Patriachat. Ildi­kó von Kür­thys neu­es Buch ist dabei wirk­lich eine Klo­lek­tü­re, aber eine doch ab und an unter­halt­sa­me.

Macht KI bald die Tages­zei­tung? fragt man bei Cor­rec­tiv, dabei ist KI in unse­rer Tages­zei­tung seit lan­gem maß­geb­lich dabei: Beim Bebil­dern, schär­fen und kom­plet­ten Ver­fas­sen von Tex­ten. Etwas son­der­bar ist, dass das nie gekenn­zeich­net wird, weil man wohl glaubt, das mer­ke eh kei­ner.

Inzwi­schen mer­ke ich, dass man über Riv­va noch am reich­wei­ten­stärks­ten ver­linkt wird, also schön mal was in den Hut schmei­ßen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was dür­fen Jour­na­lis­ten in Zukunft noch selbst schrei­ben? hole ich mir erst noch einen Kaf­fee.

Klolektüre #33: Ildikó von Kürthy — Alt genug

Denis Scheck nennt Ildi­kó von Kür­thys Buch „Nach­rich­ten aus der Schnat­ter­zo­ne der Damen­toi­let­te auf einer Hoch­zeit“. Das klingt ver­hei­ßungs­voll!

Und Kür­thy kon­tert:

Herz­lich will­kom­men auf der Damen­toi­let­te, lie­ber Denis! Wärst du so lieb, mir etwas Toi­let­ten­pa­pier unter der Tür hin­durch­zu­schie­ben? Hast du einen Kamm dabei? Ich müss­te mir den Haar­an­satz nach­tou­pie­ren. Du, Denis, dein Ober­teil steht dir super, wo hast du das her? Denis, sag, was ist mit dir? Du siehst trau­rig aus, komm, lass uns kurz auf den Toi­let­ten­de­ckel set­zen. Wenn wir etwas zusam­men­rü­cken, pas­sen wir bei­de drauf. Was bedrückt dich?

Von Kür­thys Abrech­nung mit der eige­nen Jugend und dem Druck, dem sie sich aus­ge­setzt sah und selbst aus­setz­te, ist kei­ne gro­ße Lite­ra­tur, aber eben befrei­end und Bal­sam für die Ziel­grup­pe der Frau­en, die etwas zu oft mit­ge­schwom­men sind. Das muss man sich von nie­man­dem neh­men las­sen, aber man hoff­te eben nach Mond­schein­ta­rif auf eine gro­ße Lite­ra­tin. Da lag dann ent­we­der die Lite­ra­tur­kri­tik kom­plett falsch oder Kür­thy rief ihr Poten­ti­al nicht ab.

Es ist, was es ist: Eine gute Klo­lek­tü­re, die es eben nicht auf die gro­ße Büh­ne schafft. Von fünf mög­li­chen Klo­rol­len bekommt sie:

3 von 5 Ster­nen

Funkpeilung #3: Die Millionendiebin

Staf­fel 1: 2022 packt eine Bediens­te­te einer Geld­trans­por­tier­fir­ma 1,25 Mil­lio­nen Euro in eine Tasche, wird von ihren männ­li­chen Hel­fern über’s Ohr gehau­en, kriegt kaum was von der Koh­le ab, kommt in deut­schen Knast. Staf­fel 2: 2021 packt eine Bediens­te­te einer Geld­trans­por­tier­fir­ma 8 Mil­lio­nen Euro in eine Tasche, wird von ihren männ­li­chen Hel­fern über’s Ohr gehau­en, kriegt kaum was von der Koh­le ab, kommt in deut­schen Knast.
Ja, span­nend ist da nichts, man hät­te es auch bei den Zei­tungs­be­rich­ten zu den Fäl­len belas­sen kön­nen, denn Neu­es oder Wis­sens­wer­tes schafft man nicht her­aus­zu­ar­bei­ten. Scheint so eine Art True Crime-Pod­cast­schie­ne für den Jour­na­lis­ten­nach­wuchs zu sein.

Hai­sprung spä­tes­tens an der Stel­le, an der in der zwei­ten Staf­fel erwähnt wird, dass man noch ein paar ande­re inter­es­san­te Per­so­nen inter­viewt hät­te, aber die schon Ver­trä­ge bei einem Strea­ming­an­bie­ter hat­ten.

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2 von 5 Ster­nen