Beckedahls Antwort auf die Kritiker der Digitalen Gesellschaft

In der Ber­li­ner Zei­tung und als Kopie auch unter der Frank­fur­ter Rund­schau wur­de ein Inter­view mit Mar­kus Becke­dahl zur Kri­tik an dem von ihm vor­ge­stell­ten Ver­ein Digi­ta­le Gesell­schaft ver­öf­fent­licht. In die­sem Inter­view ant­wor­tet Becke­dahl den Kri­ti­kern der Ver­eins­vor­stel­lung.

Größ­ten­teils ist das, was Becke­dahl da sagt, nur Bla­bla: Der Lobo sei nicht von Anfang an mit im Boot gewe­sen und habe

mit dem Ver­ein rela­tiv wenig zu tun.

was immer das hei­ßen soll. Rich­tig lus­tig wird es dann aber mit Becke­dahls Sei­ten­hieb auf Robin Meyer-Lucht:

Bei Robin Meyer-Lucht wuss­te ich vor allem nicht, ob er aus Sicht sei­ner Verlagsberater-Tätigkeit oder als E-Plus-Lobbyist gegen die Idee schießt, dass mal jemand Nut­zer­inter­es­sen, die in der Regel dia­me­tral zu den Inter­es­sen von Robin Meyer-Luchts Auf­trag­ge­bern ste­hen, in Form einer in Zukunft viel­leicht schlag­kräf­ti­gen Orga­ni­sa­ti­on ver­tre­ten möch­te.

Wobei man nicht ver­schwei­gen soll­te, dass der Fra­ge­stel­ler Marin Maji­ca hier alles ande­re als kri­tisch jour­na­lis­tisch agiert, denn die­ser Ant­wort ging fol­gen­der Satz vor­aus:

Robin Meyer-Lucht vom bekann­ten Blog Carta.info wirk­te fast schon belei­digt, dass er nicht dabei ist.

Also weder Fra­ge­stel­ler noch Befrag­ter gehen von einer sach­lich berech­tig­ten Kri­tik Meyer-Luchts am Ver­ein Digi­ta­le Gesell­schaft aus.

Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis: Auf dem von Meyer-Lucht dem als offe­ner Dis­kus­si­ons­platt­form einst vor­ge­stell­ten Blog carta.info waren kurz nach Vor­stel­lung des Ver­eins Digi­ta­le Gesell­schaft drei gegen die­se Initia­ti­ve gerich­te­te Arti­kel erschie­nen. Ich hat­te das hier kri­ti­siert, was — um es der Voll­stän­dig­keit hal­ber anzu­ge­ben — von @netzpolitik ret­wee­tet wur­de.

Zumin­dest sieht man aus dem bis­her Vor­ge­fal­le­nen, dass Becke­dahl in der kom­for­ta­ble­ren Lage ist, in Zei­tungs­in­ter­views gegen sei­ne Kri­ti­ker vor­zu­ge­hen, wäh­rend die dies nur in eige­nen Blogs machen kön­nen. Über­zeu­gend ist dies aber nicht: Weder ist es ein­leuch­tend, dass die dün­ne FAQ-Seite des Ver­eins die Kri­ti­ker besänf­tigt hät­te, noch dass es wün­schens­wert sei, dass Sascha Lobo mit sei­ner Kri­tik an des­sen Kri­ti­kern

vie­len ins Gewis­sen gere­det

habe. Dazu ist schlicht zu wenig Inhalt in dem, was Lobo sagt. Man muss aber schließ­lich auch nicht Inhal­te ernst­haft ver­tre­ten, um bei Anne Will zu lan­den, son­dern pla­ka­ti­ve Sät­ze raus­pus­ten. Eine Kri­tik, die besagt, dass Sach­po­li­tik schlecht dar­ge­stellt wird, blie­be somit unan­ge­tas­tet.

Ich hal­te auch herz­lich wenig vom Aus­spruch Fefes, dass man den Ver­ein Digi­ta­le Gesell­schaft nicht wei­ter kri­ti­sie­ren sol­le, weil sich da Leu­te enga­gie­ren. Sofern Kri­tik berech­tigt ist, darf man das wei­ter­hin ger­ne tun. Das sagt Fefe irgend­wie auch, wenn er schreibt, dass man den Ver­ein nach sei­nen Taten beur­tei­len soll. Wenn der Ver­ein in Per­son von Becke­dahl den Anfang mit einem Lobby-Bashing von Meyer-Lucht und sei­nem Blog macht, ist das irgend­wie befremd­lich, so ver­ständ­lich es ist.

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