Morgenkaffee

Gestern Abend schaute ich mir die Sendung Lesenswert im SWR an. Das ist eine Runde von vier im Literaturbetrieb tätigen Leuten, an der Denis Scheck teilnimmt. Dessen Empfehlungen kann ich wenig abgewinnen, seinen Verrissen aber viel. Die Sendung passte als Kontrast sehr gut zur Neuauflage des Litarischen Quartetts im ZDF, das mir vor Tagen irgendwie so gar nicht gefiel:

Aus dem Literarischen Quartett bliebt mir in Erinnerung, dass drei der Diskutanten Karl Ove Knausgård gut fanden, während Christine Westermann seine Bücher zäh und uninteressant fand. Und bei Christine Westermann geht es mir schon wieder fast so wie bei Denis Scheck: Mittlerweile kann ich ganz gut einschätzen, was sie warum wohl gut findet, weswegen ich das mit größter Sicherheit auch nie lesen will. Aber wenn sie etwas ablehnt, scheint mir da was dran zu sein. Aber so ganz wurde ich im ZDF nicht schlau und las das erste Buch von Karl Ove Knausgård.

Dieser schreibt mit Verve, phantasievoll, aber immer berechnend und nicht sonderlich geistvoll. Laut Scheck sei sein letztes Buch Selfieliteratur, das soll wohl Literatur sein, die sich nur um den Autor selbst dreht, ohne dabei Tiefe zu gewinnen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird Denis Scheck wohl mal ins Literarische Quartett eingeladen? hole ich mir erstmal noch einen Kaffee.

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