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Die Nachtgeschichten von heute

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Markus Beckedahl zur Berufung Guttenbergs seitens der EU-Kommission

Ich habe eigent­lich schon viel zu Gut­ten­berg geschrie­ben, wie man an der Schlag­wort­wol­ke unschwer erken­nen kann. In letz­ter Zeit habe ich mich zurück­ge­hal­ten, weil ich nicht in ein Stan­dard­pö­beln abrut­schen woll­te. Ich wür­de ja nicht sagen, dass er über­haupt kei­ne Funk­tio­nen in der Poli­tik mehr beklei­den darf.

Mar­kus Becke­dahl wur­de im Mor­gen­ma­ga­zin zur Beru­fung Gut­ten­bergs befragt und da haut er kon­se­quent auf alles drauf, was das The­ma bie­tet:

Mir ist wie einem Kom­men­ta­to­ren auch posi­tiv auf­ge­fal­len, dass Becke­dahl weni­ger rumähmt, inzwi­schen ach­tet man da so drauf, dass man es über­trie­ben wahr­nimmt. Dane­ben schät­ze ich an Becke­dahl, dass er es schafft, am Ende des Inter­views so frisch wie am Anfang zu wir­ken.

Das Inter­view lei­det aber dar­an, dass man der Sache nach schlicht wenig sagen kann zur Beru­fung Gut­ten­bergs, außer dass er wenig Eig­nung für das The­ma auf­weist. Das muss aber nicht zu einer schlech­ten Amts­füh­rung füh­ren — und schwupps ist die Luft aus dem The­ma raus.

Der Berlusconi-Vergleich mag dem einen oder ande­ren lus­tig vor­kom­men, ist aber nur Popu­lis­mus und zeigt dem Mode­ra­tor an, dass das Inter­view nicht mehr sach­lich neu­es her­vor­brin­gen kann.

Tja, ich kann mir nicht hel­fen, es klingt mir zu lob­by­is­tisch. Viel­leicht liegt das aber auch am For­mat des Mor­gen­ma­ga­zins.

Aktua­li­sie­rung
Dani­el Goeu­de­vert
meint übri­gens, dass ein der­ar­ti­ger Bil­dungs­be­trü­ger in der Poli­tik nichts mehr zu suchen hat, weil er nicht mehr als Vor­bild taugt. Ich fin­de das inzwi­schen durch­aus über­zeu­gend.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Gut­ten­berg meint, er sei als Beauf­trag­ter für Netz­frei­heit der Euro­päi­schen Uni­on des­we­gen so geeig­net, weil er frü­her schon sich “mit der Netz­ge­mein­de” über Kin­der­por­no­gra­phie­be­kämp­fung aus­ge­tauscht hät­te. Hän­de hoch, wer sich dar­an erin­nern kann.

Der rus­si­sche Unter­neh­mer Michail Pro­cho­row plant, 2012 als Kan­di­dat fürs Prä­si­den­ten­amt gegen Putin anzu­tre­ten.

Das Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um unter Lei­tung von Kris­ti­na Schrö­der hat eine Bro­schü­re her­aus­ge­bracht, in der es heißt, bei der Tages­zei­tung Neu­es Deutsch­land hand­le es sich um eine links­ex­tre­me Publi­ka­ti­on. Auf Nach­fra­ge des Chef­re­dak­teurs bleibt das Minis­te­ri­um aber Bele­ge für die­se Ansicht schul­dig.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wird man jetzt das Demo­kra­tie­le­vel Russ­lands dar­aus schlie­ßen, wie gesund Putins Gegen­kan­di­dat den Wahl­kampf über­steht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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