Guten Morgen

Morgenkaffee

Bun­desin­nen­min­is­ter Friedrich möchte sich trotz seinen boden­losen Äußerun­gen in der NSA-Affäre nicht zurück­treten. Hätte mich auch gewun­dert.

Fluter inter­viewt den Face­book-Dichter Aboud Saeed, dessen erstes E-Book ist vor kurzem auf Deutsch erschienen ist.

Die Physik­erin Inge Schmitz-Feuer­hake erzählt davon, wie ihre Recherchen rund um die Gefahren von Atom­en­ergie für die Bürg­er dieses Lan­des zu Angriffe auf ihre Per­son führten: Ein krim­i­nal­is­tis­ches Lehrstück. [via]

Und während ich mir die Frage stelle: Hätte Friedrich über­haupt Rück­grad genug für einen Rück­tritt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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de Guillaume, Andre — Wie man ein Genie wird

Eines dieser Exem­plare ist der Schmök­er Wie man ein Genie wird: Das Hand­buch für ange­hende Über­flieger
von André de Guil­laume, über­set­zt aus dem Englis­chen von Petra Trinkaus. Das Buch erge­ht sich eigentlich nur in Eigen­willigkeit­en und Anek­doten berühmter Män­ner. Das ist ganz nett zu lesen, kurzweilig, aber irgend­wie nicht erhel­lend. Ein paar Schmun­zler sind aber drin.

Er ist also durch seine Inten­tion, die hüb­sche Machart und durch hin und wieder inter­es­sante Anek­doten ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Schröder, Atze — Und dann kam Ute

Atze Schröders erster Roman . Abgepackt in kurze Episo­den erin­nert der Schmök­er etwas an Und dann kam Pol­ly und hat gefühlt densel­ben Plot: Charis­ma­tis­che Sie bringt helden­haften und ver­mö­gen­den Ihn unter ihre Fit­tiche. Span­nungsärmer wär’s wohl nicht gegan­gen. Manch­mal taucht unser Ems­det­ten­er Komik­er aus dieser selb­stver­liebten Labergeschichte auf und bringt Schmun­zel­bares wie

Als ich beim Pinkeln in den Spiegel schaute, sah ich so fer­tig aus wie Hel­mut Schmidt nach ein­er Elek­trozi­garette.

aber, das ist rar gesät, der Witz verbleibt im Metapho­rischen und wird gerne mal wieder­holt für alle, die es beim ersten Mal noch nicht ver­standen haben. Oder sollen so Run­ning Gags angeleiert wer­den?

Der Schmök­er ist wegen guter Les­barkeit, flot­tem Tem­po und den paar Witzchen ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

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Wischmeyer, Dietmar und Oliver Welke — Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk

… Deutsche Helden pri­vat , geschrieben teils von Oliv­er Welke, teils von Diet­mar Wis­chmey­er, und daher teils lang­weilend unin­spiri­ert und teils unter­halt­sam bis höch­stamüsant.

Wis­chmey­er hat diese Por­trait­form in der ARD mal vorge­führt, unge­fähr so funk­tion­ieren die guten Por­traits, wenn sich auch die Stilmit­tel ab und an wieder­holen und somit dem Leser bekan­nt vorkom­men.

Ander­er­seits ver­ste­ht es Wis­chmey­er, Promi­nente an ihrer Achilles­verse, der Eit­elkeit, zu tre­f­fen und sein Pub­likum mit einem einzi­gen Satz in schal­len­des Gelächter zu ver­set­zen. Wie hier bei Ger­hard Schröder:

Wenn Schröder mor­gens das Bad ver­lässt, dann ist er sich­er, dass sein Bild im Spiegel noch minuten­lang ver­har­rt, ehe es erlis­cht.

Den meis­ten Spaß mit dem Schmök­er hat man, wenn man sich ein­ge­le­sen hat und die Beiträge von Welke erken­nen und über­sprin­gen kann. So ist das Buch wegen halb­wegs witzigem Inhalt ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich bei ein­er Wer­tung des einen Autors mit zwei und des anderen Autors mit vier von fünf möglichen Klorollen:

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