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  • Wer­bepart­ner von kino.to bekom­men Prob­leme — WinFuture.de — Die Betreiber des viel besucht­en Video­por­tals kino.to kon­nten in den let­zten Monat­en vor der Schließung ihrer Seite einen zweis­tel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag durch Wer­bung ver­di­enen. Jet­zt will die Staat­san­waltschaft Dres­den gegen die Wer­bepart­ner von kino.to vorgehen.<br />
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    Laut einem Bericht des Nachricht­en­magazins ‘Focus’ hat die Gesellschaft zur Ver­fol­gung von Urhe­ber­rechtsver­let­zun­gen (GVU) berech­net, dass allein im let­zten Jahr rund 14,6 Mil­lio­nen Euro mit Hil­fe von Wer­bung gener­iert wer­den kon­nten.
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Uwe

Sacha Brohm hat mir mal erzählt, er hätte früher unheim­lich gerne in etwas abge­halfterten Biele­felder Kneipen abge­hangen. Irgend­wann wäre man dann dort bekan­nt, “das ist der Sacha da”, und, wenn man aushält, würde man auf Typen tre­f­fen, die einem die merk­würdig­sten Geschicht­en erzählen.
Sowas in der Art war das beim let­zten Biele­felder Inter­net­ge­mein­de­tr­e­ff, kurz Biblo­sta­ti, der Fall: Nach­dem der erste Bulk an Leuten die Heim­reise ange­treten hat­te, und noch der harte Kern im düsteren Hin­ter­stübchen übrig blieb, kam ein erschüt­tert­er Wom­ke vom stillen Örtchen zurück an den Stammtisch:

Also, das glaub­ste ja nicht. Da ste­ht unsere­ins pullernd am Pis­sior, lehnt sich ein­er in meinen Bere­ich rüber und meint: “Ey, ich bin der Uwe. Ich hab, mor­gen Geburt­stag. Kommsse vor­bei, weiße schon mal bescheid. Bring­ste Wod­ka und 2 Cola mit, dann geht das klar. Also tschö dann.” und lehnt sich wieder weg.

Wir schüt­teln alle ver­wun­dert die Köpfe, machen nochmal kurz aus volle Gläs­er leere Gläs­er, da geht ne gute Stunde später die Tür auf: Uwe!

Hey, Jungs! Na, wie schaut’s? Ich bin Uwe. Nur mit das klar ist. Ich mach mor­gen ne Par­ty, seid ihr alle dabei, Ernst-Wie­mann-Straße, gegenüber vom Kranken­haus-Mitte, bringt ihr Wod­ka mit und 2 Cola, ich hab da auch noch ein Fahrrad draußen ste­hen, super Ange­bot, kostet auf­fer Liste 500, ihr kriegt das für 150, braucht noch jemand ein Fahrrad? Hab ich beim Pok­er gewon­nen, lag ein Tausender aufm Tisch. Spitzen­teil, kostet eigentlich 500, ihr kriegt das für 150, ich hab auch noch ein Damen­fahrrad zuhause, Ket­tler, kön­nt ihr anguck­en, kommt ihr mit, ich muss nochmal nach vorne, bis dann.

Ist ja super, denke ich. Eine Stunde später und er hat immer noch densel­ben Getränkewun­sch. Und wieso hat er nicht den Tausender genom­men, wenn er gewon­nen hat? Naja, wir lachen etwas, machen nochmal kurz aus volle Gläs­er leere Gläs­er und tendieren dann ab zur Theke. Am Ende der Theke höre ich schon Uwe, der eine hal­b­volle Becks­flasche schief hal­tend seinem Neben­mann hin­hält:

… is noch frisch. Verkauf ich dir für 1,50.

Ich begle­iche meinen Deck­el und dann sehe ich, dass Uwe tat­säch­lich ein Fahrrad neben sich in der Kneipe ste­hen hat und er haut seinen Neben­mann noch mal kurz an:

… kostet auf der Liste 500, für dich 250!

bis der aus der Kneipe flüchtet. So schnell steigen die Fahrrad­preise in der Tan­gente.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Bun­desregierung plant zu Gun­sten der FDP eine Steuersenkung ab 2013, die so kaum jemand will. 2013 ist das dann aber wohl eher ein poli­tis­ches Prob­lem von Rot-Grün. Jet­zt soll die FDP aber mal erk­lären, wo dafür ges­part wer­den soll.

Dafür haben Poli­tik­er wieder ein Som­mer­loch-The­ma gefun­den: Face­book-Par­ties ver­bi­eten. Gott­sei­dank haben wir alle anderen Prob­leme schon gelöst.

Die Jahres­ge­häl­ter von 17 Führungskräften von Spiegel TV sind geleakt wor­den. Vor kurzem soll­ten 35 weniger gut dotierte Stellen gestrichen wer­den.

Und während ich mir die Frage stelle: Wird das jet­zt Stan­dard, dass die Umset­zung von Wahlver­sprechen ans Ende ein­er Leg­is­laturpe­ri­ode geset­zt wer­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Knöllchen

Lustig ist es ja doch irgend­wie: Da wird die juris­tis­che Dok­torar­beit der Tochter von Edmund Stoiber bei Vroni­plag als Pla­giat geoutet, die Staat­san­waltschaft begutachtet deren Dok­torar­beit, die eigentlich laut Dis­ser­ta­tion­sor­d­nung einen Zusatz bein­hal­ten soll, dass der Doktorand/ die Dok­torandin an Eides statt erk­lärt, nicht zu plagi­ieren, dieser aber fehlt und deswe­gen stellt die Staat­san­waltschaft die Nach­forschun­gen wegen Falsch­ab­gabe ein­er eidesstat­tlichen Erk­lärung ein. Juris­ten unter sich.
Ich glaube ja, dass Kants Umschrei­bung des Eides nach wie vor zutr­e­f­fend ist: Er sei nicht mehr als ein bürg­er­lich­es Erpres­sungsmit­tel.

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Cre­ative com­mence licence ]

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