Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Archiv für den 12. April 2013

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ingo Arend weist dar­auf hin, das das Rijks­mu­se­um in Ams­ter­dam wie­der­eröff­net wird, wenn auch eine kri­ti­sche Selbst­re­fle­xi­on der Muse­ums­ma­cher aus­blie­be. Ver­gan­gen­heits­be­wäl­ti­gung ist aber ist ohne­hin kei­ne Stär­ke der Niederländer.

In Arkan­sas ist irgend­wie in Wohn­ge­bie­ten Öl aus­ge­lau­fen. EXXON ist an einer Infor­ma­ti­ons­ver­brei­tung hier­zu wohl nicht son­der­lich interessiert.

Ges­tern hat­te ich es ja noch über die schwa­chen Tex­te des Spie­gels, die­ser reiht sich ein: Der Münchenhausen-Check, wobei der Autor offen­bar gar nicht ver­steht, wor­auf Eri­ka Stein­bach mit Wer schützt eigent­lich die Ver­fas­sung vor den Ver­fas­sungs­rich­tern? anspielt. Bes­ser­wis­se­ri­sches, unge­bil­de­tes Blabla.

Thier­ry Cher­vel meint, der SPIEGEL habe grö­ße­re Bau­stel­len zu bewäl­ti­gen als die Beset­zung der Chefredakteursposten.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wird es eine SPIEGEL-Wende geben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lauter Loser

Neu­lich traf ich Gott in mei­ner Stamm­knei­pe und zwi­schen Bier und Korn kamen wir ins Gespräch.

Sag mal, was ist denn da oben eigent­lich los? Ein spar­süch­ti­ger Argen­ti­ni­er wird Papst, durch die Wirt­schaft ver­lot­tert die Moral und das Wet­ter passt doch auch vor­ne und hin­ten nicht.”

- “Ach, hör bloß auf!”

Na, sag doch!”

- “Das war damals wun­der­bar geplant: Die Moral wird an die Kir­che out­ge­sour­ced und wir kön­nen uns da oben einen schö­nen Lenz machen, uns mehr um das Gro­ße und Gan­ze küm­mern, du verstehst?”

Das Gro­ße und Ganze?”

– “Ich woll­te eine zwei­te Welt erschaf­fen, mit weni­ger Bugs. So mit stär­ke­rem Pro­zes­sor, aber die­ses Mal intern, nicht extern, ver­stehs­te, gei­le­rer Gra­fik sowie­so, aktu­el­le­re Netz­werk­tech­nik, bes­se­re Kon­den­sa­to­ren, sowas halt – und irgend­wo energiesparender.”

Wor­an haper­te es denn?”

– “Ja, konn­te unser­eins denn ahnen, dass man wegen dem Alt­teil da immer um Sup­port gebe­ten wer­den? Dau­ernd zankt sich wer, dau­ernd ver­zwei­felt wer, dau­ernd wun­dert sich einer, dass er das Teil wirk­lich kaputt machen kann, wenn er nur will. Und um die Wei­ter­ent­wick­lung küm­mert sich kei­ner so recht, nur um Unterhaltung.”

Aber die Reli­gio­nen ver­su­chen ja immer­hin, den Laden zusam­men zu halten.”

- “Ja, genau! Was die Reli­gio­nen sich da zusam­men­spin­nen, das hälst du doch im Kopf nicht aus. Das soll angeb­lich alles auch noch gesagt und befoh­len haben. Na, schö­nen Dank auch. Als hät­te ich nichts bes­se­res zu tun als tau­send­sei­ti­ge Betriebs­an­lei­tun­gen raus­zu­ge­ben. Und da soll ich mich auch noch ums Wet­ter küm­mern. Ja, bin ich denn der Haus­meis­ter, oder was? Ich habe sowas kom­ple­xes wie die Erd­an­zie­hungs­kraft ertüf­telt, aber auf die Idee, einen Haus­meis­ter ein­zu­stel­len, bin ich nicht gekom­men, oder was? Ich hab’ ein­fach kei­ne Lust mehr. Macht euern Kram doch alleine.”

Betrübt schau­te ich auf die trock­nen­den Bier­schaum­spu­ren am obe­ren Rand mei­nes Gla­ses bis mich der Glä­ser put­zen­de Bar­kee­per antipp­te: “Lass ihn ein­fach, heu­te ist nur einer die­ser Tage.”

Lesezeichen vom 12. April 2013

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