Otto – Kleinhirn an alle

Mit Otto – Der Film und Otto – Der neue Film hat Otto Kindheitsklassiker hingelegt. Als ich ihn später sah, merkte ich allerdings, dass ihm der Witz, den ich an den Filmen so mochte, stark flöten gegangen war. Die späteren Filme sah man noch mit Wohlwollen und ein wenig Kindheitswehmut an frühere Zeiten, aber die guten Witze waren weg. Ich mochte noch Otto – Die Serie, die aber beim Publikum durchfiel, und hatte irgendwann das Gefühl, dass die wirklich guten Witze auf das Konto seiner Mitautoren anzurechnen war. Die Liveauftritte und die Zwergefilme schaute ich mir gar nicht mehr an, ohne zu unterdrücken, dass Otto weiterhin der Spaßvogel war, der jede Stimmung aufzuhellen vermochte.

Und so plätschert auch diese „Ottobiographie“ dahin, mit kaum Witz, kaum Interesse des Autors an anderen Leuten, niemand wird in die Pfanne gehauen, niemand besonders hervorgehoben. Stattdessen rackert sich Otto an berühmten Kollegen ab, mit denen er aber so gut wie nichts zu tun hatte. Ottos Welt ist ausgepolstert mit Füllmaterial und weichgespült, was er auch einräumt, die Frage ist nur: Warum? Und so genau interessiert einen die Antwort dann auch nicht.

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