Bloggen anno 2014

Ich den­ke, vie­le von den frü­he­ren Blog­gern haben inzwi­schen etwas aus den Augen ver­lo­ren, wie man frü­her geb­loggt hat. Man ver­blogg­te alles, was irgend­wie nach einem Gedan­ken aus­sag.

Inzwi­schen geht viel davon über Face­book ver­schütt, wird dort im Stru­del sons­ti­ger Pos­tings irgend­wel­cher ande­ren Leu­te zeit­nah ent­sorgt.

Und wenn man dann mal bloggt, was sel­te­ner gemacht wird, dann kommt da unaus­ge­go­re­nes Geschwur­bel her­aus, mit dem man nicht ein­mal selbst noch zufrie­den ist. Aus­nah­men bestä­ti­gen die Regel. Unter die­sen Aus­nah­men befin­den sich aller­dings auch vie­le, die sich dem FacebookTwitterGooglePlus-Zeugs schlicht ver­wei­gern. Es hat ihnen offen­sicht­lich nicht gescha­det.

Ich schrei­be dies, weil mir das Blog­gen mit die­sem klei­nen neu­en Blog viel leich­ter von der Hand geht. Man sitzt ein­fach nur vor einem Text­feld, nichts blinkt, kei­ne Ein­stel­lun­gen müs­sen über­prüft, kei­ne Plug­ins aktua­li­siert wer­den. Man ist nur geneigt, irgend­et­was in die Tas­ten zu hau­en.

Vom Selbst­ver­ständ­nis her woll­te ich das hier als Schrei­b­la­bor betrach­ten, als Ver­suchs­stät­te für Blog­ein­trä­ge, als Ort, wo unaus­ge­reif­te Gedan­ken ver­blei­ben kön­nen, und umzie­hen, sobald ihr Umfang bes­ser in ein gereif­te­res Blog passt.

Und es führ­te inter­es­san­ter Wei­se dazu, dass man ein­fach mal etwas in die Tas­ten haut, was sich nach kur­zer Zeit eben doch als gereif­ter Blog­ein­trag erweist, und sofort umzie­hen kann.

Ich bit­te zu ent­schul­di­gen, wenn also in letz­ter Zeit hier gehäuft Pos­tings in die Sozi­al­me­di­en­welt geschos­sen wur­den, die es unter der Adres­se so bald nicht mehr, oder woan­ders wie­der gab. Wo geho­belt wird, da fal­len Spä­ne.

Wofür ich mich nicht ent­schul­di­ge, ist die Quan­ti­tät der Ein­trä­ge gemes­sen an ihrer angeb­li­chen Qua­li­tät. Jemand der ein Blog namens Too much infor­ma­ti­on betreibt, darf sich ja schon mal die Fra­ge gefal­len las­sen, ob er der eh schon über­mä­ßi­gen Infor­ma­ti­ons­flut wirk­lich noch der­art etwas hin­zu­fü­gen will.

Und da sei einer­seits gesagt, ich gehö­re nun mal nicht zu den­je­ni­gen, die bloß um der Klick­zah­len wil­len, zu jedem aktu­el­len The­ma etwas raus­haut, ohne ein eige­nes Inter­es­se dar­an oder einen eige­nen Gedan­ken hier­zu zu haben. An dem Punkt wird es meschug­ge, den­ke ich.

Und wie­so sol­len die Schreib­ver­su­che, das Tüf­teln, das Aus­pro­bie­ren off­line statt­fin­den?

Jedem, der sein Schrei­ben über­den­ken möch­te, oder der das Schrei­ben ins Inter­net auch als Fin­ger­übung ver­steht, dem rate ich zu die­ser sub­ti­len Blog­soft­ware. Es macht wirk­lich Spaß.

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