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Die Nachtgeschichten von heute

  • Tagesschau-App vor Gericht | tagesschau.de | Von mor­gen an wird über die Tagesschau-App vor dem Land­ge­richt Köln ver­han­delt. Klä­ger sind acht Ver­la­ge, die dem mobi­len Inter­net­an­ge­bot “Pres­se­ähn­lich­keit” vor­wer­fen. Beklag­te sind die ARD und der NDR. Die Ver­la­ge wol­len errei­chen, dass das Ange­bot kaum noch Text ent­hal­ten darf.
  • Inter­view mit BNP-Chef Prot: „Kön­nen Sie nachts noch ruhig schla­fen?“ | Han­dels­blatt | Bau­doin Prot, der Chef von BNP Pari­bas, der größ­ten fran­zö­si­schen Bank, hat die Handelsblatt-Redakteure Nico­le Bas­ti­an und Robert Land­graf vor vier Wochen zum Inter­view emp­fan­gen. Anschlie­ßend wur­den die Ant­wor­ten von Bau­dou­in Prot mehr­fach über­ar­beit und schließ­lich zurück­ge­zo­gen. Ange­sichts der aktu­el­len Lage im Ban­ken­sek­tor woll­te man sich nicht mehr äußern. Das Han­dels­blatt doku­men­tiert ein Inter­view ohne Ant­wor­ten — stell­ver­tre­tend für eine Geld­e­li­te, der es die Spra­che ver­schla­gen hat.
  • Black­boards in Porn |
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Mei­ne Hei­mat­stadt hat ihre all­jähr­li­ches selt­sa­mes Tötungs­de­likt. Nach der flie­gen­den Kuh, der ver­senk­ten Frau aus dem Kata­log, dem Hells-Angels-Motorradhändler, der ver­gra­be­nen Ex, dem Zug-die-Vorfahrt-Nehmer, nun der finanz­schwa­che Jäger mit der Flin­te im Haus.
Die Blöd­zei­tung war natür­lich auch schon da, aber deren Beu­te war ver­gleichs­wei­se gering: Ein­mal Lei­chen­sack abfo­to­gra­fiert und zwei­mal von Face­book geklau­te Fotos, ver­schwur­belt mit wenig span­nen­dem Nach­bar­schafts­ge­trat­sche. Hin­ter die eigent­li­che Geschich­te sind sie nicht gekom­men. Und viel­leicht ist das ein ganz gutes Zei­chen.
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Tomasz Konicz skiz­ziert die all­ge­mei­ne Demons­tra­ti­on gegen die Aus­wü­che­se des Kapi­ta­lis­mus, die sich von den USA aus ver­brei­tet.

Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Fried­rich ruft die Län­der zum Stopp des Ein­sat­zes des Bun­destro­ja­ners auf, solan­ge der mehr kön­ne, als er gesetz­lich darf. Das ist inso­fern wit­zig, als die Län­der nicht für die Zoll­ver­wal­tung zustän­dig sind, und dadurch, dass er so sei­nen CSU-Kollegen Herr­mann zurecht qua­si abwatscht.

Ges­tern hat sich Vol­ker Pis­pers mit den Ban­ken beschäf­tigt:
[audio:http://medien.wdr.de/m/1318311481/radio/wdr2kabarett/wdr2kabarett_pispers_20111011_1050.mp3|artists=Volker Pis­pers im WDR 2 Kabarett|titles=Banken]

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Demons­trie­ren die Bay­ern wohl auch eines Tages gegen die CSU? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Meine aufgeflogene Anonymität bei Google Plus

Die Über­schrift ist etwas irre­füh­rend, denn nie­mand hat mei­nen Klar­na­men mit mei­nem Pseud­onym iden­ti­fi­ziert. Sei’s drum: Jemand muss mich denun­ziert haben. Goog­le lässt mich nicht mehr Goog­le Plus als Too much infor­ma­ti­on (und Varia­tio­nen davon) ver­wen­den. Die Fürung eines Pseud­onyms bei Goog­le Plus ist bei mir gera­de mal 4 Tage lang gut gegan­gen, jetzt heißt mein Goog­le Plus-Name nicht mehr Too much infor­ma­ti­on (ähn­li­che Benut­zer­na­men wie too much bun­nies gibt es wei­ter­hin), son­dern Ste­fan Anders. Das ist genau­so falsch, aber soll Goog­le doch mal sei­ne Müh­len anschmei­ßen und genau das raus­fin­den, wozu haben die so vie­le Daten?
Goog­le wüß­te, so schrei­ben sie extra bei dem Hin­weis auf ange­droh­te Kom­plettsper­rung, d.i. aller Google-Dienste, wenn man den Namen nicht in einen für Goog­le akzep­ta­blen ändert, das eini­ge die­se Ansicht zu Pseud­ony­men anders sehen, aber bla bla. Mit ande­ren meint man wohl den deut­schen Gesetz­ge­ber.
Dabei geht es mir gar nicht im ers­ten Sin­ne um Anony­mi­tät, ich habe mir nur die Fra­ge gestellt, ob ich not­wen­di­ger­wei­se über­all, d.i. auch wenn ich den Goog­le Reader ver­wen­de, bei Goog­le mei­nen Klar­na­men ste­hen haben muss. Nein, muss ich nicht. Mei­ne Sät­ze sind auch ohne mei­nen Namen ver­ständ­lich. Es reagie­ren auch ohne mei­nen Klar­na­men intel­li­gen­te Leu­te auf mei­ne Gedan­ken. Nie­mand erfährt durch mei­nen Klar­na­men einen wesent­li­chen Infor­ma­ti­ons­ge­winn, den er mit dem ande­ren Pseud­onym nicht gewinnt. Und gera­de das fand ich wit­zig, das kann wei­ter gehen. Den Klar­na­men erfährt man eh, wenn man 1 und 1 zusam­men­zäh­len kann.
Außer­dem kann man mich auch über das Icon iden­ti­fi­zie­ren, nicht bloß über den Namen. Also ein­fach mal auf Goog­le pfeif­fen, wenn die der­art auf die Rech­te ihrer Nut­zer pfeif­fen.

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