Die SPD, seit jeher ängstlich darauf bedacht, nicht mit Kommunisten verwechselt zu werden, hat denn auch ihre Opposition gege die konservativen Strategien der kapitalistischen Parteien nie lange durchgehalten. Ein Trauerspiel mit open end.

Heinrich Hannover (aus: Die Republik vor Gericht 1954–1974. Erinnerungen eines unbequemen Rechtsanwalts, 1998, S. 80f.)

Continue Reading

Lesezeichen vom 2. Februar 2019

 

Continue Reading

Multichannelaktivgedanken

Endlich mal wieder Experten im Käseblatt! Heute soll Internetkompetenz vorgegaukelt werden, na denn mal los: Wie schaut’s denn aus mit den Internetaktivitäten von Firmen in Ibbenbüren?

Für Korte und Geografin Laura Bednarowicz, für deren Bachelorarbeit über die digitale Präsenz in Innenstädten die Erhebung im vergangenen März entstand, ist nicht alles gut.

Nicht alles gut? Na, macht jemand mit beim Trinkspiel: Für jeden Bullshit-Satz einen heben?

Besagtes Potenzial muss nicht immer gleich der Onlineshop sein, sagt Korte. „Und es muss nicht jeder alles anbieten“, ergänzt Bednarowicz.

Heppa!

„Aber ich muss da sein, wo meine Zielgruppe ist“, sagt Korte.

Deswegen liefert McDonald’s auch nach Hause. Heppa!

Korte warnt davor, soziale Medien zu unterschätzen: „Wer in den wichtigen Netzwerken wie Facebook oder Instagram nicht aktiv oder im Internet gar nicht auffindbar ist, wird es zukünftig noch schwerer haben.“

Der digitale Getränkemarkt, der ist sowas von am Kommen: Heppa!

„Wer (…) in Zukunft weiterhin am Markt bestehen will, muss sich aktiv Gedanken über seine Multi-Channel-Strategie machen.“

Aktivdenken und Multivitaminchanneln gilt für zwei: Heppa! Heppa!

Auch hätten viele Unternehmen in Ibbenbüren das Potenzial der sozialen Netzwerke noch nicht für sich erkannt.

Heppsala!

„Gastro-Betriebe sollten sich ihrer steigenden Bedeutung für die City bewusst werden.“

Kann Bedeutung überhaupt steigen? Egal: Heppa!

64% der Dienstleister haben keinen Instagram-Account, keine Rede davon, wer diesen auch pflegt:

„Haben das Potenzial von Instagram erkannt.“

Ja, wer solche Experten zur Hand hat, die lieber Hohlphrasen und Buzz-Words absondern, anstatt irgendeine verständliche Erklärung zu liefern, der sollte selbst nicht vor bodenlosen Analysen zurückschrecken:

Denn dass Boris Becker uns in einem Werbespot überrascht mitteilte, er sei „drin“, ist bereits 20 Jahre her. Dass man nun, 2019, konstatieren muss, dass je nach digitaler Plattform, mindestens jeder dritte regional tätige Innenstadtbetrieb in Ibbenbüren noch nicht „drin“ ist, kann sich zum Problem auswachsen. Denn: In der fortschreitenden Transformation des Handels ins Digitale könnten diejenigen, die nicht „drin“ sind, schnell die werden, die bald „weg“ sind.

Gönau! Entweder das oder sie bleiben! Hepschala! Boris Becker ging damals über AOL rein. AOL ist als Internetzugangsanbieter seit 2007 „weg“.

Continue Reading

Lesezeichen vom 5. Februar 2019

Continue Reading

Lesezeichen vom 11. Februar 2019

 

Continue Reading

Guten Morgen

Lässt Theresa May das Vereinigte Königreich von Großbritannien über den Deister gehen? Die spannendste europapolitische Frage derzeit.

Apple macht den Verlegern gerade ein Angebot, von dem die Verleger auch nur hoffen können, dass es gegen die Wand fährt: Ein Zeitungskomplett-Abo durch eine Apple-App, bei dem Apple die Hälfte der Einnahmen behält.

Drikkes wundert sich, wie und wozu Spotify Podcasts aufsaugt.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie viele Zeitungen sollte wohl Otto Normalverbraucher so lesen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Continue Reading

Lesezeichen vom 13. Februar 2019

Continue Reading

Guten Morgen

Gestern hat die EU auf Druck der Verleger eine Reform des Urheberrechts in der EU durchgewunken, die vorsieht, dass z.B. Suchmaschinen keine Anreißertexte oder Zitate von Überschriften ohne Lizenz mehr verwenden dürfen. Da feiern wohl die Verleger, wenn sie kurz ihren Blick auf ihre niedergehenden Abozahlen abwenden, und man darf rätseln, wann sie wieder anfangen zu jaulen, wenn sie merken, dass jetzt weniger Leute ihre Seiten besuchen, weil sie weniger in Suchmaschinen vorkommen. Die CDU hat derweil wieder unterstrichen, dass sie im Kern eine kapitalistische Partei ist, deren Stoßrichtungen Lobbyisten diktieren.

Udo Stiehl wundert sich, wie ein Begriff wie das krampkarrenbauersche Frühwarnsystem in Bezug auf Flüchtlinge so einfach in journalistische Texte gelangen konnte.

Ich kenne keine Netzsendungen der Öffis mehr, ich kenne auch keine Jugendlichen, die das hören, aber beim WDR trauert der eine oder andere diesen hinterher.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie ist die Gefühlslage eigentlich bei der CDU, wenn nach dem ersehnten Merkelende die Nach-Kramp-Karrenbauer-Zeit erwartet wird? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

Continue Reading