Lesezeichen vom 02.09.2016

  • Die Kat­ze tritt die Trep­pe krumm – Wir sind noch hier “Ich kam abge­kämpft am Abend aus dem Kran­ken­haus und ein Jun­ge, den ich ganz gut kann­te, hat­te eine rote Rose bei mir abge­ge­ben. Sie stand in einer Vase auf mei­nem Tisch, aber ich sah sie nicht, denn ich pas­sier­te fort­an nur noch im Kran­ken­haus oder in der end­lo­sen Müdig­keit, die mich im Zug jeden Abend auf der Heim­fahrt über­mann­te, als hät­te ich nicht den Tag damit ver­bracht an einem Bett zu sit­zen, son­dern auf einem Feld Kar­tof­feln gero­det oder irgend­ei­ne ande­re kör­per­li­che Arbeit ver­rich­tet. Es waren nicht die Moni­to­re, nicht die ver­rückt­ma­chen­de Geräusch­ku­lis­se, es war nicht das gro­ße Kran­ken­haus und nicht die Gesprä­che mit Ärz­ten und Pfle­ge­per­so­nal, die mich ermü­de­ten. Es war die Anwe­sen­heit von mir und die Abwe­sen­heit von ihm und die­se dann auch aus­zu­hal­ten.”

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