Guten Morgen

Morgenkaffee

Das ist schon krass­er Scheiß, was der Gen­er­al­bun­de­san­walt sich da ger­ade leis­tet: Man ermit­telt gegen Netzpolitik.org wegen Lan­desver­rats. Lan­desver­rat ist, wie man unge­fähr ver­mutet, Ver­rat von Staats­ge­heimnis­sen in der Inten­tion des Schadens des eige­nen Lan­des zu Gun­sten ein­er anderen Macht.

Da muss man schon den Gen­er­al­bun­de­san­walt, der schon Prob­leme hat, NSA und NASA zu unter­schei­den, fra­gen, ob er seinem Amt gewach­sen ist. Also, er müsste schon über unglaublich konkrete Ver­dachtsmo­mente ver­fü­gen, damit dieses Ver­fahren wirk­lich sin­nvoll ist. Fotos, wie Beckedahl Putin Doku­mente übergibt oder sowas.

Ich will das nicht auss­chließen. So wenig, wie ich auss­chließe, dass derzeit mehr als 50 Frauen Bill Cos­by Verge­wal­ti­gung vor­w­er­fen, nur um eine Minichance zu ergat­tern, an Kohle zu kom­men.

Lustiger­weise kön­nte es wieder die SPD sein, die bei dieser Sache den schwarzen Peter hat, denn ober­ster Chef ist der Bun­desjus­tizmin­is­ter, der schon mal sowas von sich gibt:

Und während ich mir die Frage stelle: Was muss eigentlich passieren, dass die SPD aus ein­er Regierung aussteigt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Lesezeichen vom 30. Juli 2015

  • Deutsch­er Jour­nal­is­ten-Ver­band Der Deutsche Jour­nal­is­ten-Ver­band hat die laufend­en Ermit­tlun­gen gegen zwei Jour­nal­is­ten des Por­tals Netzpolitik.org als Jus­tiz­posse kri­tisiert.
  • Fefes Blog Erin­nert ihr euch an den Gen­er­al­bun­de­san­walt? Der Typ, der die NSA und die NASA nicht auseinan­der­hal­ten kann. Der Typ, auch im Fol­ge­jahr NSA nicht buch­sta­biert kriegte. Der Typ, der nicht fand, dass man GCHQ oder NSA was vor­w­er­fen kann. Weil, äh, wir haben die aus­ländis­chen Regierun­gen gefragt, die uns aus­ge­späht haben, und die woll­ten uns keine sie inkri­m­inieren­den Beweise vorlegen.<br><br>
    DER TYP ermit­telt jet­zt wegen Lan­desver­rats gegen netzpolitik.org.
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Gottschalk, Thomas — Herbstblond

Auto­bi­ogra­phien unter­liegen immer der Aus­gangss­chwierigkeit, dass der Autor die Sache gar nicht ganz oder gerecht erfasst hat, obwohl er doch selb­st meist dabei war. So ist das lei­der auch mit Thomas Gottschalk. Der Erfol­gsmod­er­a­tor von Wet­ten, dass ..? hat kaum eine Erk­lärung für den Erfolg der Sendung, seinen Anteil daran, und kann die unpassenden Ret­tungsver­suche, mit dem man das Pub­likum ver­schreck­te, nicht passend ein­schätzen. Was seine Aus­führun­gen zu Jack­ass in diesem Schmök­er zu suchen haben — ein einziges Rät­sel. Als zu lesendes Buch ist die erste Hälfte zudem von aus­ge­suchter Lang­weiligkeit: Sein Pub­likum hat ihn immer geliebt. Der Kri­tik­er­anspruch an seine Sofainter­views waren zu hoch. Dass ihm vorge­wor­fen wurde, sich nicht für das Gesagte zu inter­esseren — bei Wet­ten, dass..? wie bei Gottschalk live — das scheint er nicht erfasst zu haben.

Da ist das Hör­buch wesentlich bess­er, das legt man nicht so schnell weg. Tiefe gewin­nt das auch nicht, aber immer­hin hat man am Ende eine Kreisler-Inter­pre­ta­tion Gottschalks, die noch das beste am ganzen Hör­buch ist. Das erin­nerte mich dann auch an eine Episode in Gottschalks Leben, die er unter den Tisch fall­en lässt: Das pein­liche What hap­pened to Rock ‘n’ Roll. Das war kein Rock ‘n’ Roll, das war unge­lenk, unrock­ig und unpassend. Man merk­te damals, dass er kein Gespür hat­te, ob das, was er cool fand, in dieser Form auch cool war. Und dass er damit auch nicht überzeugte, so sehr die Fernsehna­tion ihn liebte.

Im zweit­en Teil des Buch­es kommt Gottschalk bess­er in Fahrt, wenn er Dieter Bohlen kri­tisiert. Das ist tre­f­fend und infor­ma­tiv. Dass er seine Vor­abend­show bess­er alleine hin­bekom­men hätte und dass das For­mat School’s out irgend­wie bemerkenswert wäre, das sind Gedanken, die man ihm lassen kann, sie inter­essieren son­st kaum jeman­den.

Aber wenn man Gottschalk vor­lesen hört, ist er zweifeil­sohne der sym­pa­this­che Thom­mie, da ist er nahe dran an dem Gottschalk, den Fernse­hdeutsch­land so liebte: Der­jenige, der über­raschend in irgendwelche Sit­u­a­tio­nen gewor­fen wird, aus denen er sich mit Humor, dem richti­gen Gespür für die Sit­u­a­tion, dem passenden Ton, einem Lächeln und guter Laune her­auswindet. Ist es wirk­lich so schw­er, daraus heutzu­tage eine Fernsehsendung zu machen?

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Guten Morgen

Morgenkaffee

John Hav­el hat Ama­zon durchge­spielt: Ein Pla­giat eines rechte­freien Buch­es umgeschrieben ein­re­ichen, Bilder dazu, fer­tig ist der Kin­dle-Best­seller.

Im Mag­a­zin der Süd­deutschen Zeitung blickt man auf die Lovepa­rade-Katas­tro­phe zurück.

Face­book hat wohl endgültig die Feeds für Seit­en abgestellt, nach­dem dies im Jan­u­ar test­weise der Fall war. Dafür tauchen die Seit­en inzwis­chen als Vorschlag mit Bild bei Leuten auf, die diese bish­er nicht abon­niert haben. Das scheint wohl keine Geldquelle gewe­sen zu sein. Genau­sowenig werde ich jet­zt Seit­en auf Face­book inten­siv­er ver­fol­gen, die ich bish­er im Fee­dread­er auf dem Schirm hat­te. Macht sich so sin­nvoll bemerk­bar wie das Abschal­ten von Hin­ter­grund­bildern auf Twit­ter in der let­zten Woche.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hat man bei Face­book und Twit­ter eigentlich von inno­v­a­tiv auf Felle­festhal­ten umgeschwenkt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ein notwendi­ger Unfall, bei dem man nicht mal hin­guck­en muss: Youtu­ber LeFloid macht sich zum Merkel-Voll­horst, oder er war es für Leute, die seine Videos ken­nen, vielle­icht immer schon. Wer nicht hören will…

Julia Reda erk­lärt das Todesröcheln des Pres­sev­er­legerleis­tungss­chutzrechts.

Katar verk­lagt Theo Zwanziger, weil der Katar als “das Kreb­s­geschwür des Welt­fußballs” beze­ich­net hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer ste­ht denn noch so zur Auswahl für den Titel “Kreb­s­geschwür des Welt­fußballs”? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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