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Archiv für Juli 2011

Die Top10-Tweets des Junis


https://twitter.com/SuperMarki/status/84306162916401153

Guten Morgen

Morgenkaffee

Im Fall Strauß-Kahn macht die New York Times mit einer Wen­de­mög­lich­keit auf: Wird die Ankla­ge schon bald fal­len gelassen?

Ein ers­ter Erfolg der Umstel­lung auf das Bachelor-/Master-Studiensystem: Die Stu­den­ten neh­men mehr Psy­cho­phar­ma­ka.

Zum Wochen­en­de: Die Top 10 Tweets des Juni.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer­den Män­ner zuneh­mend durch die öffent­lich skan­da­li­sier­ten Ver­ge­wal­ti­gungs­vor­wür­fe in ihrer Exis­tenz gefähr­det? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Der Gitarrenbauer

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  • Netz­werk Recher­che ver­jagt den Vor­sit­zen­den: Putsch im “Sau­ber­keits­ver­ein” — taz.de — Es ist ein Abend, der eine Freu­de wäre für jeden Jour­na­lis­ten auf einer Pres­se­kon­fe­renz der Bun­des­re­gie­rung. Da vor­ne sit­zen die Chefs, und schon ihr lang­sa­mes, ihr bedrück­tes, ver­schäm­tes Gestam­mel deu­tet dar­auf hin: Irgend­et­was stimmt hier ganz und gar nicht. Doch wenn hier etwas ganz und gar nicht stimmt, gera­de hier, in die­sem Krei­se, dann stimmt viel­leicht vie­les nicht mehr.

Quer: Sommermärchen

Lesezeichen

  • Euro­pa­po­li­tik: Auf­stieg und Fall der Esther Sil­va­na Koch-Mehrin — Inland — Poli­tik — FAZ.NET — Für die Par­tei war der Mar­ken­ar­ti­kel Koch-Mehrin lan­ge ein gutes Geschäft. Ihre Kol­le­gen im Euro­pa­par­la­ment erweck­ten jeden­falls nie den Anschein, dass sie lie­ber von einem detail­ver­ses­se­nen Pro­gramm­ar­bei­ter geführt wür­den. Die Dele­ga­ti­ons­che­fin trug zu soli­den Wahl­er­geb­nis­sen bei, auf deren Grund­la­ge die ande­ren FDP-Abgeordneten dann ihr Spe­zia­lis­ten­tum ent­fal­ten konn­ten. Frau Koch-Mehrin selbst schien eben­falls kei­ne Nei­gung zu ver­spü­ren, ins erns­te­re Fach zu wech­seln. Um die Brüs­se­ler Pres­se küm­mer­te sie sich nicht all­zu viel, dafür war in der „Bun­ten“ oft von ihr zu lesen. Im „Stern“ führ­te sie sogar ihren nack­ten Baby­bauch vor, ohne dass das jeman­den ernst­haft stör­te. Gele­gent­lich wur­de sie als Anwär­te­rin auf Ber­li­ner Spit­zen­äm­ter genannt, wie Gene­ral­se­kre­tä­rin der Par­tei oder Bil­dungs­mi­nis­te­rin, aber das haben Ein­ge­weih­te immer für Falsch­mel­dun­gen gehalten.

Knöllchen

Lus­tig ist es ja doch irgend­wie: Da wird die juris­ti­sche Dok­tor­ar­beit der Toch­ter von Edmund Stoi­ber bei Vro­ni­plag als Pla­gi­at geou­tet, die Staats­an­walt­schaft begut­ach­tet deren Dok­tor­ar­beit, die eigent­lich laut Dis­ser­ta­ti­ons­ord­nung einen Zusatz beinhal­ten soll, dass der Doktorand/ die Dok­to­ran­din an Eides statt erklärt, nicht zu pla­gi­ie­ren, die­ser aber fehlt und des­we­gen stellt die Staats­an­walt­schaft die Nach­for­schun­gen wegen Falsch­ab­ga­be einer eides­statt­li­chen Erklä­rung ein. Juris­ten unter sich.
Ich glau­be ja, dass Kants Umschrei­bung des Eides nach wie vor zutref­fend ist: Er sei nicht mehr als ein bür­ger­li­ches Erpres­sungs­mit­tel.

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Crea­ti­ve com­mence licence ]

Guten Morgen

Morgenkaffee

Die Bun­des­re­gie­rung plant zu Guns­ten der FDP eine Steu­er­sen­kung ab 2013, die so kaum jemand will. 2013 ist das dann aber wohl eher ein poli­ti­sches Pro­blem von Rot-Grün. Jetzt soll die FDP aber mal erklä­ren, wo dafür gespart wer­den soll.

Dafür haben Poli­ti­ker wie­der ein Sommerloch-Thema gefun­den: Facebook-Parties ver­bie­ten. Gott­sei­dank haben wir alle ande­ren Pro­ble­me schon gelöst.

Die Jah­res­ge­häl­ter von 17 Füh­rungs­kräf­ten von Spie­gel TV sind gele­akt wor­den. Vor kur­zem soll­ten 35 weni­ger gut dotier­te Stel­len gestri­chen werden.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wird das jetzt Stan­dard, dass die Umset­zung von Wahl­ver­spre­chen ans Ende einer Legis­la­tur­pe­ri­ode gesetzt wer­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Uwe

Sacha Brohm hat mir mal erzählt, er hät­te frü­her unheim­lich ger­ne in etwas abge­half­ter­ten Bie­le­fel­der Knei­pen abge­han­gen. Irgend­wann wäre man dann dort bekannt, “das ist der Sacha da”, und, wenn man aus­hält, wür­de man auf Typen tref­fen, die einem die merk­wür­digs­ten Geschich­ten erzählen.
Sowas in der Art war das beim letz­ten Bie­le­fel­der Inter­net­ge­mein­de­treff, kurz Bib­lo­sta­ti, der Fall: Nach­dem der ers­te Bulk an Leu­ten die Heim­rei­se ange­tre­ten hat­te, und noch der har­te Kern im düs­te­ren Hin­ter­stüb­chen übrig blieb, kam ein erschüt­ter­ter Wom­ke vom stil­len Ört­chen zurück an den Stammtisch:

Also, das glaubs­te ja nicht. Da steht unser­eins pul­lernd am Pis­si­or, lehnt sich einer in mei­nen Bereich rüber und meint: “Ey, ich bin der Uwe. Ich hab, mor­gen Geburts­tag. Komms­se vor­bei, wei­ße schon mal bescheid. Brings­te Wod­ka und 2 Cola mit, dann geht das klar. Also tschö dann.” und lehnt sich wie­der weg.

Wir schüt­teln alle ver­wun­dert die Köp­fe, machen noch­mal kurz aus vol­le Glä­ser lee­re Glä­ser, da geht ne gute Stun­de spä­ter die Tür auf: Uwe!

Hey, Jungs! Na, wie schaut’s? Ich bin Uwe. Nur mit das klar ist. Ich mach mor­gen ne Par­ty, seid ihr alle dabei, Ernst-Wiemann-Straße, gegen­über vom Krankenhaus-Mitte, bringt ihr Wod­ka mit und 2 Cola, ich hab da auch noch ein Fahr­rad drau­ßen ste­hen, super Ange­bot, kos­tet auf­fer Lis­te 500, ihr kriegt das für 150, braucht noch jemand ein Fahr­rad? Hab ich beim Poker gewon­nen, lag ein Tau­sen­der aufm Tisch. Spit­zen­teil, kos­tet eigent­lich 500, ihr kriegt das für 150, ich hab auch noch ein Damen­fahr­rad zuhau­se, Kett­ler, könnt ihr angu­cken, kommt ihr mit, ich muss noch­mal nach vor­ne, bis dann.

Ist ja super, den­ke ich. Eine Stun­de spä­ter und er hat immer noch den­sel­ben Geträn­ke­wunsch. Und wie­so hat er nicht den Tau­sen­der genom­men, wenn er gewon­nen hat? Naja, wir lachen etwas, machen noch­mal kurz aus vol­le Glä­ser lee­re Glä­ser und ten­die­ren dann ab zur The­ke. Am Ende der The­ke höre ich schon Uwe, der eine halb­vol­le Becks­fla­sche schief hal­tend sei­nem Neben­mann hinhält:

… is noch frisch. Ver­kauf ich dir für 1,50.

Ich beglei­che mei­nen Deckel und dann sehe ich, dass Uwe tat­säch­lich ein Fahr­rad neben sich in der Knei­pe ste­hen hat und er haut sei­nen Neben­mann noch mal kurz an:

… kos­tet auf der Lis­te 500, für dich 250!

bis der aus der Knei­pe flüch­tet. So schnell stei­gen die Fahr­rad­prei­se in der Tangente.

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  • Wer­be­part­ner von kino.to bekom­men Pro­ble­me — WinFuture.de — Die Betrei­ber des viel besuch­ten Video­por­tals kino.to konn­ten in den letz­ten Mona­ten vor der Schlie­ßung ihrer Sei­te einen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag durch Wer­bung ver­die­nen. Jetzt will die Staats­an­walt­schaft Dres­den gegen die Wer­be­part­ner von kino.to vorgehen.<br />
    <br />
    Laut einem Bericht des Nach­rich­ten­ma­ga­zins ‘Focus’ hat die Gesell­schaft zur Ver­fol­gung von Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen (GVU) berech­net, dass allein im letz­ten Jahr rund 14,6 Mil­lio­nen Euro mit Hil­fe von Wer­bung gene­riert wer­den konnten.
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