Markus Beckedahl zur Berufung Guttenbergs seitens der EU-Kommission

Ich habe eigent­lich schon viel zu Gut­ten­berg geschrie­ben, wie man an der Schlag­wort­wol­ke unschwer erken­nen kann. In letz­ter Zeit habe ich mich zurück­ge­hal­ten, weil ich nicht in ein Stan­dard­pö­beln abrut­schen woll­te. Ich wür­de ja nicht sagen, dass er über­haupt kei­ne Funk­tio­nen in der Poli­tik mehr beklei­den darf.

Mar­kus Becke­dahl wur­de im Mor­gen­ma­ga­zin zur Beru­fung Gut­ten­bergs befragt und da haut er kon­se­quent auf alles drauf, was das The­ma bie­tet:

Mir ist wie einem Kom­men­ta­to­ren auch posi­tiv auf­ge­fal­len, dass Becke­dahl weni­ger rumähmt, inzwi­schen ach­tet man da so drauf, dass man es über­trie­ben wahr­nimmt. Dane­ben schät­ze ich an Becke­dahl, dass er es schafft, am Ende des Inter­views so frisch wie am Anfang zu wir­ken.

Das Inter­view lei­det aber dar­an, dass man der Sache nach schlicht wenig sagen kann zur Beru­fung Gut­ten­bergs, außer dass er wenig Eig­nung für das The­ma auf­weist. Das muss aber nicht zu einer schlech­ten Amts­füh­rung füh­ren — und schwupps ist die Luft aus dem The­ma raus.

Der Berlusconi-Vergleich mag dem einen oder ande­ren lus­tig vor­kom­men, ist aber nur Popu­lis­mus und zeigt dem Mode­ra­tor an, dass das Inter­view nicht mehr sach­lich neu­es her­vor­brin­gen kann.

Tja, ich kann mir nicht hel­fen, es klingt mir zu lob­by­is­tisch. Viel­leicht liegt das aber auch am For­mat des Mor­gen­ma­ga­zins.

Aktua­li­sie­rung
Dani­el Goeu­de­vert
meint übri­gens, dass ein der­ar­ti­ger Bil­dungs­be­trü­ger in der Poli­tik nichts mehr zu suchen hat, weil er nicht mehr als Vor­bild taugt. Ich fin­de das inzwi­schen durch­aus über­zeu­gend.

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