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Die Nachtgeschichten von heute

  • Frank Rieger | Staat­stro­jan­er: Haupt­sache, wir kön­nen überwachen? — FAZ | Es war ein jäm­mer­lich­es Schaus­piel, das die Innen­min­is­ter von Bund und Län­dern in der ver­gan­genen Woche boten, als sie ver­sucht­en her­auszubekom­men, was eigentlich in Sachen Staat­stro­jan­er in ihrem eige­nen Beritt passiert war. Kon­fu­sion und Ahnungslosigkeit der Amtsin­hab­er bescherten der staunen­den Öffentlichkeit einen bun­ten Reigen von sich wider­sprechen­den, inhaltlich frag­würdi­gen und kor­rek­turbedürfti­gen State­ments. Statt strin­gen­ter trans­par­enter Aufk­lärung gab es Salami­tak­tik — nur schnit­ten die Min­is­ter nicht ein­mal von der­sel­ben Sala­mi.
  • Haus­durch­suchung | Bei Abriss Auf­s­tand | Am heuti­gen Dien­stag fand bei mir eine Haus­durch­suchung statt. Die Staat­san­waltschaft inter­essierte die Funk­tion­al­ität eines Plu­g­ins von Word­Press, da mit diesem ange­blich E-Mails mit gefälscht­en Absender­adressen ver­schickt wur­den.
  • Baden-Würt­tem­berg: Map­pus hat der CDU ein vergiftetes Erbe hin­ter­lassen — WELT ONLINE | Über­raschend ein­deutig hat der baden-würt­tem­ber­gis­che Staats­gericht­shof auf jeden Fall geurteilt, dass der Pforzheimer Christ­demokrat Ver­fas­sungs­bruch beg­ing, als er im Allein­gang fast sechs Mil­liar­den Euro für den Energiekonz­ern aus­gab. Außer­dem hat­te Map­pus den Deal einem Fre­und zugeschoben, dem Invest­ment­banker Dirk Nothe­is, der selb­st Mit­glied in der Süd­west-CDU war.
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Verständnis

Nach­dem Sie sich ver­ab­schiedet hat, und sich der Board­ing-Schlange zum Flieger angeschlossen hat, ste­he ich noch mit ihrer Oma ein wenig in der Halle des Düs­sel­dor­fer Flughafens und betreibe etwas Small-Talk. Ihre Oma kommt gebür­tig von der Krim, hat spät noch die deutsche Sprache gel­ernt und spricht daher etwas rade­brechend Deutsch mit jid­dis­chem Ein­schlag. Tagsüber marschiert sie stun­den­lang durch Düs­sel­dorf, abends schal­tet sie die Flim­merk­iste ein:

Chabe ich rus­sis­che Fernse­hen abbestellt. Chabe ich Enkel gesagt, machst du Kabel weg, will ich nicht mehr sehen. Immer das Gle­iche, immer jam­mern sie, immer neg­a­tiv. Russen immer das­selbe. Schaue ich jet­zt Car­men Nebel. Scheen. Und, äh, wie cheisst? Son­ntags, abends, Diri­gent?

André Rieu, helfe ich aus.

Ja

sagt sie und drückt ihre Hände an die Brust

scheeeeeeeen, so scheeeeen. Und schaue ich danach Mann mit Brille…

Gün­ter Jauch.

Ist nicht leicht zu ver­ste­hen. Nicht leicht. Redet mon­tags Palas­berg, auch schw­er, kann ich nicht gut ver­ste­hen. Kom­met dann Mais­chber­ga, kann ich sehr gut ver­ste­hen. Redet gut. Und Anne Will. Redet auch gut. Kann ich auch sehr gut ver­ste­hen. Sehr gutt. Beek­mann, schw­er. Redet schnell, so schnell. Ver­ste­he nicht gutt. Aber Anne Will ver­ste­he ich gutt.

Ja, Anne Will spricht schön deut­lich, stimme ich bei.

Nur ver­ste­he ich nicht: …

Nanu? Wer talkt denn da noch bei der ARD?

Warum reden Deutsche so viel?

Nee, keine Ahnung, das weiß ich auch nicht.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Hach, wie schön: Anja Krieger hat für fluter nieder­ländis­che Blo­gau­toren inter­viewt.

In Mai­land hat man einen ver­tikalen Wald angelegt.

Thomas Stadler und die Piraten­partei Bay­erns haben jew­eils Bay­erns Innen­min­is­ter Her­rmann wegen des Ein­satzes des Bay­ern-Tro­jan­ers angezeigt.

Sebas­t­ian Blombergs erster Radio-Tatort ist raus und klingt schon mal span­nen­der als der let­zte Fernseh-Tatort.

Udo hat seinen Ehrentag gefeiert, mit 11 Monat­en Ver­spä­tung:
[audio:http://mp3-download.ard.de/radio/radiotatort/2011_podcast_abschaum.mp3|artists=Frühstück bei Ste­fanie im NDR 2 Podcast|titles=Geburtstagsstar]

Und während ich mir die Frage stelle: Hat man bei den Öff­is mehr Spiel­raum für Radiokrim­is ver­glichen mit Fernsehkrim­is? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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