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  • Zu Besuch bei den Ufo-Esoterik-Nazis | VICE – Alle 14 Tage tref­fen sich also die eso­te­ri­schen Nazi-Verschwörer Frei­tag­abends im Restau­rant Rosen­eck in Ber­lin Britz, um sich über Nazi-Ufos, den Auf­bruch ins Neu­schwa­ben­land, Chem­trails, den hei­li­gen Gral und alles mög­li­che ande­re Abstru­se zu infor­mie­ren, was ihrem Dasein ein wenig Berech­ti­gung gibt. So weit, so bit­ter. Ach ja, sie mes­sen dort außer­dem ihre ener­ge­ti­sche Kör­per­schwin­gung mit irgend­ei­nem elek­tri­schen Ding aus, das leuch­tet, wenn alles gut ist. Oder eben nicht gut. Je nach Per­spek­ti­ve.
  • Ott­fried Fischer: Ottis Schlacht­hof wird ein­ge­stellt – sueddeutsche.de
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Nach dem sicher­lich nicht völ­lig sach­li­chen offe­nen Brief von Beschnei­dungs­geg­nern folgt nun wohl bald ein offe­ner Brief der Bescheni­dungs­be­für­wor­ter, die in der Beschnei­dung einen

Akt, der die Kör­per der Kin­der voll­stän­dig wer­den lässt

sehen. Und die mei­nen das ernst­haft.

Mit dem rigo­ro­sen Schutz der kör­per­li­chen Unver­sehrt­heit des Kin­des und sei­ner Reli­gi­ons­frei­heit wer­den die Grund­rech­te des Kin­des von Abwehr­rech­ten gegen­über dem Staat, die es bis zu sei­ner Mün­dig­keit durch sei­ne Eltern wahr­nimmt (vgl. §§ 1, 5 Gesetz über die reli­giö­se Kin­der­er­zie­hung), zu Abwehr­rech­ten gegen Pri­va­te, nament­lich gegen sei­ne eige­nen Eltern. Damit kommt der Staat sei­ner grund­ge­setz­li­chen Pflicht zum beson­de­ren Schutz der Fami­lie nicht nach (Art. 6 Abs. 1 GG).

Nein, nein, das ist durch­aus gewollt, Eltern nicht alles mit Kin­dern machen zu las­sen. Das fällt nicht unter den Schutz des Pri­va­ten oder der Fami­lie. Dadurch, dass die Ver­fas­ser die­ses Brie­fes die medi­zi­ni­sche Sei­te voll­kom­men aus­las­sen, tra­gen sie wenig zur selbstan­ge­streb­ten Ver­sach­li­chung der Debat­te ein.

Der ehe­ma­li­ge Bun­des­ver­fas­sungs­rich­ter Papier hat sich dage­gen sach­li­cher mit­ge­teilt:

Wenn der Gesetz­ge­ber aus­drück­lich regelt, dass die Eltern wirk­sam in eine Beschnei­dung ein­wil­li­gen kön­nen, ist sie kei­ne rechts­wid­ri­ge Kör­per­ver­let­zung mehr.

Er klärt aber auch nicht wie­so die medi­zi­ni­schen Ein­wän­de gegen die­se Kör­per­ver­let­zung gegen­über reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen hin­ten­an ste­hen.

Es gibt jetzt die Par­tei Die Rech­te, die sich an der Par­tei Die Lin­ke ori­en­tie­ren will. Klingt ja noch einem Spit­zen­er­folgs­stra­te­gie.

Der­weil hat sich Ande­ras Molau offen­bar von den Rech­ten abge­wen­det. Zur Erin­ne­rung kann man sich auf You­tube noch mal anse­hen, woge­gen Molau was hat­te.

Es bedrückt mich, dass ich Men­schen ver­letzt und Din­gen Vor­schub geleis­tet habe, die nicht zu akzep­tie­ren sind.” Künf­tig wol­le er ver­söh­nen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie trag­fä­hig ist das Saulus-Paulus-Prinzip eigent­lich bei den Rech­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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of monsters and men — mountain sound

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Wie durch ist eigent­lich die­se Bun­des­re­gie­rung?, um mal eine Fra­ge an den Anfang zu stel­len. Da kas­siert das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt aber­mals das Wahl­recht ein und die Bun­des­re­gie­rung reagiert dar­auf mit fol­gen­dem Wort­laut:

Das Urteil bestä­tigt damit im Kern die von der christlich-liberalen Koali­ti­on getrof­fe­ne Lösung.

Nein, im Kern kri­ti­siert das Urteil die Unfä­hig­keit der Bun­des­re­gie­rung, auch drei Jah­re nach der ers­ten Ein­kas­sie­rung kein ver­fas­sungs­kon­for­mes Wahl­recht auf die Bei­ne gestellt zu bekom­men. Beim Stern unkt man schon, dass der vor­sit­zen­de Rich­ter Voß­kuh­le wegen sei­ner für die Bun­des­re­gie­rung unbe­que­men Art aufs Bun­des­prä­si­den­ten­amt weg­ge­lobt wer­den soll­te.

Netzpolitik.org ver­öf­fent­licht die Gäs­te­lis­te von Acker­mans Geburts­tags­fei­er im Bun­des­kanz­ler­amt.

Es hört sich auch merk­wür­dig an, wenn ZEIT-Herausgeber Josef Jof­fe, der Mann für’s Wir­re, im Aus­land über das Köl­ner Urteil zur Beschnei­dung spricht. Da wird dann ein­fach mal ein angeb­lich gött­li­ches Gebot über die Ver­fas­sung geho­ben und aktu­el­les Recht lächer­lich gemacht:

It is all God’s fault. “This is my covenant,” He orde­red in Gene­sis 17:10, “which ye shall keep, and thy seed after thee. Every man child among you shall be cir­cumcis­ed.” The ori­gi­nal cri­mi­nal was Abra­ham, who laid hand on him­s­elf —without ste­ri­le equip­ment, let alo­ne novo­cai­ne. Then he inflic­ted the same on his son Isaac on the eighth day after his birth, cir­ca 4,000 years ago. This is why good Chris­ti­ans cele­bra­te Jesus’ cir­cumci­si­on on New Years’ Day. […] Who wants to tang­le with the Man in Hea­ven above?

Spä­tes­tens das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Herr Jöf­fe.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Muss man heut­zu­ta­ge zum Pole­mi­sie­ren deut­scher Ver­hält­nis­se aus­län­di­sche Zei­tun­gen instru­men­ta­li­sie­ren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Fra­gen über Fra­gen: Grün­der Land­tags­ab­gerd­ne­ter wird in Bay­ern von Rech­ten ange­grif­fen und die Poli­zei, die dane­ben steht, greift nicht ein?

Mei­ne Güte, Hei­ner Bie­le­feldt, wie kann man die Rechts­pro­ble­ma­tik der Beschnei­dungs­de­bat­te nur so unter den Tisch keh­ren und sie ledig­lich auf eine

teils anti­se­mi­tisch gepräg­ten Aus­gren­zungs­de­bat­te im Namen libe­ra­ler Wer­te

redu­zie­ren, wobei man die Reli­gi­ons­frei­heit zurück­stut­zen wol­le? Das hör­te sich schon mal anders an:

Bie­le­feldt zitiert Roger Wil­liams, einen Vor­kämp­fer der Reli­gi­ons­frei­heit im 17. Jahr­hun­dert in Rho­de Island, der erst die Ver­fol­gung der angli­ka­ni­schen Staats­kir­che erlitt und spä­ter die der Puri­ta­ner, die wie er des­we­gen nach Ame­ri­ka geflo­hen waren: „Reli­gi­ons­zwang ist Ver­ge­wal­ti­gung der See­le.“

Aber gut, damals ging es auch nicht um jüdi­sche Beschnei­dun­gen.

Hier ist übri­gens die Stu­die über Trau­ma­ta von Beschnit­te­nen, von der in Zei­tun­gen allent­hal­ben gere­det, die aber nie ver­linkt wird.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Kann man sich in der Beschnei­dungs­de­bat­te sinn­voll über Pole­mik beschwe­ren, wenn man selbst dau­ernd pole­mi­siert? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Ich fand ja schon die CNN-Nachricht “12 kil­led in Bat­man movie shoo­ting” makaber-zweideutig, Fritz Gött­ler behan­delt in der Süd­deut­schen Zei­tung nun aber die Fra­ge, wie denn der Zusam­men­hang des Filmin­halts und der Wirk­lich­keit ist.

Das über­rascht ja schon: Bei Publikative.org stellt man fest, dass alle rechts­ex­tre­men Inter­net­sei­ten, die unser­ei­nem als feder­füh­rend geläu­fig gewe­sen sind, mitt­ler­wei­le trotz Betrei­ber­ver­schlei­he­rung platt sind.

Die Brand­Eins nimmt die Fan­kul­tur beim FC Han­sa Ros­tock unter die Lupe.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Will man unter die­sen Umstän­den die­sen Bat­man denn noch sehen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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