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Simsek Semiya, Peter Schwarz — Schmerzliche Heimat

buchleser

So lang­sam kom­me ich mal mei­ner Able­se­lis­te hin­ter­her: Die­ses Buch beinhal­tet Semiya Şimşeks Beschrei­bung des Lebens und der Ermor­dung durch die NSU ihres Vaters, Enver Şimşek, den Fol­gen für ihre Fami­lie und erbärm­li­che Rol­le, die der deut­sche Staat bei der Auf­ar­bei­tung gespielt hat und immer noch spielt.

Wir schrei­ben das Jahr 2017, der Mord an Enver Şimşek liegt 16 Jah­re zurück, und der Pro­zess gegen das letz­te Mit­glied der für die dazu­ge­hö­ren­de Mord­se­rie ver­ant­wort­li­che Grup­pe, geht dem Ende ent­ge­gen. Und den­noch ist es erschre­ckend, wie vie­le wich­ti­ge Fra­gen hier­zu offen sind und viel­leicht bleiben.

Die­ses Buch ver­schafft einen Ein­blick in die Situa­ti­on, wie sie sich für betei­lig­te Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge, dar­stellt. Es ver­liert sich nicht in kit­schi­gen oder anders sach­frem­den Beschrei­bun­gen, son­dern fokus­siert sich auf die Tat und ihre Nach­wir­kun­gen. Abge­schlos­sen wird es von einer juris­ti­schen Ein­schät­zung der Ange­le­gen­heit durch die Anwäl­te von Semiya Şimşek, die aus ihrer Sicht noch mal klar machen, um was für einen poli­ti­schen Skan­dal es hier eigent­lich geht. Das es bei der gan­zen Sache noch kei­nen ein­zi­gen Rück­tritt eines zustän­di­gen Beam­ten gege­ben hat, ist nicht min­der ver­wun­der­lich, eher aussagekräftig.

Ein Plä­doy­er für Gerech­tig­keit und dafür, in der Kata­stro­phe Stär­ke zei­gen zu können.

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