Guten Morgen

MorgenkaffeeMan kann jet­zt auf dieser Seite einzel­nen Artikeln auch Punk­te, bess­er gesagt Sterne geben. Ich ers­pare mir ger­ade eine Was-bringt-das-Diskus­sion. Die gab es schon zu diversen Knöpfen. Irgend­wann fliegen solche Knöpfe halt raus — bis dahin erhal­ten sie hier eine Chance.

Volk­er Pis­pers kom­men­tiert die Botschaft Hans-Peter Friedrichs an die Griechen.

Schon merk­würdig: Der EU sind ihre eige­nen Rechtsgutacht­en zu ACTA zu brisant für die Öffentlichkeit.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist mir heute echt keine Frage einge­fall­en? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der ange­bliche Anschlag auf Putin war dann doch wohl eher ein PR-Stunt.

Flusskiesel bier­castet heute mal DAB Export.

Ich weiß ja nicht, ob das dem Burgfrieden dien­lich ist: Wenn man Spiegel Online Glauben schenkt, hat FDP-Chef Rösler nicht für das griechis­che Ret­tungspaket ges­timmt.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie oft kann man Griechen eigentlich ret­ten ohne Eulen nach Athen zu tra­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Großstadt

A large city can­not be expe­ri­en­tial­ly known;
its life is too man­i­fold for any indi­vid­ual
to be able to par­tic­i­pate in it.

Aldous Hux­ley

Ich habe noch etwas Zeit, bevor die dritte Aus­gabe von Gebrochen Deutsch anfängt, meine Fre­undin und ihre Fre­undin kom­men erst in ein­er hal­ben Stunde, also starte ich ein Stadt­melan­cholieren, dieses Mal in ein­er Großs­tadt oder zumin­d­est ein­er, die sich dafür hält: Düs­sel­dorf. Und was einem schnell auf­fällt: 18 Uhr ist eine schlimm­sten Uhrzeit­en in Düs­sel­dorfs Innen­stadt.

Die Cafés sind leer, es gibt keine Fahrrad­fahrer, die weni­gen Pas­san­ten gehen nicht, son­dern has­ten über die Baustel­lenam­peln der Fußgänger­zone und dauernd patschen ohrbestöpselte Men­schen auf ihre hell erleuchteten Com­put­ertele­fone. Einkaufen will kein­er mehr, nur schnell zuhause sein, bevor die Bürg­er­steige hochgeklappt wer­den. Selb­st die Kniebet­tler haben schon eingepackt, hier ist nichts mehr zu holen.

Ich schlen­dere in einen Arkaden­bau hinein. Auch hier: Gäh­nende Leere. Keine chi­ne­sis­che Geis­ter­stadteinkauf­s­pas­sage, aber eine gän­zlich unin­spiri­erende. Ich lehne mich an ein Gelän­der, da fängt unter mir Klavier­musik an. Eine Barhock­er­sän­gerin intoniert Night & Day. Etwas merk­würdig, denn im Keller des Arkaden­baus ist nie zu erken­nen, ob ger­ade Tag oder Nacht ist.

Zum Ver­weilen lädt mich nichts ein. Ich erin­nere mich an eine Pas­sage aus Erich Käst­ners Fabi­an, in der Fabi­an fes­thält, dass Kaufhäuser unheim­lich gut geeignete Orte für Stre­uner sind, die eh nichts kaufen, son­dern sich nur aufwär­men wollen, als ich die gut gewärmte Fil­iale ein­er Buch­han­dels­kette betrete. Hier wird mit Büch­ern noch Han­del betrieben, ins Auge sprin­gen nur Best­seller. Gute Büch­er sucht man fast verge­blich. Ich entsinne mich, dass man früher, was heute nur noch in Klam­ot­tengeschäften passiert, in Bücherä­den noch von Verkäufern ange­sprochen wurde, um bei der Lit­er­atur­suche behil­flich zu sein. Als ich zwei lau­thals tratschende Kol­legin­nen an der Kasse zuhören muss, die in dieser Kette gelandet sind, weil sie auf der Schule früher davon träumten, Schrift­stel­lerin­nen zu wer­den, danke ich inner­lich dafür, dass mir heute Lit­er­atur­tipps von 400-Euro-Kräften erspart bleiben.

Mich treibt es zurück auf die Straße, nochmal durch die Fußgänger­zone, ab zum Schaus­piel­haus. Ich reg­istriere, dass kaum ein Geschäft irgen­det­was hat, was ich gerne haben möchte. Meine Sachen hole ich mir woan­ders, wer holt sich diese Sachen? In der Par­fümeriefil­iale ent­decke ich einen dieser flach­brüsti­gen Flakon­body­guards, der nie lächelt und seinen Blick so mech­a­nisch schwenkt, als sei er schon ein Hal­bro­bot­er, der das mit der men­schlichen Kom­mu­nika­tion noch nicht ganz auf dem Schirm hat. Wenn ich ein­mal groß bin, werde ich Rauss­chmeiss­er.

Ich erre­iche nun über bepfütztes Baustel­lenge­bi­et den Gus­tav-Gründ­gens-Platz. Graue Beton­plat­ten markieren die Trost­losigkeit auf dem Vorhofs des Schaus­piel­haus­es. Ein leichter Wind zieht auf und es tröpfelt etwas. Zur Linken ragt das leer­ste­hende, hyh­nen­hafte Thyssen-Büro­ge­bäude in den Nachthim­mel.

Ich lasse meinen Blick nach rechts schweifen und ent­decke im zweito­ber­sten Stock­w­erk des dor­ti­gen, noch bezo­ge­nen Büro­ge­bäudes ein vorm Com­put­er sitzen­des Hop­per­mo­tiv:

Er wird noch da sitzen, als wir das Schaus­piel­haus wieder ver­lassen.

Ich schaue nach vorne zur Anzeigentafel des Schaus­piel­haus­es, die wie der Vorhof mit Ästhetik nicht viel am Hut hat.

blinkt es mir ent­ge­gen, dem einzi­gen, der da ger­ade auf dem Platz weilt. Eine Frau eilt über den Platz und knallt ihre Absätze auf den Beton. Pünk­tlichkeitsstress.

Endlich kommt meine Fre­undin und ihre Begleitung zwei Minuten vor Vorstel­lungs­be­ginn. Auf der Bühne sitzt dieses Mal eine Nieder­län­derin aus Ams­ter­dam, die in Düs­sel­dorf ges­tran­det ist. Ges­tran­det ist vielle­icht ein zu ästhetis­ches Wort. Denn Düs­sel­dorf ist nicht schön, sagt sie. Ams­ter­dam ist schön. Aber Düs­sel­dorf? Nein, keine Frage, Düs­sel­dorf ist nicht schön. Sie fahre gerne mit dem Fahrrad den Rhein hin­unter in Rich­tung Kaiser­swerth. Schön da, aber irgend­wie nicht Düs­sel­dorf. Düs­sel­dorf habe sie gelehrt, dass man sich nicht über die Schön­heit der Stadt iden­ti­fizieren muss, in der man lebt. Wie soll das auch gehen, denke ich — in Düs­sel­dorf.

Beim Hin­aus­ge­hen merkt die Fre­undin mein­er Fre­undin an, dass sie es nie ver­standen hat, wieso solch ein Bohei um die Kö gemacht werde, solche Straßen gäb es dutzend­fach in Ham­burg und ich erzäh­le von der 18-Uhr-Ver­lassen­heit der Innen­stadt. Das sei aber ganz nor­mal in der Woche nach der Karneval­szeit, sagt meine Fre­undin. Die Leute gin­gen ein­fach nicht mehr raus und so lege sich immer eine Art Depres­sion über die Einkauf­s­pas­sagen und Cafés. Ach so.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeNeueste Erken­ntisse über die Welt im amerikanis­chen Präsi­dentschaftswahlkampf: Rick San­to­rum hat her­aus­ge­fun­den, dass in den Nieder­lan­den kaum noch jemand ins Kranken­haus geht, weil man da zwangseuthanisiert wird.

Ama­zon möchte auf dem E-Book-Markt die Preise drück­en und schmeisst 4000 Büch­er aus dem Sor­ti­ment.

Die Deutschen Ver­leger haben keinen Erfolg mit dem Ver­such, bei Googles fair shares finanziell was abzuzwack­en.

Und während ich mir die Frage stelle: Gibt es irgen­deinen Unsinn, den man im amerikanis­chen Wahlkampf nicht erfind­en darf? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Regelung über die Weit­er­leitung von Nutzer­dat­en inner­halb der Telekom­mu­nika­tion, was das Inter­net mit ein­schließt, ist teil­weise ver­fas­sungswidrig.

Don Alphon­so beschw­ert sich über das Niveaulim­bo bei der Kri­tik an Fefe.

Max343 und MSPRO reden im Pod­cast Tacheles über das Beiträgezurückschrauben auf spreeblick.com. (Etwas vor­spulen, der Rest ist blabla).

Und während ich mir die Frage stelle: Wie oft wurde in let­zter Zeit der CDU schon um die Ohren gehauen, dass ihre Geset­ze mit der Ver­fas­sung auf Kriegs­fuß ste­hen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Bosch besucht die Prov­inz, namentlich Itze­hoe, wobei etwas unterge­ht, dass jede Stadt irgend­wo trist wirkt, wenn man sozial nicht einge­bun­den ist.

Philip Banse redet mit Wolf­gang Michal (Carta.info) und John­ny Häusler (Spreeblick.com) über das aktuelle Ver­hält­nis von Blog­gosphäre und Print­me­di­en. Etwas lan­gat­mig, wobei ich Häusler gefühlt darin zus­timme, dass Blogs sich auf bes­timmte The­men konzen­tri­eren soll­ten, wenn die Print­me­di­en immer flach­er wer­den und da alles abgrasen.

Julia Smirno­va erk­lärt, wieso rus­sis­che Kün­stler wie Anna Netre­bko die Kan­di­datur Putins unter­stützen.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird es angesichts wenig Nachk­om­mender wohl mal ein Blo­gre­vival geben? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Ulrich Horn meint, die FDP wolle im Schat­ten Gaucks wieder­erstarken.

Dorin Popa wun­dert sich, dass Alexan­dra Neldel anscheinend alle 10 Jahre das Reit­en lernt.

Auf Publikative.org ste­ht eine Mitschrift eines Fernse­hin­ter­views mit Joachim Gauck, das wohl irgend­wie dessen poli­tis­che Ein­stel­lung klar machen soll. Leuchtet mir nicht ein. Ich zögere ger­ade sowieso, irgend­was noch zur Bun­de­spräsi­den­ten­the­matik zu schreiben. Ein­er­seits habe ich ger­ade gar keine Lust mehr auf das The­ma, das nun seit 3 Monat­en die Gazetten in Wal­lung bringt. Ander­er­seits habe ich mich mal für Gauck aus dem Fen­ster gelehnt, weil ich für die bessere Wahl hielt. Ich halte ihn immer noch für eine gute Wahl, egal ob ich seine Mei­n­ung im Einzel­nen teile. Was er als Bun­de­spräsi­dent taugt, das sollte man abwarten.

Und während ich mir die Frage stelle: Was wird denn das näch­ste Aufregerthe­ma: Poli­tik oder Umwelt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Bei Grü­nen Abge­ord­neten ist die Kri­tik an Joachim Gauck auf frucht­baren Boden gefall­en.

Bei den Linken gibt es Stim­men für Georg Schramm als Bun­de­spräsi­dentschaft­skan­di­dat­en.

Marc Peschke geht beim fluter der Frage nach, was eine Fotografie zu ein­er Ikone macht.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie groß ist der Ärg­er bei CDU und CSU wohl, wenn die Kri­tik an Gauck anhält? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

Morgenkaffee Heute ist also der Tag, an dem Con­ny Kramer starb Chris­t­ian Wulff als Bun­de­spräsi­dent kündigt — wenn man den ZDF-Infor­ma­tio­nen glaubt, ist das in etwa ein­er hal­ben Stunde der Fall. Dann schauen wir also alle mal inten­siv auf www.istChristianWulffnochimAmt.de [oder hier im ZDF-Livestream]. Bis dahin schauen wir Kalkofes let­zte Wulff-Par­o­die von heute — qua­si dem gemein­samen Abschluss.

Malte Weld­ing meint, Wulff wäre halt mit sein­er trotzi­gen Hal­tung ein Kind sein­er Gen­er­a­tion — mit Beto­nung auf Kind.

Wo wir ger­ade bei Woh­nungswech­sel sind: Sascha Lobo räumt auch seine Butze.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird jet­zt eine Frau Bun­de­spräsi­dentin? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Guten Morgen

MorgenkaffeeSebas­t­ian Matthes fordert einen Ersatzbe­griff für Nach­haltigkeit.

Das kalkofis­che Wulff-Inter­view des Tages.

Ja, sich­er, damals als Kri­tik­er bei den Flughafen­scan­nern von Pornoscan­nern rede­ten, da war das aus dem Fen­ster gelehnt. Inzwis­chen hat die Real­ität die Speku­la­tion einge­holt. [via]

Und während ich mir die Frage stelle: Wäre Sprachdeut­lichkeit nicht wün­schenswert­er als Begriffs­be­set­zun­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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