Guten Morgen

Morgenkaffee Der die Zeu­gen Jeho­vas ver­lassen habende Autor von geistigkrank.wordpress.com hat dem Radiosender Fritz Rede und Antwort ges­tanden.

Bei Sofaschmök­er habe ich die Rubrik Klolek­türe etwas verselb­ständigt.

Malte Weld­ing sam­melt die hässlich­sten Begriffe der deutschen Sprache.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind Begriffe an sich hässlich oder nur mit der ver­bun­de­nen Inten­tion? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Eine Runde Schmökern mit Tatjana Moltchanova

_MG_9570

Hier bei uns in Deren­dorf ist trotz der explodieren­den Immo­bilien­preise und dem Anstieg der Möchte­gern-Cool­ness Einiges noch boden­ständig geblieben. Dazu gehört auch eine von den fünf Fil­ialen des Beschäf­ti­gungs- und Arbeit­spro­jek­tes “Cash & Raus” in der Kaiser­swerther Straße.

Im Rah­men des Pro­jek­tes wird unter anderem Men­schen mit sozialen Schwierigkeit­en eine Qual­i­fika­tion sowie eine Inte­gra­tion in die Beruf­swelt ange­boten.

Das Konzept von “Cash & Raus” beste­ht darin, Möbel­spenden abzu­holen oder Woh­nungsauflö­sun­gen durchzuführen, und anschließend das, was noch zu gebrauchen ist, in den Fil­ialen zu verkaufen.

Bei den Woh­nungsauflö­sun­gen ist manch­mal das eine oder andere Buch dabei, so dass sich im Laufe der Jahre ein beträchtlich­es Bücher­regel ange­sam­melt hat. Oft­mals sind es abge­grif­f­ene Taschen­büch­er, manch­mal auch Hard­cov­er, und wenn man etwas länger rum­schmök­ert, find­et man das ein oder andere Schätzchen, nach dem man schon länger gesucht hat. Und das Ganze dann oft­mals zu einem unschlag­baren Preis von nur 50 Cent.

Weiterlesen

Wischmeyer, Dietmar und Oliver Welke — Frank Bsirske macht Urlaub auf Krk

… Deutsche Helden pri­vat , geschrieben teils von Oliv­er Welke, teils von Diet­mar Wis­chmey­er, und daher teils lang­weilend unin­spiri­ert und teils unter­halt­sam bis höch­stamüsant.

Wis­chmey­er hat diese Por­trait­form in der ARD mal vorge­führt, unge­fähr so funk­tion­ieren die guten Por­traits, wenn sich auch die Stilmit­tel ab und an wieder­holen und somit dem Leser bekan­nt vorkom­men.

Ander­er­seits ver­ste­ht es Wis­chmey­er, Promi­nente an ihrer Achilles­verse, der Eit­elkeit, zu tre­f­fen und sein Pub­likum mit einem einzi­gen Satz in schal­len­des Gelächter zu ver­set­zen. Wie hier bei Ger­hard Schröder:

Wenn Schröder mor­gens das Bad ver­lässt, dann ist er sich­er, dass sein Bild im Spiegel noch minuten­lang ver­har­rt, ehe es erlis­cht.

Den meis­ten Spaß mit dem Schmök­er hat man, wenn man sich ein­ge­le­sen hat und die Beiträge von Welke erken­nen und über­sprin­gen kann. So ist das Buch wegen halb­wegs witzigem Inhalt ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich bei ein­er Wer­tung des einen Autors mit zwei und des anderen Autors mit vier von fünf möglichen Klorollen:

Weiterlesen

Schröder, Atze — Und dann kam Ute

Atze Schröders erster Roman . Abgepackt in kurze Episo­den erin­nert der Schmök­er etwas an Und dann kam Pol­ly und hat gefühlt densel­ben Plot: Charis­ma­tis­che Sie bringt helden­haften und ver­mö­gen­den Ihn unter ihre Fit­tiche. Span­nungsärmer wär’s wohl nicht gegan­gen. Manch­mal taucht unser Ems­det­ten­er Komik­er aus dieser selb­stver­liebten Labergeschichte auf und bringt Schmun­zel­bares wie

Als ich beim Pinkeln in den Spiegel schaute, sah ich so fer­tig aus wie Hel­mut Schmidt nach ein­er Elek­trozi­garette.

aber, das ist rar gesät, der Witz verbleibt im Metapho­rischen und wird gerne mal wieder­holt für alle, die es beim ersten Mal noch nicht ver­standen haben. Oder sollen so Run­ning Gags angeleiert wer­den?

Der Schmök­er ist wegen guter Les­barkeit, flot­tem Tem­po und den paar Witzchen ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

Weiterlesen

de Guillaume, Andre — Wie man ein Genie wird

Eines dieser Exem­plare ist der Schmök­er Wie man ein Genie wird: Das Hand­buch für ange­hende Über­flieger
von André de Guil­laume, über­set­zt aus dem Englis­chen von Petra Trinkaus. Das Buch erge­ht sich eigentlich nur in Eigen­willigkeit­en und Anek­doten berühmter Män­ner. Das ist ganz nett zu lesen, kurzweilig, aber irgend­wie nicht erhel­lend. Ein paar Schmun­zler sind aber drin.

Er ist also durch seine Inten­tion, die hüb­sche Machart und durch hin und wieder inter­es­sante Anek­doten ein pass­abler Begleit­er auf unserem Don­ner­balken und erhält fol­glich von fünf möglichen Klorollen:

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Bun­desin­nen­min­is­ter Friedrich möchte sich trotz seinen boden­losen Äußerun­gen in der NSA-Affäre nicht zurück­treten. Hätte mich auch gewun­dert.

Fluter inter­viewt den Face­book-Dichter Aboud Saeed, dessen erstes E-Book ist vor kurzem auf Deutsch erschienen ist.

Die Physik­erin Inge Schmitz-Feuer­hake erzählt davon, wie ihre Recherchen rund um die Gefahren von Atom­en­ergie für die Bürg­er dieses Lan­des zu Angriffe auf ihre Per­son führten: Ein krim­i­nal­is­tis­ches Lehrstück. [via]

Und während ich mir die Frage stelle: Hätte Friedrich über­haupt Rück­grad genug für einen Rück­tritt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Das näch­ste kleine Pro­jekt ist aus der Taufe gehoben: Sofaschmök­er ist online mit Klolek­türe- und Schmök­ertipps. Und irgend­wann dem­nächst mal einem neuen kleinen Büch­lein.

Flusskiesel fängt mit Schnipseln an. Löblich. All das.

Glumm porträtiert seinen Vater. Berührend.

Und während ich mir die Frage stelle: Haben die Leute heutzu­tage mehr Angst vorm Bloggen, weil es so per­sön­lich-öffentlich-auswert­bar ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Alex Kahl hat sein Jahre­spro­jekt begonnen, das darin beste­ht den Brock­haus inner­halb eines Jahres durchzule­sen. Erin­nert mich etwas an dieses 60-Grad-Blog-Roman-Ding, das auch irgend­wie täglich geschrieben wer­dem sollte, let­zten Endes aber kläglich ver­sandete. Ich kann mir auch irgend­wie was Inspiri­eren­deres vorstellen, als 3 Stun­den täglich den Brock­haus unsys­tem­a­tisch durchzuack­ern.

Denis ver­ab­schiedet Lou Reed, Bate­man sich von den Iron Blog­gern Ost­west­falens.

So geht Ehrlichkeit auf Amerikanisch: Die NSA bespitzelt Merkel nicht. Wird das auch niemals nicht in Zukun­ft tun. (Nur *hust* bis gestern.):

Dem Bericht des „Wall Street Jour­nal“ zufolge ord­nete das Weiße Haus daraufhin an, dass die Überwachung Merkels und mehrerer ander­er betrof­fen­er Poli­tik­er eingestellt wer­den solle. In eini­gen Fällen sei dies zwar bere­its ange­ord­net, aber noch nicht umge­set­zt wor­den. […] Der NSA-Vertreter sagte dem „Wall Street Jour­nal“, es gebe der­art viele Abhörak­tio­nen, dass es unmöglich sei, Oba­ma über jede einzelne zu informieren.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird man in den Abhören­den Staat­en von Ameri­ka wohl noch ein­räu­men, dass man die Kon­trolle über die NSA ver­loren hat? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Guten Morgen

Morgenkaffee

Katha­ri­na Batz darüber, wieso man seinen Führerschein bess­er nicht mit sich führt — dann kann er auch nicht einge­sackt wer­den. Allerd­ings wird man bei ein­er Kon­trolle dann wahrschein­lich zu Fuß weit­er müssen.

Christoph Süß macht ger­ade bezüglich der Kan­z­lerin­nen­handyaf­färe genau das Richtige, und zwar die Aus­sagen der CDU-Poli­tik­er aus dem ver­gan­genen Som­mer aneine­nan­der­schrauben:

Und während ich mir die Frage stelle: Ist jet­zt noch nicht mal so ein Totalver­sagen für die Kan­z­lerin Image schädi­gend? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Weiterlesen

Eine Runde Schmökern mit Carsten Herkenhoff

Außer Haus

Wenn ich mal in meine Heimat­stadt komme, dann miste ich gerne die Büch­er­schränke mein­er Eltern aus und stelle die an die Luft geset­zten Schmök­er in den ort­san­säs­si­gen Büch­er­schrank. Das gibt einem die Gele­gen­heit, auch dort mal reinzuschauen, ob was Mit­nehm­bares eingestellt wurde. Das ist in Ibben­büren zwar nicht son­der­lich oft der Fall, kommt aber vor.

Auf dem Sofa

Ger­ade bin ich mit Peter Buwal­das Boni­ta Avenue durch, was schon ein ziem­lich­er Akt war, weil man ein­er­seits wis­sen wollte, wohin die Geschichte steuert, ander­er­seits die Geschichte nicht allzu ein­fach geschrieben ist und mitunter run­terziehend. Für den­jeni­gen, der bei sowas mitzieht, ist dies eine sehr unter­halt­same Lek­türe. Auf die Ohren gibt’s ger­ade Thomas Manns Der Zauber­berg, gele­sen von Gert West­phal. Wun­der­bar.

Lesegeräte

Für unter­wegs habe ich meinen E-Book-Read­er, sowie mein Smart­phone. Es ist mein drit­ter E-Book-Read­er, Nr. 1 ließ ich beim Zugausteigen in Magde­burg auf dem Fen­ster­sims liegen, Nr.2 wurde im Hand­schuh­fach eines Umzug-LKW vergessen.

Ich finde E-Book-Read­er den­noch unge­mein prak­tisch, weil ich viel unter­wegs bin und nun nicht mehr dutzende Büch­er mitschleppe, die ich auch auf dem Read­er mit­nehmen kann.

Auf dem Read­er schmökere ich ger­ade in Torsten Sträters Der David ist dem Goliath sein Tod. Mich über­rascht, dass man auch ohne Sträters Vor­trag — eigentlich ist er Slam Poet oder sowas — dur­chaus bei den Geschicht­en zum Lachen geneigt ist. Ein paar Geschicht­en sind auch lahm, oft ist irgend­wie keine Tiefe da, aber für unter­wegs ist der Schmök­er ganz großar­tig. Auf meinem Handy find­et sich ger­ade Fer­di­nand von Schier­achs Ver­brechen. Das finde ich zwar moral­sich etwas ver­loren, aber beim Zah­narzt ist es eine bessere Lek­türe als die Lesezirkeldinger. Und da es sich um kurze Episo­den han­delt, kann man auch nach einem hal­ben Jahr Nicht­beach­tung wieder ein­steigen.

Weiterlesen