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Die Nachtgeschichten von heute

  • Oliv­er Samw­er walks out of an inter­view with TechCrunch | “Don’t get me wrong, I think [TechCrunch is] the best blog.” But he said that TechCrunch’s posi­tion on clones/copycats of US busi­ness­es was often “not a fair rep­re­sen­ta­tion of real­i­ty.” What did he mean by this?
  • milen­skaya: Wie wir den Bun­destag stürmten — Occu­py Berlin | Der Lauf startet vor dem Roten Rathaus und führte an “Unter den Lin­den ” ent­lang und sollte einen Stopp am Bran­den­burg­er Tor ein­le­gen. Danach gin­ge es zum Kan­zler­amt. Doch soweit kamen wir nicht. Kurz vor dem Bran­den­burg­er Tor wurde die Route umgeleit­et und es ging ger­adewegs zum Kan­zler­amt hin. Wie aus dem Nichts stürmten die vorderen Rei­hen der Demon­stran­ten über die Wiese zum Bun­destag hin.
  • Pla­giatsvor­würfe: Ver­mut­lich keine Anklage gegen Gut­ten­berg | ZEIT ONLINE | Das Ermit­tlungsver­fahren gegen den Ex-Min­is­ter ste­ht vor dem Abschluss. Voraus­sichtlich soll es keine Anklage geben – damit wäre der Weg frei für ein Polit-Come­back.
  • heise online — Ex-Polize­ichef: Krim­i­nal­itätsvorher­sage à la “Minor­i­ty Report” schon alltäglich | Für William Brat­ton, den früheren Polize­ichef von New York und Los Ange­les, gehört die mas­sive Infor­ma­tion­s­analyse längst zum gängi­gen Handw­erk­szeug der Strafver­fol­ger. Die im Spiel­berg-Streifen “Minor­i­ty Report” unter dem Stich­wort “Pre­Crime” gezeigten Ver­suche zur Voraus­sage kün­ftiger Ver­brechen kön­nten heute mit einem iPad bewältigt wer­den, erk­lärte der “Super­cop” am Fre­itag auf der “Wired”-Konferenz in Lon­don. In der täglichen Polizeiar­beit drehe sich spätestens seit den Anschlä­gen am 11. Sep­tem­ber 2001 alles um die Daten­samm­lung und die daraus ableit­baren Aufk­lärungsmöglichkeit­en.
  • VW und Telekom — Kor­rup­tions-Anklage wegen Fußball-Spon­sor­ing | sueddeutsche.de | Die Staat­san­waltschaft hat nach SZ-Infor­ma­tio­nen Anklage wegen Kor­rup­tion bei einem Geschäft zwis­chen VW und der Deutschen Telekom erhoben. Bei dem Deal hät­ten dem­nach mehrere Mil­lio­nen für den Volk­swa­gen-Werk­sklub VfL Wolfs­burg abfall­en sollen.
  • Wir sind die 99% | Wir sind die 99%. Wir wer­den auf­grund steigen­der Mieten aus unseren Stadtvierteln ver­trieben. Wir sind gezwun­gen, zwis­chen Lebens­mit­teln und Miete zu wählen. Wir lei­den unter der Aus­beu­tung unseres Plan­eten. Wir arbeit­en lange und hart für wenig Geld und haben keine Rechte, wenn wir über­haupt Arbeit haben. Wir bekom­men nichts, während das eine Prozent immer alles zu bekom­men scheint. Wir sind die 99% . Es ist an der Zeit Farbe zu beken­nen. Empöre dich! Zeige dich! Zeigen wir der Welt wie viele wir sind…
  • Out­cry in Amer­i­ca as preg­nant women who lose babies face mur­der charges | The Guardian | Women’s rights cam­paign­ers see the creep­ing crim­i­nal­i­sa­tion of preg­nant women as a new front in the cul­ture wars over abor­tion.
  • Warum inter­viewen die Tages­the­men den Unternehmens­ber­ater Berg­er zu Griechen­land? Damit er die Pri­vatisierung des griechis­chen Volksver­mö­gens fordern kann! | Nach­Denk­Seit­en – Die kri­tis­che Web­site | Gestern Abend in den Tages­the­men ein Inter­view mit Roland Berg­er zu Griechen­land. Er sagte einiges Vernün­ftiges. Zum Beispiel, dass es jet­zt darauf ankomme, die griechis­che Wirtschaft wieder ans laufen zu brin­gen. Dann aber wörtlich bei Minute 5 und 45 Sekun­den: „Das geht nur, wenn man das große staatliche Ver­mö­gen … pri­vatisiert.“ Wieso geht das nur bei Pri­vatisierung? Wieso nicht mit öffentlichem Beschäf­ti­gung­spro­gram­men usw.? Albrecht Müller.
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Kohls ehemaliger Redenschreiber über die Piraten

Na, was soll man denn nun davon hal­ten? Der ehe­ma­lige Reden­schreiber Hel­mut Kohls Stephan Eisel fühlt sich berufen, vor dem Men­schen­bild der Piraten­partei zu war­nen.

Ger­ade beim Kern­the­ma der Inter­net­partei tritt dabei die prob­lema­tis­che Grun­daus­rich­tung der Pirat­en offen zu Tage: Ihr Men­schen­bild ignori­ert die Ver­schiedenar­tigkeit und Gle­ich­w­er­tigkeit der Men­schen. Denn wer mit dem Inter­net nichts anfan­gen kann oder will, passt nicht in ihr dig­i­tales Welt­bild und gehört nicht zu den „Auser­wählten“ der neuen Zeit. Das Welt­bild der Pirat­en ver­weigert sich zudem kon­se­quent dem unverzicht­baren und unau­flös­baren Zusam­men­hang von Frei­heit und Ver­ant­wor­tung. Vor einem christlichen Men­schen­bild kann aber elitäres Gebaren eben­so wenig beste­hen wie die bedin­gungslose Vergöt­terung eines neuen Medi­ums.

Die Piraten­partei der­art als Sek­te vorzustellen ist unge­fähr so fair, als wenn man alle Kohl-Ver­fehlun­gen auf Eisel beziehen würde. Warum über­haupt soll eine Partei so unge­mein religiös geprägt sein, wie Eisel meint? Der von Eisel vorge­fun­dene Eliten­be­griff ist schlicht von ihm selb­st in die Piraten­partei rein­ge­le­sen wor­den und kann so selb­stver­ständlich leicht raus­ge­le­sen wer­den. Damit fol­gt Eisel eh dem katholis­chen Mantra, wer dem recht­en Glauben abschwört, verehrt falsche Göt­ter. Abge­se­hen, dass dieses Vorge­hen zum Handw­erk­szeug eines Reden­schreibers gehört, ist diese Finte strun­zdäm­lich.

Daneben ist ja der let­zte Satz schon von ent­lar­ven­der Ein­fältigkeit: Vor dem christlichen Men­schen­bild kann elitäres Gebaren nicht beste­hen? Schon lange keinen kri­tis­chen Blick mehr auf die Katholis­che Kirche gewor­den, was, Herr Eisel?

Nein, nein, die Pirat­en sind sicher­lich unge­mein kri­tisierungs­bedürftig, man kriegt sie aber sich­er nicht mit dem unkri­tisch-christlichem Gefasel aus den 80ern.

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