Was ich noch sagen wollte… zu Edathy und der Schuldfrage

Irgend­wie geht mir das Rumgeeiere der Medi­en zu aktuellen Affären zunehmend auf den Zeiger. Gestern sah ich die ZDF-Nachricht­en und in der 19 Uhr Sendung und der nach­fol­gen­den Spezialsendung hat man es nicht auf die Kette gekriegt, Ver­dachtsmo­mente, Unschuldsver­mu­tung und Gerüchte auseinan­der zu hal­ten.

Auch die FAZ gibt ger­ade die Mel­dung des SPIEGEL über ein Inter­view mit Edathy hält sich weit­er­hin für unschuldig wieder, als ob das so etwas Unein­sichtiges wäre — in rechtlich­er Hin­sicht gibt es ja derzeit offen­bar über­haupt keinen Hin­weis ein­er Schuld.

Span­nend wird es bezüglich des Geheimnisver­rates: Zwar kann man Friedrich weit­er­hin vor­w­er­fen, Geheimnisver­rat began­gen zu haben, aber sofern Edathy nichts vorzuw­er­fen ist, kann man wohl nie­man­dem die Vere­it­elung der Strafver­fol­gung vor­w­er­fen.

Ein­er­seits ist das Ver­hal­ten Edathys moralisch höchst dis­putabel, allerd­ings juris­tisch nicht straf­bar. Und auf dieser Grund­lage dil­letantieren da Poli­tik­er, Juris­ten und Jour­nal­is­ten um dessen Kopf und Kra­gen. Unfass­bar.

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