Lesezeichen vom 24. Januar 2014

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Was man zum Bloggen braucht

Sobald man dar­über nach­denkt, sich selbst im Inter­net einen Platz zu schaf­fen, um die Mög­lich­keit zu haben, der Welt etwas mit­zu­tei­len, wird man mit der Nase auf das Wort Blog gesto­ßen. Ich kann jedem nur dazu raten, sich mal damit aus­ein­an­der zu set­zen, es wird grund­sätz­lich der eige­ne Scha­den nicht sein (wenn man auch recht­lich etwas auf­pas­sen soll­te).

An die­ser Stel­le hin­ter­las­se ich mal eine klei­ne Anfangs­hil­fe:

  1. Wo brin­ge ich mein Blog unter?
    1. Blog­diens­te
    2. Sel­ber hos­ten
  2. Kos­ten­lo­se Gra­fi­ken
  3. Recht­li­ches
  4. Soft­ware
    1. Audio­pro­gramm
    2. Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm
    3. Blo­ge­di­to­ren
    4. Blog­soft­ware
      1. Wor­d­Press
      2. Flat­Press
      3. gpEasy
      4. mdbl0g
  1. Wo brin­ge ich mein Blog unter?
      1. Blog­diens­teEs gibt diver­se Anbie­ter für Blogs, die sich meist mit Wer­bung finan­zie­ren. Hier eine Über­sicht:
        Deluxeblog.de
        Blogger.de
        Blog.de
        Blogigo.de
        Blogmonster.de
        Bloggorilla.de
        Bloggospace.de
        Blogger.com
        Kulando.de
        Over-blog.com
        Typepad.com
        WordPress.com

        Podspot.de ist ein Dienst, der Inter­net­nut­zern pro Monat 30MB zur Ver­öf­fent­li­chung von Audio-Dateien zur Ver­fü­gung stellt. Dazu gibt es einen eige­nen Blog, den man nicht selbst pfle­gen muss.

      2. Sel­ber Hos­ten
      3. Will man nicht auf einen kos­ten­lo­sen, aber kom­mer­zi­el­len Anbie­ter für sein Blog zurück­grei­fen, schaut man am bes­ten mal unter

    Web­host­list

      nach einem pas­sen­den Anbie­ter.
  2. Kos­ten­lo­se Gra­fi­kenUnter OpenClipart.org fin­det man Gra­fi­ken, die unter der soge­nann­ten Crea­ti­ve com­mons licence ste­hen. Das bedeu­tet, man kann sie in allen nicht-kommerziellen und oft­mals in kom­mer­zi­el­len Pro­jek­ten ver­wen­den, solan­ge man sie nicht sel­ber zu Geld machen möch­te.
  3. Recht­li­chesAlle sei­ten, nicht nicht bloß pri­vat ver­wen­det wer­den, unter­lie­gen in Deutsch­land der Impres­sums­pflicht. Im Zwei­fel ist ein Blog schon dann nicht bloß pri­vat, wenn auf ihm durch den Ver­ant­wort­li­chen (nicht nur durch einen kom­mer­zi­el­len Blog­dienst) Wer­bung geschal­tet wird. Ande­rer­seits kann man nur von einem Mit­be­wer­ber ver­klagt wer­den, was bei Pri­vat­per­so­nen meist nicht gege­ben ist.

    Man darf auf ande­re Sei­ten Links set­zen, auch wenn auf die­sen Sei­ten Inhal­te ste­hen, die recht­lich pro­ble­ma­tisch sind. Zwar ist das Ein­bet­ten eines Bil­des, das auf einem frem­den Ser­ver liegt, auch ein Link­set­zen, recht­lich wird dies aber seit Kur­zem als ein Zuei­gen­ma­chen des Inhalts gewer­tet und ist ver­klag­bar.

    Frem­de Youtube-Videos dür­fen in Blog­ein­trä­ge ein­ge­bet­tet wer­den. Natür­lich soll­te man aber bei offen­kun­dig urhe­ber­rechts­ver­let­zen­den Vide­os vor­sich­tig sein.

    Text­zi­ta­te dür­fen streng genom­men nur in einem Sach­zu­sam­men­hang, der wie­der­um mehr Text umfas­sen muss als das Zitat, ste­hen.

    Das Recht am eige­nen Bild. Wenn man zufäl­lig auf einer Foto­gra­fie mit hun­der­ten ande­ren zu sehen ist, zieht das nicht. Ein Por­traitfo­to ist aber durch die­ses Recht gedekct und darf nicht ein­fach — sofern es kei­ne Per­son des Zeit­ge­sche­hens ist- ver­wen­det wer­den. Bezo­gen auf Kin­der soll­te man aber sehr vor­sich­tig sein, evtl. Erlaub­nis­se der Eltern ein­ho­len oder nur in der Rücken­an­sicht foto­gra­fie­ren.

    Viel­leicht soll­te man Ver­trä­ge machen, in denen einer­seits die Benut­zung durch die Urhe­ber erlaubt wird und ande­rer­seits zuge­si­chert wird, dass die Bil­der gelöscht wer­den, wenn der Urhe­ber dies wünscht.

    Darf ich frem­de Bil­der benut­zen?

    Schwie­rig. Wenn eige­ne Bil­der da sind, deren Urheber- und Ver­wer­tungs­rech­te man durch eige­ne Her­stel­lung hat, am bes­ten die­se Ver­wen­den. Ansons­ten müss­te man die Rech­te des Urhe­bers zur Ver­wen­dung haben (recht­lich reicht auch ein “OK” oder ein Kopf­ni­cken). Man kann bei Bil­der­diens­ten wie flickr nach crea­ti­ve com­mons licence — Bil­dern schau­en. Aber auch dort sind Bil­der, die gegen Urhe­ber­rech­te ver­sto­ßen, man kann also mit­un­ter so gegen die Wand lau­fen ohne das zu wol­len.

  4. Soft­ware
    Man kann blog­gen, ohne sich groß­ar­tig mit Soft­ware zu befas­sen. Aber mit etwas Ein­füh­lungs­ver­mö­gen ist das Ver­wen­den von Soft­ware auch kei­ne Rake­ten­wis­sen­schaft und Erklä­rungs­vi­de­os zu den ein­zel­nen Pro­gram­men gibt es bei You­Tube zuhauf.
    1. Audio­pro­grammAuda­ci­ty ist ein kos­ten­lo­ses Pro­gramm zur Bear­bei­tung von Audio-Dateien. Manch­mal ist es ein­fach rat­sam, den einen oder ande­ren Stot­te­rer ein­fach zu löschen oder Rau­schen aus­zu­blen­den. Außer­dem wer­den so die Datei­en klei­ner gemacht.
    2. Bild­be­ar­bei­tungs­pro­grammBil­der müs­sen für Blog­ein­trä­ge ggf. ver­klei­nert wer­den. Dies kann man mit fol­gen­dem, kos­ten­lo­sen Pro­gramm machen:

      Gimp (down­load)

    3. Blo­ge­di­to­renEs ist für man­che ange­neh­mer, ein Pro­gramm für das Publi­zie­ren zu benut­zen: Hier­zu gibt es Blog­desk und Win­dows Live Wri­ter. Dies sind Windows-Programme, die instal­liert wer­den, indem man eine EXE-Datei herun­ger­lädt und dann aus­führt. Für ande­re Betriebs­sys­te­me sind mir kei­ne Pro­gram­me bekannt, die bes­ser wären als das soge­nann­te Backend, d.i. das Bedien­me­nü von Wor­d­Press. Soweit ich es weiß, sind bei Blog­desk und Win­dows Live Wri­ter alle nöti­gen Ein­stel­lun­gen vor­ein­ge­stellt.
    4. Blog­soft­ware
      1. Die weit­ver­brei­te­tes­te, kos­ten­lo­se Soft­ware für Blogs ist Wor­d­Press (wordpress.org). Es ist inzwi­schen so aus­ge­feilt gewor­den, dass es — obwohl es anfangs nur eine Blog­soft­ware war — inzwi­schen genau­so gut als CMS genutzt wer­den kann. Abge­se­hen davon ist die Hand­ha­bung recht leicht ver­ständ­lich. Es benö­tigt aller­dings eine MyS­QL-Daten­bank.
      2. Flat­Press (flatpress.org) ist an Wor­d­Press ange­lehnt, etwas schwie­ri­ger zu bedie­nen, dafür kommt es ganz ohne Daten­bank aus, was das Laden der Sei­te grund­sätz­lich schnel­ler als ein WordPress-Blog erschei­nen lässt.
      3. gpEasy (gpEasy.com) ist auch eine net­te Blog­soft­ware, die kei­ne Daten­bank benö­tigt.
      4. Mdbl0g (Home­page) ist noch simp­ler als Flat­press und kommt eben­falls ohne Daten­bank aus.
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mdbl0g

Da lese ich doch ges­tern Der Trend geht zum Zweit­blog von Kon­stan­tin Klein und habe noch im Ohr, dass ein Zweit­blog ja inso­fern blöd ist, als dass man sei­ne Infor­ma­tio­nen nicht ver­dop­peln könn­te und inso­fern ein wei­te­rer Blog so eine Sache sei, gera­de für Leu­te wie mich, die ja schon auf vier Blogs Zeugs raus­hau­en — DA gelan­ge ich über ronsens.net auf das Blog­sys­tem mdbl0g.

Und das sah schon so ziem­lich genau so aus, wie ich mir ein klei­nes Blog so vor­stel­le. Nicht ganz, aber es kam mei­nen Wunsch­vor­stel­lun­gen schon ver­dammt, ver­dammt nahe.

Also schwupps instal­liert, und es hapert etwas bei mei­nem Hos­ter, was ich von dem aller­dings schon gewöhnt bin, und rum­pro­biert. Gefiel mir alles so sehr, dass ich auf der Basis­ebe­ne mei­ner Nur-ich-mein-Blog-Seite die­se Soft­ware instal­liert habe. Und damit bin ich wohl einer unter 10 Anwen­dern, die dazu gehö­ren, was die Sache natür­lich noch coo­ler macht.

Kom­men wir also zu der Fra­ge Wozu zum Gei­er denn noch ein Blog? Tja, so bedeu­tungs­schwan­ger die Fra­ge auch sein mag, sie lässt sich beant­wor­ten. Ich habe ein Blog für per­sön­li­che Geschich­ten, Foto­knip­ser und gele­se­ne Bücher, eins für aktuell-öffentlich Rele­van­tes, ein Lokal­blog, dass ich nicht allei­ne befüt­te­re, und nun eben das neue, das ich als Shout­box ver­wen­de, d.h. für the­ma­tisch unrun­de Gedan­ken, die ange­dacht, aber nicht in die­sem Blog wei­ter ver­folgt wer­den.

Wer sich beschwert, Twit­ter oder Face­book zu viel Zeugs zu über­las­sen, der über­le­ge sich doch der­art ein­fach ein­mal, sein Zeugs selbst irgend­wo raus­zu­hau­en, so klein und unsau­ber for­mu­liert es auch sei. Mir macht das gera­de aus­ge­spro­chen viel Spaß und es kommt dem ursprüng­li­chen Blog­gen sehr nahe. Nur das frü­her mehr ver­linkt wur­de unter­ein­an­der, aber da hat­ten wir auch noch mehr Lamet­ta.

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