Guten Morgen

Morgenkaffee

Ruth Schnee­berg­er meint, Har­ald Schmidt werde kün­ftig im Fernse­hen schmer­zlich ver­misst wer­den. Na, von mir nicht. Längst hat das Kabarett Schmidt abger­an­nt, ist Schmidt die Verkör­pe­rung von Langeweile in lang­weili­gen Sendern und nicht die intellek­tuelle Boje, die nicht unterzuge­hen ver­mag.

Nach Bild ist auch das Alt­pa­pi­er nochmal auf Rob Vegas’ Fake-Har­ald-Schmidt-Account reinge­fall­en.

Avan­ti dilet­tan­ti: Wenn Online-Redak­tio­nen densel­ben Mist zweimal ver­wursten, passieren Fehler.

51 Tatort-Drehbuchau­toren kri­tisieren die Urhe­ber­rechts­de­bat­te in Deutsch­land und 51 Hack­er spie­len den Ball zurück.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie nen­nt man eigentlich das Sta­di­um, in dem Zynis­mus nur noch lang­weilt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeAuch mal eine nette Idee: Bei den Pirat­en kann man nun Wahlplakate selb­st entwer­fen und buchen.

Kon­dom oder Handy: Wem ist hier der Name?

Oliv­er Stock schreibt, die Stärke der Piraten­partei sei ihr Wider­stand gegen Hier­ar­chien — etwas, das die Grü­nen längst aufgegeben hät­ten.

Und während ich mir die Frage stelle: Selb­st wenn die Pirat­en mit The­men hin­ter­her­hän­gen, ist das schon schlim­mer als die FDP? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Die Verdrossenheit von Etablierte-Parteien-Wählern

Ich habe mich schon länger gefragt, was eigentlich das Gegen­stück zur Poli­tik­erver­drossen­heit ist. Die gerne so her­auf­beschworene Poli­tikver­drossen­heit ist ja vielmehr eine Ver­drossen­heit des aktuellen Poli­tikge­barens. Und so wie die Poli­tikneulinge der Piraten­partei Erfolge feiern, so muss es auch Ver­lier­er geben. Frei­heitlich-demokratis­che Ver­lier­er. Der Chefredak­teur der West­fälis­chen Nachricht­en, Nor­bert Tie­mann, sieht den­noch die Wichtigkeit der FDP für das von ihm so genan­nte bürg­er­liche Lager, denn die Pirat­en kön­nten diese Lücke nicht füllen:

Die aktuellen und ach so frisch anders daherk­om­menden Senkrecht­starter, die Pirat­en, lassen sich dort jeden­falls nicht verorten. Sie mögen wie der Phönix aus der Asche der Parteiver­drossen­heit auf­steigen — Lösun­gen für die Prob­leme des Lan­des liefert die bunt gemis­chte Spon­ti-Truppe nicht. Protest statt Pro­gramm. Ander­s­sein statt Antworten. Proklamiert wird eine Frei­heit, die moralisch-ethis­che Grundw­erte nicht ken­nt, die die sex­uelle Selb­st­bes­tim­mung des Men­schen über das Inzestver­bot stellen und den Kon­sum ille­galer Dro­gen kom­plett freigeben will.

Gut, ich lese da jet­zt schon aus Tie­manns eige­nen Worten eine gewisse Pro­gram­matik der Pirat­en her­aus — soviel mal zum fehlen­den Pro­gramm. Und es stellt sich ja die Frage, ob die SPD nicht inzwis­chen die Rolle der FDP mehr und mehr ein­nimmt. Aber bei Tie­mann geht halt alles durcheinan­der: The­sen ein­er Arbeits­gruppe eines ganz anderen Lan­desver­ban­des, der den Inzest­para­graphen über­ar­beit­et haben möchte, ebeno wie die ange­bliche Forderung, dass die Piraten­partei bish­er ille­gale Dro­gen kom­plett frei geben will — auch nicht ganz richtig.

Nein, nein, dass Feind­bild Tie­manns ist die Nichtetablierte Partei. Alles soll bitte wie beim Alten bleiben: Die FDP soll bitteschön die Partei sein, die alles, was sie gut find­et, frei nen­nt — egal ob sie über­haupt noch über genü­gend Rück­halt und Per­son­al ver­fügt. Nicht irgendwelche Polit­neulinge, die sich den verkrusteten Struk­turen ander­er Parteien nicht anschließen mögen.

Intere­san­ter­weise meint Tie­mann, dass für mehr inter­esse an Poli­tik die inner­parteiliche Intrans­parenz aufge­hoben wer­den müsste — also genau das, was die Piraten­partei macht.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Köln hat das Ren­nen um die Twit­ter­Haupt­geschäft­stelle in Deutsch­land ver­loren, Ham­burg auch.

Die FDP ver­liert im Saar­land 8% und Timo Pache definiert, was für die Split­ter­partei zum Erfol­gs­maßstab wird: Nicht aus dem Land­tag fliegen.

Michael Wahl beschäftigt sich mit migrantis­chem Anti­semitismus.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie ist man nur auf die Idee gekom­men, Inter­netim­pulse kämen aus Köln, Ham­burg oder München? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Eine ganz wun­der­volle Abrech­nung mit dem deutschen Fernse­hen hat Malte Weld­ing heute in der Berlienr Zeitung veröf­fentlicht. Zitat:

Das Ver­sagen der deutschen Fernsehkul­tur grün­det tief in der geisti­gen Ver­fas­sung des Lan­des: Indi­vid­u­al­ität ist verdächtig, wer her­aus­ragt, wird einen Kopf kürz­er gemacht.

Die Zor­nesrede kann lock­er mit der von Ele­ment-of-Crime-Sänger Sven Regen­er zum Urhe­ber­recht mithal­ten, die aber noch etwas direk­ter ist.

Da kann man ja direkt dankbar sein, dass bei den Stuttgart21-Demos so wenig Leute erschossen wor­den sind: Die Staat­san­waltschaft recht­fer­tigt die Erschießung ein­er Harzt-IV-Empfän­gerin damit, dass ein Waf­fen­wech­sel nicht möglich gewe­sen sei und der Ein­satz von Trä­nen­gas andere Men­schen in Mitlei­den­schaft gezo­gen wor­den wären.

Max­i­m­il­ian Bud­den­bohm ver­sucht, seinem Sohn die Berufe von Bekan­nten zu erk­lären. Gar nicht mehr so ein­fach heutzu­tage.

Und während ich mir die Frage stelle: Kann sich Kul­tur auf Grund von Wut regener­ieren? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Das ist schon bit­ter: In Viet­nam wer­den poli­tis­che Aktivis­ten heutzu­tage gerne mit AIDS-Infizierten in Arbeit­slager ges­per­rt, in der Hoff­nung sich ihrer durch Infizierung zu entledi­gen.

Wal­ter Mixa hat ein neues Amt — im päp­stlichen Gesund­heit­srat.

Julius Endert kri­tisiert das Inter­view von Claus Kle­ber mit dem iranis­chen Präsi­den­ten Ahmadined­schad, was ich dann da wiederum kom­men­tiere.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist es für Jour­nal­is­ten schw­er einzuse­hen, dass sie nur Jour­nal­is­ten sind? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Und wieder ein­mal merke ich, dass die Seite schneller läuft ohne die Sta­tis­tik-Plu­g­ins — also raus damit.

Die FAZ beze­ich­net San­dra Mais­chberg­ers Sendung von gestern Abend als beste seit Jahren: Dort wollte Maschmey­er seine neuesten Klei­der zeigen und war dann doch nur blank.

In NRW wer­den heute Straßen­bah­nen, Busse und Kitas bestreikt für die Forderung von 6,5% mehr Gehalt.

Ursu­la von der Leyen will Selb­ständi­ge zur Altersvor­sorge zwin­gen.

Der Fefe des Tages ist heute: Die Brit­ten wollen ihr Straßen­netz pri­vatisieren, weil…

Und während ich mir die Frage stelle: Wann hören die Maschmey­er-Hofierun­gen bei den Öff­is eigentlich auf? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee So, Umzug einiger­maßen vol­len­det, da kann man ja wieder was lesen: Was man zum Beispiel ver­passt, wenn man beschäftigt ist und nicht an Fernse­hen und Inter­net hängt, ist, dass Gauck zum Bun­de­spräsi­den­ten gewählt wurde und heute schon mal in Schloss Belle­vue vor­beis­chaut.

Ulrich Horn haut ger­ade wieder ordentlich in die Tas­ten. Ihn bewegt die Frage, ob in NRW der CDU über­haupt noch ein ern­sthafter Wahlkampf gelin­gen kann.

Michael Spreng schüt­telt den Kopf darüber, dass Chris­t­ian Lind­ner für die FDP erst Fah­nen­flüchtiger und nun Hoff­nungsträger ist.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Lin­der abgeschossen, wenn er keine 5% holt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Ulrich Horn meint nach der gestri­gen NRW-Regierungskrise, dass man in der Poli­tik nicht schön­er scheit­ern könne als der NRW-FDP-Chef Pap­ke: Um das Gesicht zu wahren sich aus dem Par­la­ment schießen.

Fiete Ste­gers hat eine Google Map der schließen­den Schleck­er-Fil­ialen gemacht.

Ein bel­gis­ches Fernsehmagazin hat das bel­gis­che Äquiv­a­lent getestet, und sollte für frei erfun­dene Musik­ti­tel Geld zahlen.

Und während ich mir die Frage stelle: Erleben wir ger­ade die let­zten 60 Tage von Rösler als FDP-Chef? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeVielle­icht kippt in NRW heute die rot-grüne Regierung. Denen fehlt zur Durch­bringung ihres Etats eine Stimme. Die kön­nte aber von der FDP kom­men, deren Vertreter an Neuwahlen nichts liegen wird.

Ulrich Horn befasst sich mit der jew­eils lan­desab­hängi­gen Schulpoli­tik — ein deutsches Trauer­spiel — und ärg­ert sich, wie wenig — im Ver­gle­ich zu Wulff — Wirbel darum von den Medi­en gemacht wird.

Japan, die EU und die USA wollen Chi­na über die WTO zur Her­aus­gabe von für Smart­phones so wichti­gen Sel­te­nen Erden zwin­gen. Chi­na antwortet, dass sie aus Umwelt­grün­den nicht mehr abbauen wer­den. Muha­ha. [via]

Dave Win­er mok­iert sich über das “Blasen­gas” von Inter­net­fir­men. Damit meint er so Sachen wie die aktuell in Rede ste­hende Paten­tk­lage Yahoos gegen Face­book. Das Zer­platzen der Blase wür­den sein­er Mei­n­ung nach nur Ama­zon und Apple über­ste­hen, weil diese im Gegen­satz zu Face­book und Twit­ter eigene Pro­duk­te verkaufen kön­nen.

Bei ein­er Nazide­mo gegen die gestri­gen Fes­t­nah­men sind 50 Gegen­demon­stran­ten auf 80 Befür­worter gestoßen.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat Oba­ma sein Rück­grat jet­zt endgültig verkauft? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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