Lesezeichen vom 16. November 2014

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Heute wird mal in den Son­ntagszeitun­gen geblät­tert.

Ich habe mir früher ja gerne wegen den Artikeln von Ste­fan Nigge­meier die FAZ am Son­ntag gekauft. Das habe ich dann eingestellt, als Nigge­meier weg war. So ist es gekom­men, dass ich lange Zeit die Zeitung nicht mehr gekauft habe. Heute schaute ich mal rein und bin dich erstaunt, wie wenig Jour­nal­is­mus in der Zeitung geblieben ist und wie viel Mei­n­ung­shamti­tam über Poli­tik­er und Kün­stler.

Was man lesen kann in der FAZ (ich finde derzeit noch keine Links, also sollte man sich die heute bess­er kaufen): Was der BND wirk­lich will von Frank Rieger und Con­stanze Kurz (mehr Geld für Abhörge­plänkel), Wer tötete Hae Min Lee? von Johan­na Ador­ján (Pod­cast­mörder­suche der Radio-Sendung “This Amer­i­can Life”) und Ich ertrage diese Sto­rys nicht mehr (Inter­view mit Mar­ti­na Gedeck über ihre Rolle als Kirsten Heisig).

Die Süd­deutsche Zeitung habe ich ja früher unheim­lich gerne gele­sen, bis die mir auf merk­würdi­ge Art ein Abo reinge­drückt haben, woraufhin ich die Zeitung nur noch spo­radisch lese. Ger­ade umfunk­tion­iert man die Sam­stagsaus­gabe zu ein­er Woch­enen­daus­gabe, was aber der­selbe Wein in neuem Schlauch ist. Es ist angenehm weniger Heititei in der Zeitung drin, dafür:

Ein neues Europa mit Eng­land von Egon Bahr, Quälend von Cathrin Kahlweit (Geständ­nis­rück­nahme in einem Fall von Polizeiüber­grif­f­en auf einen abgeschobe­nen Asyl­be­wer­ber), Nichts als das Leben von Frank Nien­huy­sen (über die Flucht von Krim­tartaren und Ostukrain­ern) und Die Aussiedler von Peter Burghardt (deutsche Anti­semiten, die 1886 im Urwald von Paraguay ein Dorf grün­den, heute).

Und während ich mir die Frage stelle: Kön­nten die Krautre­porter nicht noch was von der Süd­deutschen ler­nen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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