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Belastung des historischen Gedächtnisses

Ab und zu lese ich ja mal nach, was im Feuil­le­ton zu too much infor­ma­ti­on steht, qua­si hier so als Fach­blog. Und da kam mir gera­de die­ses unter: 

Ein Jahr spä­ter ent­geg­ne­te eine His­to­ri­ke­rin, die Gefahr bestehe gera­de nicht im Gedächt­nis­ver­lust, son­dern in der „Über­las­tung der Schalt­krei­se“ unse­res his­to­ri­schen Gedächt­nis­ses. Sie beschrieb damit jene Emp­fin­dung, die heu­te ger­ne als „too much infor­ma­ti­on“ bezeich­net wird.

Also, äh, nein. Natür­lich darf jeder jeden Begriff so ver­wen­den, wie er es ger­ne mal, sofern er es zumin­dest ein­heit­lich tut und undis­kri­mi­nie­rend, geht das eigent­lich in Ord­nung. Inson­fern kann too much infor­ma­ti­on sicher­lich für vie­les ste­hen. aber für die Über­las­tung der Schalt­krei­se unse­res his­to­ri­schen Gedächt­nis? Was soll das denn über­haupt sein? Was ist ein his­to­ri­sches Gedächt­nis und wie kann man es belas­ten? Habe ich es belas­tet, wenn ich ein Buch lese? Wenn ich his­to­risch rele­van­te Fak­ten ver­ges­se, aber irrele­van­te­re durch­aus noch parat habe? Schmeißt es Infos raus, wenn irgend­ein Druck besteht?

Nein, nein, das ist schon kon­kre­ter Feuilletonunsinn.

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