Guten Morgen, liebe Folglinge! ☕

Archiv für den 10. Mai 2011

Guten Morgen

Morgenkaffee

Ab heu­te kann man Twitter-Einträge und -kon­ten flattrn, d.h. ihnen über ein flattr-Konto Geld zukom­men las­sen. Den­noch will mir nicht ein­leuch­ten, dass flattr durch sei­ne neu­en Stra­te­gi­en den Durch­bruch erzielt.

Tony Blair ist ja in Groß­bri­tan­ni­en der unbe­lieb­tes­te Ex-Premierminister. Und das füt­tert er gera­de wohl wie­der: Sein neu­es Büro in West­asi­en ließ er sich aus einem Topf mit Gel­dern für behin­der­te Kin­der bezah­len, berich­tet Fefe.

Der japa­ni­sche Wis­sen­schaft­ler Shi­ba­ta hat in Darm­stadt den Pfle­gero­bo­ter Paro vor­ge­stellt.

Chris­toph Süß befasst sich anläss­lich der bin-Laden-Tötung mit Rache und Rechtsstaat:

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Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Sind gro­ße Poli­ti­ker immer im Aus­land belieb­ter als daheim? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

Was ich noch sagen wollte zu… Horst Seehofers Hobbykeller

Viel­leicht ist das ja die süße Rache des CSU-Chefs: Da wird ihm von den Medi­en sein Nach­fol­ger von der Poli­tik­büh­ne weg­re­cher­chiert und ist sein Hob­by­kel­ler mit aus­schlag­ge­bend dafür, dass einem SPIEGEL-Mitarbeiter ein Jour­na­lis­mus­preis aberkannt wird, weil die­ser sei­nen als Repor­ta­ge ein­ge­reich­ten Text etwas ver­schö­nert hat.

Beim Spie­gel ist man brüs­kiert:

René Pfis­ter hat in den ers­ten vier Absät­zen sei­ner vier Sei­ten umfas­sen­den Geschich­te über Horst See­ho­fer das Hob­by des CSU-Vorsitzenden geschil­dert, der in sei­nem Kel­ler eine Märklin-Eisenbahn ste­hen hat. Die Infor­ma­tio­nen für den Ein­stieg beruh­ten auf Gesprä­chen mit See­ho­fer, des­sen Mit­ar­bei­tern sowie SPIEGEL-Kollegen, die den Hob­by­kel­ler selbst in Augen­schein genom­men haben. An kei­ner Stel­le hat der Autor behaup­tet, selbst in dem Kel­ler gewe­sen zu sein.

Das ist ja auch nicht unbe­dingt Kern des Ansto­ßes. Kern des Ansto­ßes ist die Inter­pre­ta­ti­on des Begrif­fes Repor­ta­ge. Und wenn man das dar­un­ter ver­steht, was man in der Wiki­pe­dia fest­hält, nämlich

Als Repor­ta­ge (von lat. reporta­re = berich­ten, mel­den) bezeich­net man im Jour­na­lis­mus unter­schied­li­che Dar­stel­lungs­for­men, bei denen der Autor nicht vom Schreib­tisch aus, son­dern aus unmit­tel­ba­rer Anschau­ung berichtet.

dann ist Pfis­ters Text eher ein Mix aus Kolpor- und Repor­ta­ge, als eine lupen­rei­ne Repor­ta­ge. Aber es fin­den sich wei­te­re Text­stel­len, die frag­lich machen, wie­so die Jury die­sen Text über­haupt als Repor­ta­ge ange­se­hen hat.

Dabei ist Pfis­ters Text, wenn man von der Hobbykeller-Geschichte mal absieht, wirk­lich gut, und die Hobbykeller-Geschichte wird es nicht gewe­sen sein, die die Jury des Egon-Erwin-Kisch-Preises zu ihrer Ent­schei­dung ver­an­lasst hat. Dar­in liegt eben die Tra­gik der Geschich­te: Dass Pfis­ter gedacht hat, man müs­se die an sich gute Geschich­te mit der Hobbykeller-Geschichte anheizen.

Volker Pispers: Wie Obama sich den Friedensnobelpreis verdiente

The world is talking. Are you listening?

Inzwi­schen tru­deln die letz­ten mit­ge­schnit­te­nen Vor­trä­ge der re:publica 2011 ein, die mich grund­sätz­lich nicht begeis­tert hat. Bei die­sem Vor­trag von Sola­na Lar­sen ist das anders: Vor­trags­wei­se, kla­re Spra­che, Gehalt und die durch­aus ver­ständ­li­che Behaup­tung, es gebe eine Pflicht sich für aus­län­di­sche Blogs zu inter­es­sie­ren, erge­ben einen ganz wun­der­ba­ren Vortrag.

Lar­sen ist Chef­re­dak­teu­rin bei Glo­bal Voices, einer Inter­net­platt­form, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Men­schen über­all auf der Welt in Dia­lo­ge über Blogs zu ver­set­zen. Und die Erfol­ge sind beträchtlich: 

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