Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Archiv für Mai 2016

Lesezeichen vom 01.05.2016

  • AfD-Parteitag: Die Zusam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Ereig­nis­se ” bis­wei­len erin­ner­te der Par­tei­tag an eine gelenk­te Par­tei­en­de­mo­kra­tie. Bei­spiel Zuwan­de­rung: Am Sams­tag­abend hat­te die Par­tei einen schar­fen Beschluss zur Zuwan­de­rung gefasst, der von Gefah­ren für die “natio­na­le Iden­ti­tät” sprach. […] Am Sonn­tag stand das The­ma plötz­lich auf wun­der­sa­me Wei­se noch ein­mal zur Abstim­mung — die­ses Mal sieg­te der mode­ra­te Antrag des Bundesvorstands.”
  • Angriff aufs Juden­tum Josef Schus­ter zum Bun­des­par­tei­tag der AfD: “Die Aus­füh­run­gen im Par­tei­pro­gramm sei­en »der durch­sich­ti­ge Ver­such, unse­re Gesell­schaft zu spal­ten und das fried­li­che Mit­ein­an­der zu hintertreiben«”
  • Gehei­me TTIP-Papiere ent­hüllt “Washing­ton droht damit, Export­er­leich­te­run­gen für Euro­pas Auto­in­dus­trie zu blo­ckie­ren, um im Gegen­zug zu errei­chen, dass die EU mehr US-Agrarprodukte abnimmt.<br>
    Gleich­zei­tig atta­ckie­ren die Ame­ri­ka­ner das grund­le­gen­de Vor­sor­ge­prin­zip beim euro­päi­schen Verbraucherschutz.”
  • Boris John­son – the mayor who never was | Sonia Pur­nell “London’s dad-dancing, do-nothing lea­der has made a laug­hing stock of one of the world’s gre­at jobs. The capi­tal must now vote for someo­ne who puts the city first”
  • AfD-Parteitag in Stutt­gart: Um die AfD-Chefin wird es ein­sam Zu Frau­ke Petry: “Als spä­ter ihre schrift­li­che Rede ver­teilt wird, steht dar­in die Über­schrift: „Gemein­sam statt ein­sam.“ Das ist auch eine Selbstbeschreibung.”
  • Par­tei­tag der AfD: Die neue Spie­ßer­par­tei “Das Welt­bild der AfD ist öko­no­misch natio­na­lis­tisch, gesell­schaft­lich und kul­tu­rell klein­geis­tig. Da wer­den inter­na­tio­na­le Stu­di­en­ab­schlüs­se abge­lehnt, aber das Waf­fen­ge­setz soll libe­ra­li­siert wer­den. Kin­der sol­len straf­mün­dig wer­den, Abtrei­bun­gen geäch­tet. Die Vollzeit-Mutter ist das fami­li­en­po­li­ti­sche Ide­al, der Staat ein sinn­lo­ser Steu­er­geld­ver­schwen­der. Die Lebens­rea­li­tä­ten pas­sen nicht ins trotzig-miefige AfD-Schema. Eine intel­lek­tu­el­le Enge durch­zieht das Pro­gramm. Was die Par­tei als poli­ti­sches Mei­nungs­kar­tell gei­ßelt, ist der Grund­kon­sens einer Gesell­schaft. […] Die AfD ist eine Spie­ßer­par­tei. Destruk­tiv. Eng­stir­nig. Bieder.”

Die Top10-Tweets des Aprils

Guten Morgen

Morgenkaffee

Die AfD hat nun ein Par­tei­pro­gramm. Und das stellt vor, wor­über man sich in der Par­tei mehr­heit­lich so auf­regt. Habe ich so noch nie gemacht, Sie viel­leicht? Sich hin­set­zen und über­le­gen, was einen so auf­regt, dann dar­über abstim­men und sagen: Sakra, so schaut’s aus. Nun füh­le ich mich gut. Der Tag hat Struk­tur. Egal, wie mei­ne Mei­nung zum Grund­ge­setz passt — nie­der­ge­schrie­ben ist’s. Lösen durch Ver­bie­ten, so gem­ma unse­re Pro­ble­me an.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist das nicht eher eine Krank­heits­sym­to­ma­tik als eine Lebens­phi­lo­so­phie? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 02.05.2016

Wertung:

Secrets and lies

Vor­la­ge die­ser Serie ist eine aus­tra­li­sche Serie. Es wirkt aber, als wür­de das ame­ri­ka­ni­sche Fern­se­hen euro­päi­sches Fern­se­hen kopie­ren — und das schwach. Die zehn­tei­li­ge Geschich­te han­delt von der Auf­klä­rung des Todes eines klei­nen Jun­gen, den sei­ne gan­ze Umge­bung auf­wühlt. So weit, so bekannt. 

Im Grun­de alle Figu­ren blei­ben farb­los, Agres­si­on wirkt auf­ge­setzt und über­trie­ben. Die Mut­ter eines ermor­de­ten Kin­des bleibt zunächst erstaun­lich ruhig. Ein Nach­bar wird plötz­lich zum mör­de­ri­schen Psy­cho­pa­then, was beim nächs­ten Augen­schlag für nie­man­den mehr etwas Merk­wür­di­ges ist. Der Haupt­ver­däch­ti­ge vögelt die Affä­re, wes­we­gen sei­ne Fami­lie zer­bricht, ein­fach ohne erns­te­re Absich­ten ein wei­te­res Mal, um es danach schon wie­der blöd zu fin­den. Der Schluss, der hier nicht ver­ra­ten wer­den soll, bei dem Jugend­li­che einen kla­ren Kopf behal­ten und Erwach­se­ne ido­tisch agie­ren, ist an Albern­heit kaum zu überbieten.

Was bleibt ist eine net­te Optik, wobei Natur­auf­nah­men sel­ten so wir­ken, als sei­en sie mehr als Kulis­sen und eine unnö­tig auf­ge­bläh­te Geschichte.

Oliver Maria Schmitt: Böhmermann und die Uneigentlichkeit satirischer Sprechakte

Lesezeichen vom 04.05.2016

Lesezeichen vom 05.05.2016

Lesezeichen vom 06.05.2016

  • Wie es zu vor­ei­li­gen Nach­ru­fen auf Ser­vus TV kam “Auch wenn die Pres­se­mit­tei­lung ver­hieß, dass der Sen­der die „Fort­set­zung der par­tei­po­li­ti­schen unab­hän­gi­gen Linie“ garan­tie­re, bleibt nach die­sem Hin und Her ein fader Geschmack zurück – ange­sichts der Macht­ges­te eines Mul­ti­mil­li­ar­därs, der sich neben einem Formel‑1-Rennstall auch noch einen Fern­seh­sen­der hält und die­sen nur unter der Bedin­gung wei­ter betreibt, dass sich die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter dem Wunsch nach einer gewerk­schaft­li­chen Ver­tre­tung ver­sa­gen. Das ist nichts ande­res als Feu­da­lis­mus – nur jetzt auf dem Gebiet eines elek­tro­ni­schen Mediums. ”

Lesezeichen vom 07.05.2016

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