Guten Morgen

Morgenkaffee

San­dra Schink berichtet darüber, wie mal Reporter anlässlich ein­er Tragödie in ihre Woh­nung ein­drangen. Sowas wird nicht vergessen, das soll­ten Jour­nal­is­ten im Hin­terkopf behal­ten. Der Pas­tor mein­er Heimat­stadt ist auch heute noch bekan­nt dafür, dass er mal Reporter der Blödzeitung mit den Worten “Schämt euch!” vom Hof gejagt hat.

Mein ehe­ma­liger Biele­feld­blog­gerkol­lege Herm hat einen sehr schö­nen Artikel zur Nicht­tan­genz katas­trophaler Ereignisse geschrieben. Mir ist ähn­lich­es passiert: Ich habe von den ersten Nachricht­en­fitzeln gehört, bin Zug gefahren, bin dann auf Leute gestoßen, die die ARD-Berichter­stat­tung sahen und habe Witze gemacht. Warum auch nicht? Die Berichter­stat­tung an sich war der­maßen unpro­fes­sionell und lach­haft pietät­los in sein­er vorgegebe­nen, aber nie erre­icht­en Speku­la­tion­slosigkeit, dass dies in der Berichter­stat­tung alles über­strahlte. So wurde ein Reporter am Düs­sel­dor­fer Flughafen gefragt, wie es den Leuten in Hal­tern gin­ge. Wie will man so ein Gesabbel ernst nehmen? Den­noch war gestern die Mit­teilung, das Flugzeug sei absichtsvoll durch einen Piloten zum Absturz gebracht wor­den, erschüt­ternd.

Stel­lvertre­tend für all die Fehltritte der Medi­en: Die Chefredak­teurin der taz.

Und während ich mir die Frage stelle: Müssen die Print-Medi­en neu ler­nen, was eine Nachricht ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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