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  • Alles nur Blödsinn — Medi­en — Tagesspiegel — Lanz hat­te das Glück, dass einige Gäste in der ver­gan­genen Woche ihr Kom­men abge­sagt hat­ten – die Schaus­piel­er Thomas Kretschmann und Nad­ja Uhl kon­nten oder woll­ten nicht. Ersatz fand man mit Til Schweiger, der mal nicht dauernd schreien kon­nte „Wegsper­ren“, weil Gottschalk mit ihm nicht über Sex­u­al­straftäter sprach – das tut Lanz gefühlt ein­mal pro Woche in sein­er eige­nen Show; in anderen Shows find­et sich Lanz nicht zurecht, er nervt sog­ar, indem er jeden, den er ken­nt, einen „wun­der­baren Men­schen“ nen­nt und darauf hin­weist, dass er regelmäßig mit Udo Jür­gens tele­foniert. Als Gottschalk Lanz mit­teilte, er müsse sich in einen Kühlschrank stellen, falls er seine Wet­ten ver­liert, sagte er Lanz, dass das ja auch irgend­wie ein Sym­bol gegen den Kli­mawan­del sei. Gottschalk sagte daraufhin, dass das schön sei, wenn er das so sehe – für ihn sei es ein­fach nur Blödsinn.
  • CDU und Energiepoli­tik: Die Kern­schmelze der Union | ZEIT ONLINE — Erst die Fam­i­lien­poli­tik, dann die Wehrpflicht, nun die Atom­kraft. Die CDU tren­nt sich von ihren Kern­po­si­tio­nen. Für Merkel ist das gefährlich.
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Hansen, Eric T. — Nörgeln !

buchleserNörgeln – wer ken­nt es nicht, wer tut es nicht, wen nervt es nicht? Eric T. Hansen hat sich des The­mas auf sehr humor­volle Weise angenom­men. Ger­ade auf den ersten Seit­en erweist er sich als Fach­mann des Nörgelns und des wis­senschaftlichen Nörgelns.

In der Nörgelgeschichte der Lit­er­atur ste­ht Faust als lit­er­arisches Meis­ter­w­erk ein­sam da. Goethes wahres Genie im Erschaf­fen dieser Jahrtausend­fig­ur wird erst recht deut­lich, wenn man Faust mit anderen großen lit­er­arischen Jam­mer­ern der Weltlit­er­atur ver­gle­icht. Wie viel kon­se­quenter und authen­tis­ch­er wäre es gewe­sen, wenn Shake­spears Ham­let ohne Grund unzufrieden wäre:

Bin ich nun, ach! Prinz,
erfol­gre­ich, wohlhabend,
erbe dem­nächst ein Kön­i­gre­ich,
und bin lei­der auch gutausse­hend,
die sexy Ophe­lia macht mir dur­chaus
Augen mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und finde alles genau­so Scheiße wie zuvor.

Die Lek­türe unter­hält also ganz beschaulich und ent­täuscht auch sprach­lich nicht. Ich ver­misse dabei allerd­ings eine Abgren­zung von Nörgeln zu gerecht­fer­tigter Kri­tik. War dieser Satz jet­zt in Hansens Augen nur nörgeln? Im zweit­en Teil des Buch­es geht dem Autor dann auch in dieser Hin­sicht die Puste aus und es wird sehr weitläu­fig von Nörgeln gesprochen, was wed­er überzeugt, noch witzig ist. Dafür ist der Leser durch den ersten Teil schon hin­re­ichend entschädigt. Eine unterm Strich sehr geistre­iche Lek­türe.

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Guten Morgen

Morgenkaffee

Nach den Inter­netsper­ren epar­ti­tion­iert Franziska Heine nun den Atom­ausstieg in Deutsch­land.

Der Kün­stler Paul Dep­perich wehrt sich auf seine Weise gegen die Nich­tauf­nahme auf die Kun­stakademie Frank­furt.

Außer­dem ver­fol­gt man bei der Zeit wie die CDU durch Abwick­lung ihrer kon­ser­v­a­tivsten Posi­tio­nen in let­zter Zeit eine innere Kern­schmelze vol­l­zo­gen haben.

Und während ich mir die Frage stelle: Was ist an Kun­st eigentlich akademisch? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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