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Archiv für Dezember 2012

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Offen­bar steigt GAZPROM bei Bay­ern Mün­chen ein.

Ste­fan Nig­ge­mei­er stellt betrübt fest, dass die meis­ten Zei­tun­gen gera­de beim The­ma Leis­tungs­schutz­recht ihre jour­na­lis­ti­sche Kom­pe­tenz ver­kauft haben.

In Mün­chen hat die Poli­zei wegen angeb­lich geklau­ter 5€ einem Schü­ler den After aus­ge­leuch­tet, ein ande­rer durf­te sein Geschlechts­teil anhe­ben, Schü­le­rin­nen muss­ten ihren BH öff­nen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Haben es die Bay­ern nicht so mit Rechts­staat­lich­keit? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Die Top10-Tweets des Novembers


http://twitter.com/#!/FrauNamika/status/265868781966987264
http://twitter.com/#!/EinzelneSocke/status/266629964873482242


http://twitter.com/#!/nichtstefanraab/status/273906742440640512

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Nord­ko­rea­ni­sche Wis­sen­schaft­ler haben eine Einhorn-Höhle ent­deckt.

Selbst die FAZ merkt an, dass es wenig Sinn ergibt, dass die CDU the­ma­tisch auf­wacht, wenn die Zeit dafür doch schon längst abge­lau­fen ist. Bleibt wohl nichts ande­res, als mit Ange­la Schrö­der in den Wahl­kampf zu ziehen.

Bei der ZEIT unter­sucht man die Stich­hal­tig­keit der Argu­men­te für ein NPD-Verbot.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Mit wem will McAl­lis­ter eigent­lich regie­ren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Anja Löb­ert bespricht auf fluter.de den Punk Rock Song von Bad Religion.

Wolf­gang Mün­chau been­det heu­te sei­ne 12jährige Mitt­wochs­ko­lum­ne auf ftd.

Die DDR hat Pati­en­ten für Men­schen­ver­su­che ver­kauft.

Die Poli­zei hat das Büro eines Redak­teurs der Ber­li­ner Mor­gen­post durch­sucht.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Kön­nen wir nicht mal mehr alte Lie­der bespre­chen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Guten Morgen

Morgenkaffee

So, kurz vor der Mit­tags­zeit noch einen kur­zen Anriss: Drü­ben emp­feh­le ich das Buch Netz­ge­mü­se von Tan­ja und John­ny Haeus­ler aka Spree­blick für alle, die mit Jugend­li­chen zu tun haben.

Leo Gutsch empört sich über das mas­sen­haf­te Tatort-Gegucke.

Fried­rich Küp­pers­busch inter­es­siert sich für die Herkulesaufgabe:

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Beschwert sich nie­mand bei der CDU, dass See­ho­fer der CDU-Titulierung “Kanz­ler­wahl­ver­ein” unter Bei­be­las­sung der nega­ti­ven Kon­no­ta­ti­on etwas Posi­ti­ves abge­win­nen will? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Wo es bei der Leistungsschutzrecht-Pro-Argumentation auch noch hakt

Es ist ja nicht nur so, dass die Zei­tun­gen gera­de, was die Bericht­erstat­tung über das Leis­tungs­schutz­recht angeht, auf eine ange­mes­se­ne Dar­stel­lung der Gegen-Argumente ver­zich­tet, son­dern sie durch­leuch­ten die Pro-Argumente auch nicht.

Es wird gesagt, Goog­le ver­die­ne durch Verlagstext-Snippets Geld. Mitt­ler­wei­le wird weni­ger Goog­le News dafür ange­führt, son­dern die Such­funk­ti­on Goo­g­les. Und in der Tat tau­chen in der Such­an­zei­ge Goo­g­les Snip­pets auf und Wer­be­an­zei­gen Goo­g­les. Wei­ter­füh­rend wird gesagt, Goog­le hal­te durch die Snip­pets Leser auf, die eigent­li­che Sei­te zu besu­chen. Das ist ein merk­wür­di­ges Argument.

Es ist merk­wür­dig, weil – gegen den Fall, es wäre ein sinn­vol­les Argu­ment – es dazu füh­ren wür­de, dass der Umstand, dass eine Infor­ma­ti­on jeman­den anders davon abhält eine Sei­te anzu­steu­ern, unrech­tens wäre. Genau­so müss­te dann ein Satz der Form “x ist ein schlech­ter Arti­kel” unrech­tens sein. Und so kämpf­ten die Ver­la­ge gegen die Meinungsfreiheit.

Daher soll­te man die­ses Argu­ment schleu­nigs­tens in der Schub­la­de ver­schwin­den las­sen. Kom­men wir zur Such­sei­te. Hier stellt sich die Fra­ge, ob die Kontra-Leistungsschutzrechtler Recht haben mit ihrer Argu­men­ta­ti­on Volenti-non-fit-inuria.

Ver­le­ger wer­ben für ihre Waren mit genau den Anga­ben, die Goog­le auf der Such­sei­te dar­stellt. Durch die­se Ver­le­ger­wer­bung wird der Groß­teil der Leser über­haupt erst auf die Sei­ten der Ver­le­ger gebracht. Den­noch haben die Ver­la­ge nicht ihre Zustim­mung dazu gege­ben, dass die­se Anga­ben selbst auch auf Goog­le erschei­nen und Goog­le neben die­sen Anga­ben durch Wer­bung Geld finanziert.

Ja, die Ver­la­ge könn­ten durch einen klei­nen Hand­griff die­ses unter­bin­den, man muss ihnen das aber recht­lich nicht auf­drän­gen, schließ­lich ist dies eine von Goog­le initi­ier­te Aktion.

Wir ste­hen dem­nach vor der Situa­ti­on, dass die Ver­la­ge wei­ter­hin so von Goog­le indi­ziert wer­den wol­len wie bis­lang, aller­dings für die Wer­be­ein­nah­men, die Goog­le auf der Such­sei­te ein­nimmt, antei­lig Geld sehen will.

Nun sind Ver­lags­sei­ten nicht die ein­zi­ge, die in Goo­g­les Such­funk­ti­on auf­tau­chen. Genau­so zäh­len pri­va­te Sei­ten dazu, nicht ver­lags­kom­mer­zi­el­le und staat­li­che. Goog­le soll­te ent­spre­chend eines Leis­tungs­schutz­rech­tes dann in jedem Fall zah­len, wenn eine Such­sei­te ein­deu­tig Ver­lags­in­hal­te anzeigt und weil dann ein­deu­tig durch Ver­lags­in­hal­te eine Wer­bung inter­es­sant wird, zah­len. Die­ser Fall ist kaum aus­zu­ma­chen, wel­cher Begriff ist schon ein­deu­tig ein Ver­lags­be­griff, mal abge­se­hen von “Leis­tungs­schutz­recht”?

Jedem Dis­ku­tan­ten dürf­te dem­nach klar sein, dass eine Argu­men­ta­ti­on für ein Leis­tungs­schutz­recht ekla­tant schwie­ri­ger wird, wenn man auf die Such­ergeb­nis­sei­te Goo­g­les referenziert.

Oft­mals sind die Such­ergeb­nis­se ganz gemischt, was die Art ihrer Erzeu­ger angeht. Oft­mals ver­wen­den Inter­net­nut­zer einen Wer­be­blo­cker, der aus­schließt, dass Goog­le auf ihrer Such­sei­te bei die­sem Inter­net­nut­zer durch Wer­bung Geld ver­die­nen kann. Man kommt unaus­weich­lich zur Fra­ge: Lässt sich der Vor­wurf, den Ver­le­ger Goog­le machen, über­haupt anhand eines ein­zi­gen Bei­spiels dar­le­gen oder reden wir hier die gan­ze Zeit über Windmühlen?

Aktua­li­sie­rung

Oh, ich glau­be, das soll die Ant­wort auf mei­ne Fra­ge sein:

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