Schlink, Bernhard — Der Vorleser

Ich habe den Schin­ken seit den 90ern im Regal, aber erst bin ich nicht dazu gekom­men, ihn zu lesen, und dann bei dem unge­mei­nen Erfolg des Buches hat­te ich kei­ne Lust ihn zu lesen, weil er mir zu mas­sen­taug­lich vor­kam. Und in der Tat da ist was dran.

Der Roman ist zwar sehr unter­halt­sam, sehr gut les­bar und die Geschich­te bleibt im Hin­ter­stüb­chen. Aber ich las ihn so, dass man es mit zwei gestör­ten Haupt­fi­gu­ren zu tun hat, die Greu­el­ta­ten der Nazis schei­nen mir eine nicht so vor­der­grün­di­ge Geschich­te zu sein. Und eben zu die­sen Figu­ren gibt es kei­ne abschlie­ßen­de Betrach­tung, wie auch, wenn einer der zwei die Geschich­te erzählt.

Vor dem Lesen des Romans habe ich Tei­le der Ver­fil­mung gese­hen, die mich etwas an Das Leben der Ande­ren erin­ner­te, wobei ich jenen Film bes­ser fand und fin­de, und er kam mir auch sehr kit­sch­nah vor. Im Buch gibt es die mei­nes Erach­tens inter­es­san­te Pro­ble­ma­tik, dass der Haupt­ak­teur nach­fol­gen­de Bezie­hun­gen eben wegen der ers­ten Bezie­hung nicht ange­mes­sen ein­ge­hen kann und so zu einer Art lee­ren Hül­le ver­kommt. Ich glau­be, der Film über­geht die­sen Teil des Buches.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

War­um hat die SPD bei der Bun­des­tags­wahl so mau abge­schnit­ten? Auch wegen Stein­brücks Stin­ke­fin­ger meint Sig­mar Gabri­el. Ist aber wohl auch gera­de unge­fähr­lich, auf den drauf­zu­hau­en.

Ulrich Horn unkt, NRW-CDU-Chef Laschet könn­te nach Ber­lin gehen.

BKA-Chef Zier­ke hät­te ger­ne neben der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung eine Mel­de­pflicht für die Benut­zung von Tor.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Hat die Poli­tik eigent­lich noch was gegen Total­über­wa­chung, wenn das Han­dy der Kanz­le­rin aus­ge­nom­men wird? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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