Lesezeichen

  • Karl-Theodor zu Gut­ten­berg: Meis­ter des Bluffs | ZEIT ONLINE — Er räumt vorder­gründig Fehler ein, er übern­immt demon­stra­tiv Ver­ant­wor­tung. Per­sön­liche Kon­se­quen­zen zieht er nicht. Schuldig? Er doch nicht! Er ist ein Meis­ter des Bluffs und der Selb­stvertei­di­gung.
  • Überblick, Herr Wet­ten­gel! — # Die Regierung warnt, Kinder und Jugendliche sollen im Inter­net nicht ihre richti­gen Namen angeben.<br />
    # Die Regierung lehnt Namens- oder son­stige ein­deutige Kennze­ich­nung von Polizis­ten bei Demon­stra­tio­nen ab.<br />
    # Dieselbe Regierung find­et es unhöflich, im Inter­net Nicks („Phan­tasien­amen“) zu benutzen.
  • TV-Kri­tik „Maybrit Ill­ner“: Gottschalk sprach­los, Ill­ner beschädigt | FR-Fernsehkri­tik — Frank­furter Rund­schau — Ute Bier­nat kon­terte Maybrit Ill­ners Frage nach dem „Unter­schicht­en­fernse­hen“ mit der Gegen­frage, was sie damit eigentlich meine. Und brachte Ill­ner damit schw­er ins Schlingern. Sie stot­terte erst „na, die Ärmeren“, sprach dann von den „Hartzern“ und machte somit für alle sicht­bar, wie wenig sie von den vie­len Zuschauern weiß, die jen­seits des Poli­tain­ments ein unter­halt­sames Fernse­hange­bot suchen.<br />
    <br />
    So viel hätte doch klar sein müssen: Bei ein­er Sendung, die die Frage erörtern will, wohin die öffentlich-rechtliche Unter­hal­tung mit und ohne Gottschalk treiben wird, ist eine unab­hängige Sachde­bat­te von vorne here­in aus­geschlossen. Denn das ZDF ist ja maßge­blich betrof­fene Partei!
  • Gut­ten­berg hat fremde Ini­tialen ent­fer­nt | RP ONLINE — Offen­sichtlich hat der Min­is­ter nicht nur abgeschrieben, son­dern auch seine Spuren ver­wis­cht.
  • Pla­giat­saf­färe: Die Fehler des Her­rn Gut­ten­berg | ZEIT ONLINE — Das ist die Botschaft des Boule­vards: Was sind schon ein paar geklaute Absätze? Und das Blatt hätte Recht, wenn es nicht den entschei­den­den Rest des Gedanken ver­schwiege: Was sind schon ein paar geklaute Absätze ver­glichen mit all den Fehlern, die sich Karl-Theodor zu Gut­ten­berg im Laufe sein­er nicht allzu lan­gen Kar­riere als Vertei­di­gungsmin­is­ter geleis­tet hat?
Weiterlesen

Guttenberg klaut bei Studienanfänger

So, langsam wird das lustig, aber richtig lustig. Die Mit­teldeutsche Zeitung ver­meldet, Gut­ten­berg habe bei einem Stu­di­en­an­fänger geklaut. Laut der Zeitung han­delt es sich im Fol­gen­den um eine Gegenüber­stel­lung der Dis­ser­ta­tion Gut­ten­bergs und ein­er Grund­kur­sar­beit aus dem Jahr 2003:

Frieden, ihre Werte, das Woh­lerge­hen ihrer Völk­er fördern” und let­ztlich “Nach­haltige Entwick­lung auf der Grund­lage eines aus­ge­wo­ge­nen Wirtschaftswach­s­tums und sozialer Gerechtigkeit” (CONV 528/03) definiert Gis­cards Entwurf die Ziele der europäis­chen Union. Auch wenn die For­mulierung vie­len sozialen und umwelt­poli­tis­chen Nichtregierung­sor­gan­i­sa­tio­nen als zu schwammig beze­ich­net wird, soll­ten diese Zielvor­gaben nicht unter­schätzt wer­den. Vielle­icht wer­den die aus der Nach­haltigkeit abgeleit­eten Prinzip­i­en der Sol­i­dar­ität und Gen­er­a­tio­nen­gerechtigkeit ein­mal die europäis­che Antwort auf das amerikanis­che Ver­fas­sungsziel “life, lib­er­ty and the pur­suit of hap­pi­ness”.

Die Textpas­sage hielt Gut­ten­berg offen­bar für so gelun­gen, dass er diese fast wort­gle­ich auf S.358 über­nahm, gekürzte lediglich um den Zwis­chen­satz:

Frieden, ihre Werte, das Woh­lerge­hen ihrer Völk­er fördern” und let­ztlich “nach­haltige Entwick­lung auf der Grund­lage eines aus­ge­wo­ge­nen Wirtschaftswach­s­tums und sozialer Gerechtigkeit”. [1023] So definiert bere­its Gis­cards Entwurf die Ziele der europäis­chen Union. Vielle­icht wer­den die aus der Nach­haltigkeit abgeleit­eten Prinzip­i­en der Sol­i­dar­ität und Gen­er­a­tio­nen­gerechtigkeit ein­mal die europäis­che Antwort auf das amerikanis­che Axiom und Ziel “life, lib­er­ty and the pur­suit of hap­pi­ness”.

So, und nun mal eben alle die Hand hoch, die glauben, dass Gut­ten­berg die Dis­ser­ta­tion sel­ber geschrieben hat.

Weiterlesen

Hat Guttenberg vorsätzlich Zitate nicht gekennzeichnet?

gutundschoen

Karl-Theodor Gut­ten­berg verzichtet auf seinen Dok­tor­grad bis zum Ergeb­nis ein­er Prü­fung der Uni­ver­sität Bayreuth, was rechtlich nichts aus­sagt.  Nehmen und geben kann eine Dok­tor­würde in Deutsch­land nur eine Uni­ver­sität. Die Uni­ver­sität hat der­weil eine schriftliche Stel­lung­nahme des CSU-Poli­tik­ers einge­fordert. Er betonte, möglicher­weise nicht-ken­ntlich zitiert, aber nicht vorsät­zlich Zitate nicht gekennze­ich­net zu haben.

Genau das hält man bei der Rheinis­chen Post, die anson­sten nicht im Ruf ste­ht, zu CDU-kri­tisch zu sein, inzwis­chen für möglich: Die Zeitung ist auf eine Textstelle in Gut­ten­bergs Pro­mo­tion gestoßen, die unken­ntlich und unter Aus­las­sung des im Text gegebe­nen Tex­tau­tors, über­nom­men wurde.

Insofern ist Gut­ten­berg vielle­icht nicht ganz so gut berat­en, derzeit keine sach­liche, öffentliche Stel­lung­nahme abzugeben, während die Kri­tik an sein­er Arbeit in Quan­tität und Qual­ität heftiger wird.

Weiterlesen