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  • Pla­giat: Frau Dok­tor bleibt stumm — Poli­tik — Der­West­en — Die CDU-Europaab­ge­ord­nete Inge Gräßle nan­nte ihre FDP-Kol­le­gin einst in einem Inter­view einen „poli­tis­chen Tota­laus­fall“. „Diese Frau ist das Mil­li Vanil­li der Poli­tik“, schimpfte sie in Anspielung auf das Pop­duo, das nur Play­back gesun­gen hat. Aktuell will jedoch kein Koch-Mehrin-Kri­tik­er seinen Namen in der Zeitung lesen.<br />
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    Den­noch sind in Brüs­sel die Pla­giats-Beschuldigun­gen The­ma, zumin­d­est bei deutschen Europa-Abge­ord­neten. „Da redet jed­er drüber“, heißt es im Par­la­ment. Wer sich umhört, stellt fest, dass viele Koch-Mehrin kri­tisch sehen, gar Groll gegen die 40-Jährige hegen. Sie schaffe es anders als andere Par­la­men­tari­er, oft in den Medi­en zu erscheinen – auch mit bil­liger Stim­mungs­mache gegen die EU. Und sie pro­fil­iere sich schon mal auf Kosten ander­er. Vielle­icht aber seien einige auch nur nei­disch auf die FDP-Poli­tik­erin.
  • Pla­giatsvor­würfe gegen Koch-Mehrin: Gut­ten­bergs Nach­fol­gerin — taz.de — Auch die Berlin­er Pla­giats­forscherin Deb­o­ra Weber-Wulff bestätigte der taz: Koch-Mehrins Arbeit weise alle Merk­male eines “Bear­beitungspla­giats” auf, bei dem einzelne Begriffe gegenüber dem Orig­i­nal verän­dert wer­den, die Argu­men­ta­tions­kette aber iden­tisch bleibt. “Wenn man einzelne Wörter verän­dert, bleibt das ein Pla­giat”, so Weber-Wulff.
  • Das Weit­er­ster­ben der Tageszeitun­gen — hier wieder mal die neuen Aufla­gen­verän­derun­gen der deutschen Tageszeitun­gen allein bezo­gen auf den ganz harten Verkauf – also Abo und Kiosk. Erschreck­end ist dabei wie steil die Kiosk-Verkäufe nach unten gehen. Früher galt dies als Frühindika­tor für Abos: Erst kauf der Leser gele­gentlich, dann eben regelmäßig.
  • Und die Moral von der Geschicht: Von Fake-Twit­ter­ern und den alten Hüten des Richard Gut­jahr | Off the record — Gute Jour­nal­is­ten soll­ten gute Märch­en­erzäh­ler sein.
  • 500 Inter­nal Serv­er Error — 500 Inter­nal Serv­er Error
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Guten Morgen

Morgenkaffee

Wollen Sie mal lachen? Der ehe­ma­lige Bischof Mixa hat offen­bar eine Inter­net­seite. Und da ist zu lesen:

Die Reak­tio­nen auf die geplante Freis­chal­tung dieser Inter­net­präsenz waren dergestalt, dass zum jet­zi­gen Zeit­punkt eine Freiga­be für das Anliegen der Glaubensverkün­dung wenig hil­fre­ich zu sein scheint.

Es ist über­haupt wenig hil­fre­ich, würde ich mal sagen.

Die Inter­ne­trechercheure, die sich mit der Dis­ser­ta­tion von Sil­vana Koch-Mehrin befasst haben, sind zu einem Ergeb­nis gekom­men:

In der unter­sucht­en Dis­ser­ta­tion wur­den in erhe­blichem Aus­maß fremde Quellen ver­wen­det, die nicht oder nicht hin­re­ichend als Zitat gekennze­ich­net wur­den. Dies stellt eine ekla­tante Ver­let­zung wis­senschaftlich­er Stan­dards dar.

Die zahlre­ichen textuellen Anpas­sun­gen der Pla­giate sowie die Tat­sache, dass Pla­giate über die gesamte Dis­ser­ta­tion hin­weg zu find­en sind, lassen darauf schließen, dass die Tex­tüber­nah­men kein Verse­hen waren, son­dern bewusst getätigt wur­den.

Von wegen Pillepalle, Herr Schu­mach­er.

Christoph Süß fragt sich, wozu man in Deutsch­land über­haupt eine frei­heitliche Partei braucht:

[audio:http://cdn-storage.br.de/mir-live/bw1XsLzS/bLQH/bLOliLioMXZhiKT1/uLoXb69zbX06/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_K1S/_-9S/_-rp5ygd/110409_0903_orange_Der-Gruenen-Freud-der-FDP-Leid.mp3]

Und während ich mir die Frage stelle: Wieviele öffenltichkeit­ser­re­gende Pla­giate braucht es eigentlich, damit man in den Wis­senschaften mal die eige­nen Stan­darts in Frage stellt? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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