Mein Freund Kant

Bei Anne Will habe ich wohl eine intellek­tuelle Diskus­sion zu Friedrich, dem Großen, ver­passt. Richard von Weizsäck­er hat offen­bar die Idee, den alten Fritz als Vor­bild gel­ten zu lassen, unter Ver­weis auf seinen “Fre­und Kant” vom Tisch gewis­cht:

Von Kant her gese­hen ist die höch­ste Tugend die Über­win­dung der Tugen­den zugun­sten des Selb­stzwecks der Pflicht.

und eben nicht die Imi­ta­tion eines anderen. Das klingt zwar irgend­wie nach Preussis­chem Pflicht­ge­hor­sam, hat aber mit Kant, so weit ich ihn gele­sen habe, nichts zu tun: Pflicht selb­st ist kein Selb­stzweck. Aber es klingt eben auch so gut, dass Patrick Bah­n­ers den Feder­hand­schuh aufn­immt und das ganze in einem Fernsehkri­tik­text ver­wurstet, in dem er dann wiederum ver­sucht, Richard von Weizsäck­er selb­st als Reinkar­na­tion von Friedrich, dem Großen, darzustellen.

Es ist eben Fernse­hen oder um es mit Richard von Weizsäck­er zu sagen “alles großer Blödsinn”.

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