Guten Morgen

Morgenkaffee

Gestern kon­nte man sich ja wun­dern, wie steinzeital­ter­lich und feind­selig immer noch das Ver­hält­nis einiger Men­schen in der CDU zum Inter­net ist, es gibt aber immer­hin auch Men­schen in der CDU, die ver­suchen, die Stand­punk­te der CDU fit für die heutige Zeit zu machen, wie z.B. Hen­rik Bröck­el­mann.

In den USA kriegt man heutzu­tage schon wegen missver­ständlich­er Tweets Prob­leme mit der Polizei.

Markus Söder schämt sich für seinen Gen­er­alsekretär.

Bei Heise ver­mutet man, dass das FBI das Hochge­hen­lassen von Megau­pload instru­men­tal­isieren wollte.

Und während ich mir die Frage stelle: Wann kommt Megau­pload wohl wieder? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Ansgar Heveling allein gegen Windmühlen

Nee, dieser Text von Ans­gar Hevel­ing, der für die CDU im Bun­destag sitzt (Was zum Teufel sitzen da für Leute?), ist vom Inhalt her und der Wort­wahl so strun­zdäm­lich, darauf kann man nicht ern­sthaft antworten. Wen immer er bekämpfen wollte (Google? Wikipedia?), es sind Geg­n­er, die ihn niemals ernst nehmen wür­den. Zitat:

Die medi­ale Schlach­tord­nung der let­zten Tage erweckt den Ein­druck, wir seien im drit­ten Teil von „Der Herr der dig­i­tal­en Ringe“ angekom­men, und der End­kampf um Mit­tel­erde ste­he bevor. Das ist die Gele­gen­heit, schon jet­zt einen vorge­zo­ge­nen Nachruf auf die Helden von Bits und Bytes, die Kämpfer für 0 und 1 zu for­mulieren. Denn, liebe „Net­zge­meinde“: Ihr werdet den Kampf ver­lieren. Und das ist nicht die Offen­barung eines ein­samen Apoka­lyp­tik­ers, es ist die Per­spek­tive eines geschichts­be­wussten Poli­tik­ers. Auch die dig­i­tale Rev­o­lu­tion wird ihre Kinder ent­lassen. Und das Web 2.0 wird bald Geschichte sein. Es stellt sich nur die Frage, wie viel dig­i­tales Blut bis dahin ver­gossen wird.

Um dann mal auf Wikipedia zurück zu kom­men, dort wird fest­ge­hal­ten:

Am 30.01.2012 äußerte sich der Poli­tik­er im Han­dels­blatt kri­tisch gegenüber dem Inter­net. In der Folge wurde seine Webpräsenz zunächst mit ein­er Art Rick­roll gehackt, dann durch eine Denial of Ser­vice (DoS) vorüberge­hend lahm gelegt und anschließend ganz gelöscht. Der Hash­tag #hevel­ing schoss auf Platz 1 der Twit­ter-Trends für Deutsch­land und auch der von Spiegel Online genutzte Begriff CDU-Hin­ter­bän­kler schaffte es in die Top 10.

Hevel­ing hat­te vor weni­gen Tagen auf den Seit­en der Bun­destags­frak­tion von CDU/CSU einen Text mit Gün­ter Krings veröf­fentlicht, in dem gemeint wird, die Vor­lage des SOPA (Stop-Online-Pira­cy-Act) sei weg­weisend. Hier­von hat­ten sich andere CDU-MdBs dis­tanziert.

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Blogakzeptanz

Es rap­pelt wieder im Kar­ton: Derzeit ist es en vogue, sich auf die Kun­st des Bloggens zu besin­nen. Damit hat Cem mit der Trend.meiner-Rei­he en mal ange­fan­gen, wobei er statt auf Blogs auf soziale Net­zw­erke kom­merzieller Natur bauen wollte, während Ben die genau ent­ge­gen geset­zte Rich­tung befür­wortet. Derzeit ist John­ny bei Spree­blick auf dieser Welle unter­wegs, sein Blog soll konzen­tri­ert­er, d.h. weniger Mehrautoren­blog wer­den. Felix Schwen­zel sieht darin den Kon­flikt zwis­chen Mehrautoren­blog und rein pri­vatem Blog, wobei Schwen­zel selb­st ger­ade sein Blog optisch für die heutige Zeit fit zu machen ver­sucht. Und damit sind wir bei schwup­ps von der inhaltlichen bei der optis­chen Blo­gakzep­tanz gelandet.

Es ist ganz nett zu sehen, dass auch ges­tandene Blog­ger ab und an durcheinan­der kom­men bei der Frage, wie ihr Blog eigentlich funk­tion­ieren soll. Wenn man das erst ein­mal auf dem Schirm hat, stolpert man eigentlich nicht mehr darüber. Ich für meinen Teil blogge qua­si ein­er­seits pri­vat in meinem Log­buch, und ander­er­seits hier auf der Seite, wenn nicht bloß mein spezielles Erleben ein­er Sit­u­a­tion im Mit­telpunkt eines Textes ste­hen soll. Da stellt sich dann noch die Frage, wieso man bei­de nicht zusam­men­schmeißt, aber ich sehe da noch einen feinen Unter­schied. Daneben kön­nten wegen mir hier andere Leute bloggen — was derzeit gar nicht geschieht — ohne dass der Sinn dieses Blogs damit kon­terkari­ert würde. Mit dem einen Blog halte ich Kon­takt zur Blog­gosphäre, mit dem anderen pfeiffe ich drauf — es gibt genü­gend Leute im Inter­net, die eh nichts mit der Blog­gosphäre anfan­gen kön­nen.

Bei Spree­blick krieselte es meines Eracht­ens nicht deswe­gen, weil es ein Mehrautoren­blog war, son­dern weil es the­ma­tisch gar keine Ord­nung mehr gab. Da gab es ein­er bes­timmten Musik­lieb­haberei verord­nete Artikel neben Gedicht­en, Gewinn­spie­len, Inter­net­the­mendiskus­sio­nen und Fuss­ball­berichter­stat­tung. Das war irgend­wann für den Leser nicht mehr über­schaubar oder vielle­icht bess­er: einord­bar. Zwangsläu­fig dämmt man das Prob­lem ein, wenn man for­t­an nur noch alleine blog­gt — es gin­ge bei besser­er Leitlin­ienge­bung sich­er aber auch mit diversen Autoren.

Was die optis­che Blo­gakzep­tanz ange­ht: Soweit ich weiß ist meine Seite auf allen Geräten les­bar, auf einem iPhone vielle­icht nur mit Hil­fe des Hin-und-Her­schub­ssens der Seite. Wenn ich Felix Schwen­zel recht ver­standen habe, wurmte es ihn im Speziellen, dass seine Seite auf dem iPhone gar nicht angezeigt wer­den kon­nte. Da ich nur ein wenig einge­set­ztes Smart­phone habe und dies kein iPhone ist, fuchst mich die Darstel­lung dieses Blogs auf Smart­pho­nen wenig. Mich wurmt eher die Les­barkeit an Com­put­er­bild­schir­men, wofür mein Blog im ersten Sinne konzip­iert war. Hier­bei beson­ders Schrif­tarten und die Worte-pro-Zeile-Ein­schätzung, die sich bei mir ger­ade auf eine bes­timmte Fre­quenz eingepen­delt hat. Auf Felix Schwen­zels Blog scheint mir das ger­ade Gedanken unnötig oft zu unter­brechen — sieht aber auf dem iPhone gut aus ;-).

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Der CSU-Gen­er­alsekretär möchte alle Bun­destagsab­ge­ord­neten der Linkspartei unter Gen­er­alver­dacht stellen.

Kleine Selb­stre­f­erenz: Eigentlich wollte ich nur ein schönes Foto verbloggen und dann tex­tete ich ein­fach was drumzu: Schrot­tiges in Düs­sel­dorf.

Christoph Süß fragt mal aktuell nach den Ver­fas­sungfein­den: [audio:http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_71S/_-iS/_-rH9AFH/120128_1002_orange_Verfassungsfeinde-rechts-und-links.mp3|artists=Chrisoph Süß auf Bay­ern 2|titles=Verfassungsfeinde rechts und links]

Und während ich mir die Frage stelle: Hat der Ver­fas­sungss­chutz eigentlich auch sich selb­st zu schützen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Wie ist das eigentlich… heute mit Eigenständigkeit?

Für ein poli­tis­ches Wahlrecht ist bei Kant die wirtschaftliche Unab­hängigkeit entschei­dend: Wer dem­nach finanziell unter der Fuch­tel eines anderen ste­ht, darf nicht wählen, weil seine Stimme nicht mehr als unab­hängig gew­ertet wer­den kann. Das wird heute anders gese­hen, aber ich finde irgend­wie, dass es auch bei vie­len für das eigene Selb­st­wert­ge­fühl wichtig ist, ob man der­art eigen­ständig ist oder nicht.

Gestern traf ich einen Schaus­piel­er, mit dem ich, während im Hin­ter­grund das Dschun­gel­camp lief, über die Welt der Schaus­piel­erei, wie Schaus­piel­er auf Nichtschaus­piel­er wirken und was dieser Job für die sie Betreiben­den bedeutet, schwadronierte. Ein­er­seits hält man von außen ja schon GZSZ-Darsteller für kleine Stars, bei denen ander­er­seits schon wieder irri­tiert, dass sie mitunter nur an die 2000€ brut­to monatlich ver­di­enen. Der Schaus­piel­er legte übri­gens Wert auf den Unter­schied zwis­chen Schaus­piel­er und Darsteller (bei GZSZ agiert man so gese­hen nur als Darsteller nicht als Schaus­piel­er).

Über diese Stars und Sternchen meinte er resümierend

Let­zten Endes unter­ste­hen die alle aber eben nur den Regeln ander­er.

Na, hof­fentlich ver­lei­ht die Schaus­pielaus­bil­dung wenig­stens soviel Selb­stver­trauen, solche Ernüchterun­gen zu ertra­gen. Aber wieviel Eigen­ständig bleibt einem sel­ber noch, wenn man zwar finanziell gut aufgestellt und den­noch gefühlt abhängig ist?

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Was ich noch sagen wollte … zu öffentlicher Pornografie

Ich lese ger­ade den Text Zen­sur vs. Anstand: Pornografie in der Bib­lio­thek von der ganz zauber­haften Jil­lian C. York, in dem die Geschichte aufge­grif­f­en wird, wie in ein­er Bib­lio­thek in Los Ange­les sich ein Obdachlos­er beim Anschauen eines Pornos, sagen wir mal: einen schö­nen Tag machte. Und für die Amis war jet­zt anscheinend der Umstand, dass da ein Porno in ein­er Öffentlichen Bib­lio­thek lief, schlim­mer als das andere.

York find­et es nun irgend­wie nicht gut, dass in Bib­lio­theken Pornos laufen, was mir irgend­wie eher egal ist. Mir ist aber etwas ähn­lich­es passiert. Nicht wie Sie jet­zt denken. Ich lief diese Woche an ein­er Lokalität vor­bei, in der auch das Benutzen von Com­put­ern mit Inter­net­zu­gang ange­boten wird. Im Vor­beige­hen huschte mein Blick über den Mon­i­tor ein­er dieser Com­put­er, der ger­ade in Benutzung war. Und eben da lief, tja, also das muss eine Live-Gynäkolo­gie-Unter­suchung gewe­sen sein. Der Betra­chter machte sich zwar jet­zt nicht so einen schö­nen Tag wie der Obdachlose, aber es schien immer­hin so inter­es­sant zu sein, dass man Kopfhör­er dazu braucht.

Ich weiß jet­zt nicht, ob ich es merk­würdi­ger find­en soll, dass da jemand mit der­ar­ti­gen Vor­lieben, so intel­li­gent ist, dass er einen PC-Sitz­platz nimmt, der von im offe­nen Blick­feld ein­er Fuss­gänger­zone ist, oder dass es mir über­haupt merk­würdig erscheint. Rubbelk­a­bi­nen sind wohl ein­fach nicht mehr in.

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Knöllchen

Manch­mal ist das Tüfteln an Schrif­tarten für Inter­net­seit­en auch ein gefühltes Fass ohne Boden. Da hat man neulich erst die Grund­schrif­tart ein­er Seite gewech­selt, da sieht man, dass das Ganze unter Lin­ux viel zu klein aussieht. Vielle­icht liegts an meinem Schrif­tarten­satz, aber das will man ja dann auch nicht so ohne weit­eres ste­hen lassen. Also lesen Lin­ux-Nutzer diese Seit­en ab sofort mit der Schrif­tart Bit­stream Char­ter. Ist auch schön:

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Cre­ative com­mence licence ]

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Jür­gen Vielmeier beschreibt den zweit­en Ver­such, mit dem Blog Carta.info kom­merziellen Erfolg zu erlan­gen.

So sähen Kino­plakate aus, wenn es mehr um den Inhalt der Filme gänge.

Karsten Speck hat bei Gottschalk ein doch ganz per­sön­lich inter­es­santes Inter­view gegeben.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist Gottschalk der let­zte Fernsehmod­er­a­tor, der unter­halt­sam ist, ohne spießig oder verkrampft-zynisch zu sein? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Mein Freund Kant

Bei Anne Will habe ich wohl eine intellek­tuelle Diskus­sion zu Friedrich, dem Großen, ver­passt. Richard von Weizsäck­er hat offen­bar die Idee, den alten Fritz als Vor­bild gel­ten zu lassen, unter Ver­weis auf seinen “Fre­und Kant” vom Tisch gewis­cht:

Von Kant her gese­hen ist die höch­ste Tugend die Über­win­dung der Tugen­den zugun­sten des Selb­stzwecks der Pflicht.

und eben nicht die Imi­ta­tion eines anderen. Das klingt zwar irgend­wie nach Preussis­chem Pflicht­ge­hor­sam, hat aber mit Kant, so weit ich ihn gele­sen habe, nichts zu tun: Pflicht selb­st ist kein Selb­stzweck. Aber es klingt eben auch so gut, dass Patrick Bah­n­ers den Feder­hand­schuh aufn­immt und das ganze in einem Fernsehkri­tik­text ver­wurstet, in dem er dann wiederum ver­sucht, Richard von Weizsäck­er selb­st als Reinkar­na­tion von Friedrich, dem Großen, darzustellen.

Es ist eben Fernse­hen oder um es mit Richard von Weizsäck­er zu sagen “alles großer Blödsinn”.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Neuer Tag, neue Schrift — nur für alle inter­es­sant, die die Seite direkt ansur­fen: Hier gibt es nun alles in Microsofts Geor­gia und nicht mehr im von Google bere­it­gestel­ten Crim­son Text zum Lesen ange­boten. Let­ztere tat’s in Chrome lustiger­weise nicht berauschend.

Wenn ich hier schon über Schriften reden, dann sich­er auch deswe­gen, weil heute mor­gen wenig Umw­er­fend­es einem ent­ge­gen­springt: Merkel bekräftigt ein­mal mehr in einem Inter­view mit der Süd­deutschen Zeitung ihre Ablehnung von Euro-Bonds. Anson­sten gibt es dort viel Europa-Metaphorik zu lesen.

Max Gier­mann war für einen Auftritt in mein­er Heimat­stadt. Wird ja auch alles mit­ge­filmt heutzu­tage aus der zweit­en Rei­hen. Anson­sten: Man muss wohl dabei gewe­sen sein.

Und während ich mir die Frage stelle: Lachen Leute heute eigentlich leichter über Banales als über Schwierigeres? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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