Guten Morgen

Morgenkaffee

Nach dem sicher­lich nicht völ­lig sach­li­chen offe­nen Brief von Beschnei­dungs­geg­nern folgt nun wohl bald ein offe­ner Brief der Bescheni­dungs­be­für­wor­ter, die in der Beschnei­dung einen

Akt, der die Kör­per der Kin­der voll­stän­dig wer­den lässt

sehen. Und die mei­nen das ernst­haft.

Mit dem rigo­ro­sen Schutz der kör­per­li­chen Unver­sehrt­heit des Kin­des und sei­ner Reli­gi­ons­frei­heit wer­den die Grund­rech­te des Kin­des von Abwehr­rech­ten gegen­über dem Staat, die es bis zu sei­ner Mün­dig­keit durch sei­ne Eltern wahr­nimmt (vgl. §§ 1, 5 Gesetz über die reli­giö­se Kin­der­er­zie­hung), zu Abwehr­rech­ten gegen Pri­va­te, nament­lich gegen sei­ne eige­nen Eltern. Damit kommt der Staat sei­ner grund­ge­setz­li­chen Pflicht zum beson­de­ren Schutz der Fami­lie nicht nach (Art. 6 Abs. 1 GG).

Nein, nein, das ist durch­aus gewollt, Eltern nicht alles mit Kin­dern machen zu las­sen. Das fällt nicht unter den Schutz des Pri­va­ten oder der Fami­lie. Dadurch, dass die Ver­fas­ser die­ses Brie­fes die medi­zi­ni­sche Sei­te voll­kom­men aus­las­sen, tra­gen sie wenig zur selbstan­ge­streb­ten Ver­sach­li­chung der Debat­te ein.

Der ehe­ma­li­ge Bun­des­ver­fas­sungs­rich­ter Papier hat sich dage­gen sach­li­cher mit­ge­teilt:

Wenn der Gesetz­ge­ber aus­drück­lich regelt, dass die Eltern wirk­sam in eine Beschnei­dung ein­wil­li­gen kön­nen, ist sie kei­ne rechts­wid­ri­ge Kör­per­ver­let­zung mehr.

Er klärt aber auch nicht wie­so die medi­zi­ni­schen Ein­wän­de gegen die­se Kör­per­ver­let­zung gegen­über reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen hin­ten­an ste­hen.

Es gibt jetzt die Par­tei Die Rech­te, die sich an der Par­tei Die Lin­ke ori­en­tie­ren will. Klingt ja noch einem Spit­zen­er­folgs­stra­te­gie.

Der­weil hat sich Ande­ras Molau offen­bar von den Rech­ten abge­wen­det. Zur Erin­ne­rung kann man sich auf You­tube noch mal anse­hen, woge­gen Molau was hat­te.

Es bedrückt mich, dass ich Men­schen ver­letzt und Din­gen Vor­schub geleis­tet habe, die nicht zu akzep­tie­ren sind.” Künf­tig wol­le er ver­söh­nen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie trag­fä­hig ist das Saulus-Paulus-Prinzip eigent­lich bei den Rech­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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