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Die Nachtgeschichten von heute

  • Regard­ing Christo­pher | The Nation | Katha Pol­litt über Christo­pher Hitchens: “He was so fuelled by his own cer­tain­ty he claimed that the fail­ure to find weapons of mass destruc­tion in Iraq only proved they were there.”
  • Peter Schaar: Pri­ma leben ohne Pri­vat­sphäre? | „Machen wir das Beste daraus“ heißt für mich nicht, der­lei Entwick­lun­gen achselzuck­end hinzunehmen. Vielmehr muss der Weg in die demokratis­che Infor­ma­tion­s­ge­sellschaft mit gestal­ter­ischem Anspruch begleit­et wer­den. Dieser Anspruch umfasst rechtliche und wie tech­nol­o­gis­che Gestal­tung­sprinzip­i­en, um die Rechte der Net­zbürg­erin­nen und Net­zbürg­er – darunter das Recht auf Pri­vat­sphäre und auf infor­ma­tionelle Selb­st­bes­tim­mung – auch im 21. Jahrhun­dert zu gewährleis­ten.
  • Jür­gen Neffe: Guten­berg und die Brand­s­tifter | Das elek­tro­n­is­che Buch rev­o­lu­tion­iert den deutschen Markt. Wenn er sich nicht schützt, gerät er in die Hände über­mächtiger Akteure
  • Dieter Hilde­brandt: “Ich hab’ mich auf die Schiene gelegt” | ZEIT ONLINE | Der Kabaret­tist ken­nt die wahren Gründe für die Ver­spä­tun­gen.
  • Rita Falk: Schwein­skopf al dente » CUL­Tur­MAG | noch so ein pseudoba­juwarisch­er Com­e­dyquark halt –, wäre da nicht die unselige Art, mit der der Ich-Erzäh­ler (und seine Autorin) Min­der­heit­en abkanzeln. Waren es in „Win­terkartof­felknödel“ noch die Schwulen und die „Neger“, so kriegen dieses Mal die Ital­iener und die Türken ihr Fett weg. Nicht dass über sie herge­zo­gen wird ist dabei das Prob­lem, son­dern wie: her­z­los, hämisch und ohne dra­matur­gis­chen Sinn. Hin­ter dem Deck­män­telchen des Humors schim­mert etwas durch, was in kein­er Best­sellerliste etwas zu suchen haben sollte: Frem­den­feindlichkeit.
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Wie die Medien Christian Wulff absägen wollen

Vielle­icht hat es die soge­nan­nten Qual­itätsme­di­en gewurmt, dass gen Jahres­rück­blick der Rück­tritt Gut­ten­bergs dem Inter­net angekrei­det wird und die tra­di­tionellen Medi­en dies nur kom­men­tieren durften. Bezüglich der Kred­itaffäre von Chris­t­ian Wulff sind die Blog­ger etc. deut­lich ruhiger. Mit Recht. Denn Chris­t­ian Wulff hat schlicht recht, wenn er meint, nicht gegen das Min­is­terge­setz des Lan­des Nieder­sach­sen ver­stoßen zu haben. Und dies ist nicht bloß juridisch so.

Dies scheint aber nicht all zu leicht einge­se­hen zu wer­den, wed­er bei tra­di­tionellen Medi­en noch bei der Poli­tik:

https://twitter.com/#!/EvaHoegl/status/148506731088068608

Und so ein Satz von ein­er Juristin aus Osnabrück. Vielle­icht stützt sich diese Aus­sage auf Hans Her­bert von Arn­im, der in der taz meinte, Wulff habe gegen das soge­nan­nte Min­is­terge­setz Nieder­sach­sen ver­stoßen, dass Dar­lehen, die in Bezug auf ein Amt eines Land­tagsab­ge­ord­neten ste­hen, ver­bi­etet. Für Arn­im ist der Bezug auf ein Amt durch die Begleitun­gen des Kred­it­ge­bers auf Reisen Wulffs gegeben. Dabei darf sich ein Min­is­ter­präsi­dent berat­en lassen, von wem er will.

Wulff und sein Kred­it­ge­ber ken­nen sich schon seit vor sein­er Zeit als Land­tagsab­ge­ord­neter. Es beste­ht dem­nach keine Vorteil­snahme durch sein Amt als Min­is­ter­präsi­dent. Es beste­ht auch keine geschäftsmäßige Beziehung, da der Kredi­et nichts mit Wulffs Beruf als Recht­san­walt zu tun hat und auch der Kred­it­ge­ber nicht haupt­beru­flich Kred­ite vergibt. Und somit ist die Sach­lage ein­deutig: Es gibt keinen juris­tis­chen Ver­stoß.

Wollen die tra­di­tionellen Medi­en nun ern­sthaft aus dem nicht-juris­tis­chen einen moralis­chen Ver­stoß machen, indem sie behaupten, ein Poli­tik­er dürfe sich pri­vat kein Geld von Fre­un­den lei­hen?

Wieso die taz darauf kommt, Wulffs Haus sei dubios finanziert, wieso der SPIEGEL meint, Wulff habe moralisch Kred­it ver­spielt, wieso Herib­ert Prantl glaubt, das Kred­itver­hal­ten Wulffs sei falsch gewe­sen — das alles bleibt unklar und wirft die Frage auf, ob die tra­di­tionellen Medi­en nichts besseres zu tun haben, als dieses Blabla zu skan­dal­isieren.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Das nord­ko­re­anis­che Staat­sober­haupt Kim Jong Il ist tot.

Andreas Theyssen spekuliert in der ftd, warum sich Chris­t­ian Wulff angesichts der kom­menden Berichter­stat­tun­gen nicht im Amt des Bun­de­spräsi­den­ten hal­ten wird.

Christoph Süß bewegt die Selb­stzer­fleis­chung der FDP: [audio:http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_K1S/_AJS/_-rH_-vc/111217_0903_orange_Selbstzerfleischung-der-FDP.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Kann Wulff nur noch eine Naturkatas­tro­phe helfen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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