Guten Morgen

Morgenkaffee

Als his­torisches Ereig­nis sei es fest­ge­hal­ten: Köni­gin Beat­rix tritt ab. Hof­fentlich gibt’s leck­er Mit­tagessen zum Abschied.

John Ker­ry erzählt von seinen Kind­heit­serin­nerun­gen an die DDR.

Auch bei der Süd­deutschen lässt man die Unschuldsver­mu­tung hopps gehen und rät Rain­er Brüder­le zum Eingeständ­nis sein­er Fehler.

Maris­sa May­er hat bei Yahoo den Umsatz erhöht und den Gewinn reduziert.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist für Yahoo ein Gewin­nrück­gang schon ein Erfolg? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die #auf­schrei-Debat­te hat das soge­nan­nte web2.0 selb­st erre­icht, wenn auf einem anony­men Blog ein ange­blich­er Text von Julia Seel­iger über­nom­men wird, indem sie sich gegen diejeni­gen posi­tion­iert,

die sich dann zur re-pub­li­ca groß hin­stell­ten und die fem­i­nis­tis­che Wende verkün­de­ten.

So sei sie nie in die inneren Kreise, in denen ihr dama­liger Fre­und Markus Beckedahl verkehre, zuge­lassen wor­den, obwohl sie im Umfeld Hil­f­sar­beit­en über­nom­men hätte,

Fick­en kon­nte Beckedahl mich dafür immer, auch mal, als ich Nein sagte

- was allerd­ings eine eige­nar­tige und dadurch sehr angreif­bare Gegenüber­stel­lung ist. Ange­blich ist Seel­iger wegen dieses Artikels mit Anwäl­ten gedro­ht wor­den, weswe­gen sich der Text nicht mehr bei ihr selb­st find­et. Und ob sie tat­säch­lich, wie es im anony­men Blog nahe gelegt wird, sagen wollte, Beckedahl habe sie verge­waltigt, ist bei diesem Tweet auch etwas fraglich.

Melanie Mühl hat sich gestern Gün­ter Jauch ange­se­hen, wozu ich mich noch nie aufraf­fen kon­nte, und hat einen ähn­lichen Fisch wie Seel­iger am Hak­en:

Alice Schwarz­er hat­te mit ihrer Fest­stel­lung recht, dass das Prob­lem viel­er junger Frauen darin beste­he, dass ihnen stets sug­geriert wor­den sei, sie lebten in ein­er Welt, in der Män­ner und Frauen gle­ich­berechtigt sind und Erfolg nur eine Frage des Wil­lens und des Fleißes ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Wer glaubt denn sowas? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Stern-Brüder­le-Auf­mach­er hat auf Twit­ter zur ein­er Welle des Erzäh­lens von sex­uellen Über­grif­f­en unter der Beze­ich­nung #auf­schrei geführt.

Robert Basic spöt­telt über die Behaup­tung, Blogs seien in der Krise.

Man sucht weit­er in Kinder­büch­ern nach Polit­i­cal Incor­rect­ness.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist es nicht unfair, neben den Kinder­büch­ern nicht auch Kant umschreiben zu wollen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der STERN wirft Rain­er Brüder­le Auf­dringlichkeit vor und preist den Mag­a­z­i­nar­tikel mit diesem Artikel an, bei dem allerd­ings nicht klar wird, wieso der STERN diese ange­bliche Begeben­heit vor einem Jahr auf diese Weise skan­dal­isiert.

Heino covert mod­erne Pop- und Rock­songs und zieht sich die Wut der Kün­stler auf sich. Gar nicht so schlimm, finde ich.

Bei der CNN fragt man bei twee­t­enden Stu­den­ten während eines Amok­laufs erst­mal, ob die Stu­den­ten nicht Fotos rüber­schick­en kön­nen.

In Aus­tralien sind riesige Ölvorkom­men gefun­den wor­den. Um es mit Fefe zu sagen:

Tut mir ja leid für die armen Aus­tralier. Jet­zt kom­men bes­timmt die Amis und brin­gen Demokratie.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann bringt der STERN denn mal wieder was Inves­tiga­tives? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Wie Jörges Kubicki entzauberte

Die gestrige Folge von Markus Lanz war über­raschend gut. Und nein, das hat­te nichts mit dem Mod­er­a­tor zu tun, der hat das warschein­lich gar nicht gemerkt. Wenn die Sendung passend nach dem Mod­er­a­tor ben­nant wor­den wäre, würde sie auch Voll daneben heißen oder sowas. In der Sendung trat­en der Jour­nal­ist Hans-Ulrich Jörges und der FDP-Poli­tik­er Wolf­gang Kubic­ki auf und Lanz stand immer­hin nicht im Weg – ver­mochte es aber auch nicht, den Knack­punkt der Sendung zu erken­nen und in den Fokus zu stellen. Für den Zuschauer ist die Aus­gangslage ein­er so beset­zten Sendung schon mal schwierig: Das sich immer wieder­holende Fernse­hen wartet mit wieder­holt auftre­tenden Gästen auf, Jörges und Kubic­ki sind da Parade­beispiele. Den­noch war es dieses Mal anders.

Hans-Ulrich Jörges ist nicht grundsym­pa­th­sisch. Dafür ist er zu hek­tisch, dafür ist er von sich selb­st zu begeis­tert, dafür trifft er manch­mal nicht den Punkt genau genug, dafür ist seine Art zu kauzig.

Der #Jörges ist aber auch schw­er zu ertra­gen #Lanz

— Sven Hen­nig ✈ (@svhennig) Jan­u­ar 22, 2013

Das muss aber nicht bedeuten, dass er immer unbe­d­ingt falsch liegt. Manch­mal ist auch er auf der richti­gen Spur. Gestern nagelte er ohne Hil­fe des Mod­er­a­tors oder anderen Anwe­senden Wolf­gang Kubic­ki fest und wirk­te dabei unsym­pa­thisch wie eh und je. Wer nimmt schon den lusti­gen Wolf­gang Kubic­ki in den Schwitzkas­ten? Ja, wer eigentlich – außer Hans-Ulrich Jörges?

Die Argu­men­ta­tion­slage zwis­chen Jörges und Kubic­ki war ger­adezu klas­sisch: Drän­gen Sie jeman­den in die Ecke und ver­suchen Sie ihm das Stand­bein wegzuhauen. Wenn das klappt, haben Sie die Argu­men­ta­tion gewon­nen. Wolf­gang Kubic­ki stellte sich gestern auf sein symp­taschies, qua humor­volles Rhetorik-Stand­bein, mit dem er sym­pa­tis­ch­er rüberkommt als Jörges. Aber genau das ent­larvt ihn.

Aber worum ging es über­haupt? Die Diskus­sion rank­te um den Zus­tand der FDP rund um die Nei­der­sach­sen-Wahl. Kubic­ki stellte es so dar, als gäbe es keine Über­raschun­gen, als wäre die Rösler-Brüder­le-Cha­rade seit Wochen abge­sprochen und geplant. Die FDP als über­legene Wise-Men-Frak­tion. Was für ein schönes Bild. Jörges hob als einziger in die Kerbe, dass diese Darstel­lung nicht überzeu­gend sei, genauer: Das diese Darstel­lung nicht wahrheits­gemäß sei.

Wie auch? Bei der Nieder­sach­sen­wahl ging es medi­al darum, ob Philip Rösler gestürzt werde. Den Ein­druck, dass dieser wack­ele, erweck­ten Poli­tik­er wie Rain­er Brüder­le und Dirk Niebel. Das war keine medi­ale Erfind­ung. Dass es Quere­len um die per­son­elle Auf­stel­lung gab, bezeu­gen FDP-Poli­tik­er. Dass Philipp Rösler im Zuge der Auf­stel­lung Brüder­les zum Spitzenkan­di­dat – eine Posi­tion, die es für Zip­pert in der FDP gar nicht gibt – seinen Parteivor­sitz zur Ver­fü­gung stellte, bezeu­gen ange­bliche innere Kreise der FDP. Solche unbe­nan­nten Per­so­n­en sind natür­lich leichte Angriff­sziele.

Und genau auf diese Infor­ma­tion­squelle schoss sich Kubic­ki ein. Man solle doch eher ihm glauben als Infor­ma­tion­squellen, die genau­sogut erfun­den sein kön­nten und nicht alle Darstel­lun­gen von FDP-Poli­tik­ern seien kon­form. Deswe­gen solle man ihm, den wahrhaftig dort Sitzen­den, glauben. Dass es ihm allerd­ings näher ste­hen dürfte, seine Partei in schönem Licht darzustellen, als kri­tisch zu beleucht­en, kann sich jed­er aus­rech­nen.

Kubick­is Darstel­lung des inner­nen Kreis­es der FDP als medi­ale Spin doc­tors ist so reizend wie unglaub­würdig. Nie­mand Promi­nentes außer ihm in der FDP hat der Darstel­lung wider­sprochen, Rösler habe nicht seinen Führungsposten zur Ver­fü­gung gestellt. Jörges haute genau in diese Kerbe: Wenn die Cha­rade aus­gemacht gewe­sen wäre, hätte Rösler nicht sein Amt zur Ver­fü­gung stellen müssen. Tre­f­fer, versenkt.

Kubic­ki ver­suchte noch ad audi­tores, Jörges als spekulieren­den Kaf­feesat­zleser darzustellen, der ohne dabei gewe­sen zu sein bess­er Bescheid zu wis­sen glaubte, als Per­so­n­en, die dabei waren. Das machte Jörges zwar noch hand­kne­tend nervös, überzeugte allerd­ings höch­stens noch Markus Lanz. Sach­lich hat­te Kubic­ki da schon längst ver­loren.

Der Auftritt der FDP in let­zter Zeit, der mit seinen Quere­len und Führungs­de­bat­ten ungeschlossen wirk­te, zeugte eher von Ungeschlossen­heit als von medi­alem Spin­dok­toren­tum. Bliebe die Frage, ob es schw­er­er wiegt, wenn die FDP sich selb­st täuscht oder das Pub­likum. Über­lassen wir das doch ein­fach mal den spin­nen­den Dok­toren der FDP.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Dok­torver­lust von Bun­des­bil­dungsmin­is­terin Anette Scha­van zieht sich wohl noch etwas: Die Uni­ver­sität Düs­sel­dorf leit­et offiziell ein Ver­fahren zur Aberken­nung ihres akademis­chen Grades ein, was für sich genom­men schon Grund genug für einen Rück­tritt ist. Zwar sei es ein ergeb­nisof­fenes Ver­fahren, so ein Uni­ver­sitätssprech­er, allerd­ings sprechen eine über­lange Auseinan­der­set­zung gestern und die Veröf­fentlichung des 14:1-Stimmenverhältnisses bezüglich der Ein­leitung des Ver­fahrens, eine andere Sprache, als dass bish­er nicht inhaltlich bew­ertet wor­den wäre.

Na sowas: Twit­tern macht schlank.

Der Guardian titelt, der Vatikan habe dank Mus­soli­ni gebäude­tech­nisch expandiert.

Und während ich mir die Frage stelle: Auf was für Schul­tern ste­ht eigentlich die katholis­che Kirche? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

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Sigrid Löf­fler bespricht Jonathan Franzens neues Buch Weit­er weg. Franzens Selb­st­be­sessen­heit sei steter Quell sein­er Inspi­ra­tion.

Für alle, denen der Fernseh-Tatort immer lang­weiliger vorkommt: Der neue Radio-Tatort ist raus: Kon­ter­mann.

Markus testet Flens­burg­er Win­ter­bock auf Brock­haus.

Und während ich mir die Frage stelle: Sollte man jet­zt den Franzen nicht kaufen, um seine Selb­st­be­sessen­heit nicht zu fördern? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Morgenkaffee

Die Scher­ben nach der Wahl in Nieder­sach­sen: Die FDP erscheint als kom­pe­ten­zlose Lob­by­partei, die nur der Gnade der CDU wegen in den Land­tag kommt. Chris­t­ian Lind­ner macht den Stoiber. Pirat­en und Linke versinken im Nie­mand­s­land, was aber außer ihnen selb­st nie­man­den stört. CDU-Spitzenkan­di­dat McAl­lis­ter kann auch gegen einen aus­sagelosen Nobody von der SPD keine Wahl gewin­nen, damit wird er zwar nicht unbe­d­ingt zu

aber eben auch nicht zu einem starken Mann neben Merkel.

Frank Lüb­berd­ing haut raus, bei der WAZ habe man den Unter­schied zwis­chen Klopa­pi­er und Zeitung nicht ver­standen.

Tat­jana hat Gogol ans Frieden­splätzchen gebracht.

Beim ZDF muss man ein­se­hen, dass sich zwar ein 8-Mil­lio­nen-Pub­likum nett anhört, dass es aber auch aus lauter Cindy-aus-Marzahn-Tollfind­ern beste­ht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wenn die Öff­is ein Prob­lem mit Qual­ität und die Zeitun­gen eins mit Quan­tität haben, kön­nen die sich nicht irgend­wie aus­tauschen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Woch­enend­pla­nung ist ange­sagt. Schaumer­mal: Heute Abend gastiert HG. Butzko in Düs­sel­dorf im Kom­möd­chen. Haut mich nicht ganz um, aber ein Video kann man sich ja mal anse­hen.

Was soll man eigentlich von ein­er Partei hal­ten, die kurz vor ein­er wichti­gen Land­tagswahl ihren Vor­sitzen­den mas­siv angreift? Wohl das, was man immer von ihr gehal­ten hat.

Chris­t­ian Füller ver­reißt die Kri­tik Willi Win­klers an Pola Kin­skis Buch Kin­der­mund:

Irgend­wann kommt immer ein­er, der Zweifel am Miss­brauch sät.

Die Katholis­che Kirche macht bei ihrem Ver­such der Aufar­beitung ihrer Ver­gan­genkeit Fehler, die bek­lem­men .

Und während ich mir die Frage stelle: Warum fühlt sich Schnee im Jan­u­ar anders an als im Dezem­ber? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der Krim­ipreis 2013 wurde ver­liehen. Ich kenne davon aber nix.

Gut, ich schaue jet­zt das Dschun­gel­camp nicht, weil es eigentlich nur um Schaden­freude geht, und das ist jet­zt nicht die schön­ste aller Humor­fachrich­tun­gen. Aber das Olivia Jones da das Camp rockt und gewürdigt wer­den darf, wie es die Rheinis­che Post tut, finde ich gut.

Peter Hen­nig ver­ab­schiedet Jakob Arjourni.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann Olivia Jones sich eigentlich vor Ort auch mit ihrem Humor durch­set­zen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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