Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Archiv für März 2013

Guten Morgen

Morgenkaffee

Haben Sies es auch gemerkt? Heu­te ist ein papst­frei­er Tag und es kommt immer noch Strom aus der Steck­do­se. Aber bald kommt ja wei­ßer Rauch, dass ist so sicher wie das… na, Sie wis­sen schon.

Na, das Leis­tungs­schutz­recht. Was dach­ten Sie denn? Da kann es noch so vie­le Rechts­un­si­cher­hei­ten geben, die man damit ein­geht, der gemei­ne Kon­ser­va­ti­ve steht stramm zu sei­nem Frak­ti­ons­zwang, dann braucht er sein Hirn gar nicht erst ein­schal­ten.

Na gut, man­che bewe­gen sich doch. Zum Bei­spiel Clint East­wood, der die Homo-Ehe befür­wor­tet, weil es

kei­ne legi­ti­me, auf Tat­sa­chen beru­hen­de Recht­fer­ti­gung für eine Anders­be­hand­lung gleich­ge­schlecht­li­cher Paare

gäbe. Geht doch.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Was pas­siert der Welt eigent­lich ohne Papst? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Jumping the shark: Homeland

Jumping the shark

Jetzt mal zu der Serie, wegen der ich über­haupt zum Idi­om Jum­ping the Shark zurück­grei­fe: Home­land. Gera­de auf Sat1 gestar­tet erreicht die Kriegs­ge­schich­te immer­hin halb so vie­le Zuschau­er wie in den USA selbst. In den USA läuft die Serie auf dem Sen­der Show­time, was die merk­wür­dig klei­ne Zahl von durch­schnitt­lich nicht ein­mal 2 Mio. Zuschau­ern erklärt.

Der Start der Serie ist zuge­ge­be­ner­ma­ßen ful­mi­nant, es wird das ame­ri­ka­ni­sche Kriegs­ge­ba­ren als zwei­schnei­dig dar­ge­stellt, vie­le der invol­vier­ten Per­so­nen lei­den an einer durch die­se Kriegs­um­stän­de beein­träch­tig­ten Psy­che. Was in der ers­ten Staf­fel noch nicht so auf­fällt: Der Serie fehlt eine vom Aus­gangs­ge­dan­ken wei­ter­ge­führ­te Grund­ge­dan­ke. Was soll die Serie eigent­lich erzäh­len? Einen Polit­thril­ler oder ein Kriegs­dra­ma? Irgend­wann zer­fa­sern Erzähl­strän­ge und die Geschich­te kol­la­biert in der 10ten Fol­ge der zwei­ten Staffel:

Eige­nes Fenster

Erzähl­tech­nisch ist die Prot­ago­nis­tin wie­der ihrer krank­heits­be­ding­ten Über­spannt­heit aus­ge­setzt, die Toch­ter des Über­läu­fers labo­riert an einem Auto­un­fall, des­sen Fol­gen offen blei­ben, der Haupt­ter­ro­rist wird in einer düs­te­ren Lager­hal­le auf­ge­spürt und zur Stre­cke gebracht und der Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat stirbt, indem sein Herzchritt­ma­cher fen­ge­steu­ert über­tak­tet wird. Zu vie­le Hand­lungs­strän­ge, die offen gelas­sen wer­den, um sie irgend­wann viel­leicht ein­mal wie­der auf­zu­neh­men. Dabei geht ver­lo­ren, irgend­ei­nen davon span­nend zu verfolgen.

Viel­leicht kratzt man in der kom­men­den drit­ten Staf­fel noch ein­mal die Kur­ve. Die ohne Cliff­hän­ger zu Ende gegan­ge­ne zwei­te Run­de der Serie ist schlicht die Pus­te aus­ge­gan­gen – oder die guten, ein­falls­rei­chen Schreiber.

Jumping the shark: Roseanne

Jumping the shark

Es ist mal wie­der Zeit, sich an einem ame­ri­ka­ni­schen Idi­om abzu­ar­bei­ten: Jum­ping the shark. Dies ist die Bezei­chung des Zeit­punkts, an dem durch eine Ände­rung eine Serie am Leben gehal­ten wer­den soll, was aller­dings gründ­lich schief geht. Wit­zi­ger Wei­se trifft man oft­mals auf genau so einen Punkt oder zumin­dest fin­det man eine irri­tie­ren­de Ände­rung. Dass genau dadurch die Serie kippt muss nicht hier­mit ein­her­ge­hen, tut es gefühlt aber den­noch oft.

Die Bezeich­nung lei­tet sich von die­ser Sze­ne der Serie Hap­py Days ab, durch die erfolg­los ver­sucht wur­de, ver­lo­re­ne Zuschau­er wie­der zu gewinnen:

Ziem­lich häu­fig gibt es bei sowas Gegen­mei­nun­gen, aber bei Rose­an­ne, mit der heu­te ange­fan­gen wird, scheint der Fall ziem­lich klar. Die Serie springt, als das gan­ze Kon­zept der Serie rund um eine Unter­schicht­fa­mi­lie mit dem Lot­te­rie­ge­winn hopps genom­men wird:

Ich für mei­nen Teil habe die Serie schon vor­her nicht mehr gese­hen, viel­leicht liegt dem­nach der Knack­punkt schon frü­her. Deut­li­cher als die­se Ände­rung wird er aber wohl nicht sein, mit der die gan­ze Boden­stän­dig­keit, das Kern­ele­ment der Serie, ver­lo­ren geht.

Lesezeichen vom 1.März 2013

Lesezeichen vom 2.März 2013

Lesezeichen vom 3.März 2013

Guten Morgen

Morgenkaffee

Film­re­gis­seur Diet­rich Brüg­ge­mann pol­tert gegen die Ber­li­ner Schu­le, die aus­führ­li­che Rücken­an­sich­ten mit Tief­gang verwechsle.

Nico­le Wal­ter hat einen ganz inter­es­san­ten Text über Netz­neu­tra­li­tät geschrieben.

Kon­stan­tin Klein hat in sei­nen Blog eine Aus­schluss­ver­fü­gung gegen Ver­la­ge als eige­nes Leis­tungs­schutz­recht eingebaut.

Ist auch schön, mal Poli­ti­kern Nach­hil­fe in Poli­tik zu geben. “Wer schützt eigent­lich unse­re Ver­fas­sung vor den Ver­fas­sungs­rich­tern?” frag­te Eri­ka Stein­bach auf Twit­ter. Na, z.B. der Euro­päi­sche Gerichts­hof für Men­schen­rech­te. Gene­rell zielt die Fra­ge selbst­re­dent auf die Gewal­ten­tei­lung, wobei das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in die­ser Hin­sicht die frag­wür­di­ge Son­der­stel­lung hat, in Poli­tik ein­grei­fen zu kön­nen — was genau genom­men gegen die Gewal­ten­tei­lung geht. Aber viel­leicht soll­te man den Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, deren gene­rel­le Aus­sa­ge ist, dass die ver­han­del­ten Posi­tio­nen der CDU gegen das Grund­ge­setz ver­sto­ßen, doch bes­ser inhalt­lich angehen.

Ande­rer­seits geht es der CDU gerage dar­um, Front gegen die Gleich­stel­lung der so genann­ten Homo-Ehe gegen­über der nicht so genann­ten Hetero-Ehe zu machen. Dort prescht ein Vol­ker Kau­der vor, der meint es sei ziem­lich gewagt, zu behaup­ten, das Kin­des­wohl sei in homo­se­xu­el­len Bezie­hun­gen nicht nega­tiv betrof­fen. Was wider­um bedeu­tet, dass Vol­ker Kau­der meint, dass Kin­des­wohl sei sehr wohl nega­tiv betrof­fen? Ich wür­de letz­te­res ja eher als ziem­lich gewagt bezeich­nen. Ihr mögt kei­ne Schwu­len, sagt’s doch einfach.

Beet­le­bum nun auch in bunt: Guten-Morgen-Ornithologie.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Seit wann ist die CDU so weit, dass man von der Ley­en und Schäub­le als modern bezeich­nen soll­te? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 4. März 2013

Guten Morgen

Morgenkaffee

Frau Mer­kel lässt auf der CeBit ihre Wahl­ver­spre­chen unter den Tisch fal­len: Bis 2010 soll­te in Deutsch­land über­all Breitband-Internet ver­füg­bar sein. 

Wer hat’s gemacht? Die FDP setzt sich mit den Schön­fär­be­rei­en im Armuts­be­richt der Bund­e­re­gie­rung durch.

Peer Stein­brück hat wohl gera­de auf der CeBit irgend­was von der Über­ar­bei­tung des Leis­tungs­schutz­rechts erzählt. Na, dann.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wen fängt man den wahl­kampf­tech­nisch auf der CeBit ein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Lesezeichen vom 6. März 2013

März 2013
Mo Di Mi Do Fr Sa So
« Feb   Apr »
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031
Pinnwand
Schriftgröße
Vor 5 Jahren
Seite 1 von 3123