Lauers Lüftchen

Ich habe diese aus Piratenparteirichtung kommende Lanz-Petition nicht so recht verstanden. Die Petition, soweit ich verstanden habe, richtet sich gegen die massive Öffentlichkeit, die die Contra-Lanz-Petition hat, verweist auf angeblich wichtigere Dinge und meint, da das Format eine Show sei, sei nichts anderes zu erwarten als Show, d.h. als so-tun-als-ob man es ernst meint.

Das glaube ich nicht. In den Talk-Shows finden Gespräche statt, auch mit Politikern, und hier gibt es eine berechtigte Erwartungshaltung, dass man nicht rundherum belogen wird.

Zudem schien mir auf den ersten Blick naheliegender, dass man selbst Öffentlichkeit haben wollte:

Nun ja, bundesweit ist die Piratenpartei und auch Herr Lauer kaum noch in medialer Behandlung, sehr wohl noch in der Berliner Presse, aber da sitzen sie ja auch im Abgeordnetenhaus. Eine andere Sichtweise präsentieren da Matthias Dell:

„Der Berliner Piratenpolitiker Christopher Lauer startete am Samstag im Netz eine Gegen-Petition mit dem Titel: ‚Markus Lanz soll mal bitte seine Show so machen, wie er will, immerhin ist er ja erwachsen‘, die bis Montagmittag ein paar hundert Personen unterzeichneten. ‚Die Lanz-Debatte der vergangenen Tage ist doch etwas grotesk‘, begründete Lauer seine Initiative.'“
Dass ein Piratenpolitiker so pseudolocker medienkonservativ argumentiert, könnte man beinahe für eine Nachricht halten.

In der Tat – wenn die Piratenpartei bundesweit gerade noch in aller Munde wäre. Wobei ich es noch schlimmer finde, medienkonservativ bezeichnet zu werden als tendentiell populistisch.

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Neu im Bücherschrank (61): Leonore Puschert – Die drei ??? und das Bergmonster

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Mir waren die Cassetten zur Serie Die drei ??? ja wesentlich eher bekannt als die dazugehörigen Bücher, die mir auch nie nahe gekommen sind. Es sind auch unterm Strich wesentlich mehr Hörspiele als Bücher über die Ladentheken gegangen, aber sei’s drum, 16 Mio. verkaufte Bücher sind auch eine Erfolgsgeschichte.

In der Hörspielfassung kommt in dieser Folge der unvergleichbare Volker Brandt zum Einsatz, weswegen sie mir unvergessen bleibt. In Ibbenbüren ist er übrigens am 10. April zusammen mit Viktoria Brams im Theaterstück Das Haus am See zu sehen.

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