Guten Morgen

Morgenkaffee

Felix Dachsel erzählt, wie er in sein­er Heimat­stadt im Erzge­bierge im Angesicht von Neon­azis aufgewach­sen ist, die meist in der Überzahl, durch­trainiert­er und geistig oft­mals neben der Spur waren. Was ihn derzeit aber wirk­lich ängstigt ist:

Mehr Angst als um mich habe ich, wenn ich sehe, wie sich Rechte und Men­schen aus der bürg­er­lichen Mitte ver­bün­den. Wenn ich davon lese, wie gegen Asyl­be­wer­ber demon­stri­ert wird. Da ist für mich nicht mehr der einzelne Nazi das Prob­lem, son­dern Teile der Gesellschaft. Dage­gen kann man sich mit Pfef­fer­spray nicht wehren.

Das ist wohl mit Blick auf Dres­den geschrieben wor­den, in Düs­sel­dorf ist Pegi­da ja eher ein klas­sis­ch­er Rohrkrepier­er. Im Ver­hält­nis betra­chtet waren bei der Demo gegen das Rauchver­bot in Kneipen deut­lich mehr Teil­nehmer — und das waren vielle­icht Nulpen. Von den vie­len Demos, die unter dem öffentlichen Radar herziehen, mal ganz abge­se­hen.

Bei der Krim­i­nalak­te bespricht man Liebe ist das per­fek­te Ver­brechen, die Ver­fil­mung von Philippe Djians Die Rast­losen, schreibt lei­der nur nicht, wie man das alles fand.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie lange dauert es wohl noch, dass man sich medi­al an Demos gewöh­nt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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