Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Demo­ti­va­tion­strain­er Guil­laume Paoli hat her­aus­ge­fun­den:

Es sind keine Experten nötig, um zu wis­sen, weshalb ein gelang­weil­ter junger Mann aus seinem Kuh­dorf aus­reißt. Bloß, vor vierzig Jahren wäre er in ein­er Hip­pie-Kom­mune gelandet; heute taucht er als Geiselschlächter in Syrien wieder auf. Es ist die Jugen­dre­volte in Zeit­en ihrer Unmöglichkeit, die Meta­mor­phose von Lust­prinzip in Tode­strieb.

Vielle­icht gibt man den Experten doch noch eine Chance. Die waren aber auch nicht bei der Sendung Gün­ter Jauch zuge­gen, zu der Nils Minkmar nicht erk­lärt, weswe­gen sie bei aus­bleiben­der Tiefe irgend­wie rel­e­vant sei, aber immer­hin schlägt er einen Bogen von der Protestkul­tur der 1970er zu den aktuellen Pedi­ga-Protesten:

Damals dacht­en weite Teile der Intellek­tuellen und der Studieren­den, dass – während Willy Brandt Bun­deskan­zler war – der Faschis­mus über West­deutsch­land kom­men würde. Kap­i­tal und Mil­itär und die CSU wür­den hier wieder eine Dik­tatur erricht­en. Wer das nicht fand, galt als Abwiegler und Kon­formist. Damals ent­stand das deutsche poli­tis­che Fernse­hen, zur Recherche, zur Aufk­lärung, zur deut­lichen Fest­stel­lung dessen, was ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Was ist eigentlich aus dem DPF gewor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen