Buwalda, Peter — Bonita Avenue

Mehr als 300.000 Mal wur­de die­ser Schmö­ker allei­ne in den Nie­der­lan­den ver­kauft. Es han­delt vom Ensche­der Hoch­schul­leh­rer Sie­ri­us, des­sen Kin­der sei­ner Patchwork-Familie im Erwach­se­nen­al­ter Pro­ble­me machen, was als heil­lo­se, gewalt­vol­le und sexu­el­le Kata­stro­phe sein Leben zer­stört.

Der Ver­gleich mit Jona­than Fran­zen hinkt, denn bei Boni­ta Ave­nue

han­delt es sich weni­ger um eine gesell­schaft­li­che Ana­ly­se über eine Fami­lie als um die Ody­see eines fami­liä­ren Nie­der­gangs. Im Nie­der­län­di­schen reißt der Roman durch sei­ne Wort­ge­walt mit, wel­che in der deut­schen Über­set­zung lei­der oft­mals holp­rig daher kommt. Man braucht sicher­lich einen län­ge­ren Atem, um mit dem Werk zurecht zu kom­men, aber es lohnt sich.
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Duve, Karen — Lexikon der berühmten Tiere

Das Sofa ist wohl nicht das ein­zi­ge Plätz­chen in den eige­nen vier Wän­den, an dem man ger­ne zur Lek­tü­re greift. Auch das stil­le Ört­chen wird ger­ne für einen Blick in Gedruck­tes genutzt. Das hat in unse­ren Wän­den dazu geführt, dass Gäs­te unse­res Lokus­ses sicher sein kön­nen, Lesens­wer­tes zu ent­de­cken.

Ein Klas­si­ker unter den Klo­lek­tü­ren ist das Lexi­kon der berühm­ten Tie­re. Von Alf und Donald Duck bis Pu der Bär und Ledas Schwan

von Karen Duve und Thies Vol­ker. In die­sem Stan­dard­werk [ hier eine Bespre­chung von Flo­ri­an Felix Weyh ], bei uns in der Aus­ga­be von 1999 aus­ge­legt, wird von alter­tüm­li­chen Gestal­ten wie den Eulen von Athen, Fabel­we­sen, Wer­be­fi­gu­ren wie dem Erd­al­frosch, Comic­fi­gu­ren wie Fix und Foxi bis hin zu rea­len Tie­ren wie For­tu­n­ée, dem Mops der Kai­se­rin Jose­phi­ne, so ziem­lich alles abge­grast, was man bis dato selbst gera­de noch in Erin­ne­rung hat.

Es ist also durch sei­ne Lus­tig­keit, durch die Erin­ne­rungs­mög­lich­keit und die inter­es­san­ten, neu­en Geschich­ten der Idea­le Beglei­ter auf unse­rem Don­ner­bal­ken und erhält folg­lich von fünf mög­li­chen Klo­rol­len:

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Fluss­kie­sel macht eine Blog­schau. Sehr schön, sehr schön, sehr schön. Blog­schau, schö­nes Wort.

Blei­ben wir gleich mal bei sei­ner Blog­schau: Kos­ten­stel­le ist auch so ein schö­nes Wort. Gera­de, wenn man wie Vol­ker Strü­bing ver­sucht, bei der Bahn etwas Milch für sei­nen Kaf­fee zu bekom­men.

Apro­pos Kaf­fee: Ben stellt fest, dass Kaf­fee­voll­au­to­ma­ten — auch so ein Wort, fast wie Ver­kos­tung — zusätz­lich zur eigent­li­chen Auf­ga­be zum Nör­geln ani­mie­ren.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Ist eigent­lich Carl Gott­lieb Herings “C-A-F-F-E-E/ trink nicht so viel Kaffee/nicht für Kin­der ist der Türkentrank/schwächt die Ner­ven, macht dich schwach und krank/sei doch kein Muselman/der es nicht las­sen kann.” schon poli­tisch kor­rekt eli­mi­niert wor­den? hole ich mir erst­mal noch etwas von die­sem kof­fe­in­hal­ti­gen Heiß­ge­tränk.

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