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Archiv für den 26. Februar 2011

Guten Morgen

Morgenkaffee

Kon­stan­tin Neven DuMont, von Beruf Sohn, liest das Buch von Wal­ter Kohl, Sohn von Hel­mut, als Abrech­nung mit der Bun­des­re­pu­blik.

Im Aus­land attes­tiert man Gut­ten­berg schon Füh­rer­kult: Also kri­tik­lo­se Fans, Anti-Intellekutalismus, geschei­ter­te Berufs­aus­bil­dung… Das ist natür­lich Quatsch, Mer­kel kann dem ja immer noch den Ste­cker zie­hen, auch wenn sie gera­de eher lei­se Töne anschlägt. Ach nee, das hat­ten wir ja auch schon mal.

Wis­sen­schaft­ler hal­ten Gut­ten­bergs mit sum­ma cum lau­de bewer­te­te Pro­mo­ti­on inzwi­schen auch unab­hän­gig von den Pla­gia­ten für allen­falls mit­tel­mä­ßig. Die Uni Bay­reuth steht der­zeit ohne­hin auf­grund der gewähl­ten Form der Aberken­nung des Dok­tor­gra­des in der Kri­tik. Man hat­te das Ver­wal­tungs­ver­fah­rens­ge­setz zur Aberken­nung bemüht, nicht die Pro­mo­ti­ons­ord­nung, um Gut­ten­berg kei­ne vor­sätz­li­che Täu­schung vor­wer­fen zu müssen.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wer schützt Gut­ten­berg eigent­lich vor der Uni­on? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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  • Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter zu Gut­ten­berg: Geziel­te Infor­ma­ti­ons­pan­nen — FAZ.NET
  • Von der Ley­en: Kei­ne Feh­ler bei Hartz-IV-Reform — heute.de — Der DGB-Chef kri­ti­sier­te, dass es bei der Zeit­ar­beit beim Prin­zip “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” zu kei­ner Eini­gung gekom­men ist. “Die Bekämp­fung von Lohn­dum­ping und Miss­brauch von Leih­ar­beit müs­sen wei­ter auf der Tages­ord­nung ste­hen. Die Ableh­nung der Regie­rungs­par­tei­en von Equal Pay ist ein gesell­schaft­li­cher Skan­dal.” Som­mer nann­te es unver­ant­wort­lich, dass vor allem die FDP bei der Fra­ge der Leih­ar­beit blo­ckiert und die Posi­ti­on der Arbeit­ge­ber ergrif­fen habe. Er kün­dig­te an, wei­ter Druck zu machen, “bis wir den Grund­satz “Glei­cher Lohn für glei­che Arbeit” durch­ge­setzt haben.” In der “Bild am Sonn­tag” bekräf­tig­te auch SPD-Vorsitzende Sig­mar Gabri­el sei­ne Zwei­fel, dass die Berech­nung der Regel­sät­ze ver­fas­sungs­kon­form ist. Nach sei­ner Ansicht ist Arbeits­mi­nis­te­rin von der Ley­en “gro­ße Risi­ken ein­ge­gan­gen”. Die SPD habe nur kei­nen Sinn mehr dar­in gese­hen, wei­ter dar­über zu strei­ten. “Wir haben lie­ber das Bil­dungs­pa­ket ver­bes­sert und wei­te­re Min­dest­löh­ne durchgesetzt”.
  • Hun­der­te demons­trie­ren in Ber­lin gegen Gut­ten­berg — Tages­spie­gel — Meh­re­re hun­dert Demons­tran­ten pro­tes­tier­ten nach Poli­zei­an­ga­ben in Ber­lin dage­gen, dass Gut­ten­berg Tei­le sei­ner Dok­tor­ar­beit ein­fach kopiert und des­halb nur sei­nen Dok­tor­ti­tel ver­lo­ren hat­te. Als sicht­ba­ren Pro­test häng­ten sie Schu­he an den Zaun des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums. Im Inter­net hat­ten sie zu der Akti­on unter dem Mot­to “Wir zei­gen dem Lügen­ba­ron den Schuh” auf­ge­ru­fen — eine Anspie­lung auf die feh­len­den Fuß­no­ten in der Dok­tor­ar­beit und zugleich im Islam ein Sym­bol der Schmähung.<br />
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    Auch aus dem Aus­land kommt Kri­tik. Der Mos­kau­er Poli­to­lo­ge Wla­dis­law Below glaubt, dass die Affä­re dem Ruf Deutsch­lands als Wis­sen­schafts­stand­ort einen “rie­si­gen Scha­den” zuge­fügt hat. “Wenn Gut­ten­berg zurück­tre­ten wür­de, könn­te er damit einen ech­ten Bei­trag zur Ret­tung der deut­schen poli­ti­schen Kul­tur leis­ten”, sag­te der Deutschland-Experte der dpa.
  • Die Wahr­heit über die Wahr­heit: Witz der Woche (via Ron­nie Grob)
  • Micha­el Spreng » Wenn Wäh­ler zu sehr lie­ben — Womit wir bei den Fans von Karl Theo­dor zu Gut­ten­berg sind: Kei­ne Kanz­le­rin, kein Par­tei­vor­sit­zen­der kann es sich erlau­ben, der Zorn die­ser Mil­lio­nen Fans auf sich zu zie­hen. Sie oder er wür­den von den Fans hart abge­straft – bei den Wah­len in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Und spä­ter bei der Bun­des­tags­wahl. Sol­che Fans sind natür­lich das Gegen­teil des kri­ti­schen Staats­bür­gers, der sein Urteil immer wie­der hin­ter­fragt. Fans set­zen die Selbst­rei­ni­gung der Demo­kra­tie außer Kraft und sie legen die Kon­troll­funk­ti­on der Medi­en lahm. P.S. Ich möch­te in den nächs­ten Jah­ren von der CDU/CSU kein Wort mehr über Wer­te hören.
  • Pla­gi­ats­af­fä­re um Gut­ten­berg — “Wir sind einem Betrü­ger auf­ge­ses­sen” — sueddeutsche.de — Neben der Äuße­rung von Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel, sie habe einen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter und kei­nen wis­sen­schaft­li­chen Assis­ten­ten beru­fen, empört ihn die Hal­tung von Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­rin Annet­te Scha­van. “Wenn sie sagt, es sei egal, ob und wie jemand pro­mo­vie­re, ver­grö­ßert das den Skan­dal”, sagt Lep­si­us. “Man kann nur ent­setzt sein.” An die­sem Punkt der Guttenberg-Affäre setzt auch der Deut­sche Hoch­schul­ver­band mit Kri­tik an. “Die Mar­gi­na­li­sie­rung schwers­ten wis­sen­schaft­li­chen Fehl­ver­hal­tens durch höchs­te Reprä­sen­tan­ten unse­res Staa­tes ist empörend”
  • Nach­wuchs­wer­bung? Nicht nur bei “Bild” : Augen gera­de­aus — Das klingt schon ein wenig anders. Mich irri­tiert nur eines: ich habe meh­re­re Abge­ord­ne­te dazu befragt, die mir alle sag­ten, im Aus­schuss sei nur von Bild&Co. die Rede gewe­sen, nicht von den ande­ren Pla­nun­gen. Da müs­sen die aber was ganz gründ­lich miss­ver­stan­den haben…
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