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  • Inter­view mit Jean Zieg­ler: “Ich bin ein wei­ßer Neger” | ZEIT ONLINE — Ich mei­ne, die­se gan­ze Jus­tiz ist dazu da, Fas­sa­den auf­recht­zu­er­hal­ten. Die Ban­ken und Kon­zer­ne benut­zen sie, um einen unbe­que­men Autor aus dem Weg zu räu­men. Wenn man sie angreift, set­zen sie ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­tei­lun­gen in Gang, teu­re Pres­se­an­wäl­te, ihren gan­zen Appa­rat, und der sucht dann nach Feh­lern im Detail. Ein Feld­zug mit dem Ziel, Men­schen wie mich finan­zi­ell zu zer­stö­ren. Zum Glück hat­te ich ein inter­na­tio­na­les Unter­stüt­zer­ko­mi­tee, das mir dabei half, mei­ne Anwäl­te zu bezah­len. Du bist schon 10.000 Euro los, wenn du nur einen Fuß auf ihren Tep­pich setzt. Wäre ich eine Putz­frau, wäre ich längst am Ende, fix und fer­tig.
  • Iden­ti­täts­dieb­stahl: Face­book zwingt Nut­zer zu Ehr­lich­keit | ZEIT ONLINE — Wer Face­book sein Geburts­da­tum ver­schweigt, um sich vor Miss­brauch der Iden­ti­tät zu schüt­zen, fliegt raus. Zum Schutz vor Miss­brauch, lau­tet die selt­sa­me Begrün­dung.
  • Wolf­gang Herrn­dorf: Das Ding im Kopf | Kul­tur | ZEIT ONLINE — “Im Kran­ken­haus wird ein CT gemacht, und ich lie­ge im Bett, als Dr. S. kommt und mir das CT zeigt und von einer ‘Raum­for­de­rung’ spricht. Ich fra­ge, ob wir das Wort nicht bes­ser durch Tumor erset­zen wol­len, aber er bleibt, wie auch die ande­ren Ärz­te in den fol­gen­den Tagen und Kran­ken­häu­sern, lie­ber bei Raum­for­de­rung. Ich stre­cke mei­ne Hand wort­los nach hin­ten, er ergreift sie und drückt sie eini­ge Sekun­den.” Die­se Sät­ze stam­men von Wolf­gang Herrn­dorf, 45. 2004 gewann Herrn­dorf beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb den Publi­kums­preis, 2008 den Deut­schen Erzäh­ler­preis. Im Febru­ar 2010 wird bei ihm ein bös­ar­ti­ger Gehirn­tu­mor dia­gnos­ti­ziert, Hei­lung aus­ge­schlos­sen. Im März beginnt er mit dem Tage­buch: “Ich wer­de noch ein Buch schrei­ben, sage ich mir, egal wie lan­ge ich noch habe, wenn ich noch einen Monat habe, schrei­be ich eben jeden Tag ein Kapi­tel. Wenn ich drei Mona­te habe, wird es ordent­lich durch­ge­ar­bei­tet, ein Jahr ist purer Luxus.”
  • Ungarn: Schlim­mer als Hai­der | ZEIT ONLINE — Ungarn ist auf dem Weg zu einer auto­ri­tä­ren Herr­schaft. Die EU muss das Land not­falls zum Aus­tritt drän­gen.
  • FDP ver­harrt unter Fünf-Prozent-Hürde | Inland | Reu­ters — Forsa-Chef Man­fred Güll­ner bezeich­ne­te im “Stern” neben der FDP auch die CSU als “Pro­blem­fall der Koali­ti­on”. Wäh­rend sich die CDU rela­tiv gut hal­te, wer­de die CSU immer schwä­cher. “Ihre Füh­rung hat falsch ein­ge­schätzt, dass sie mit Kla­mauk und Kon­flik­ten in Ber­lin kein Ver­trau­en in Bay­ern zurück­ge­winnt”, sag­te Güll­ner. Beim frü­he­ren CSU-Chef Franz Josef Strauß habe eine sol­che Stra­te­gie noch gezo­gen. “Mit Strauß flo­rier­te und funk­tio­nier­te der Frei­staat. Wenn er aus die­ser star­ken Posi­ti­on gegen den eher unbe­lieb­ten Kohl pol­ter­te, brach­te ihm das in Bay­ern Punk­te”, sag­te Güll­ner. Gegen die deut­lich belieb­te­re Mer­kel aber scha­de ein sol­ches Vor­ge­hen eher.
  • Frau Piel, wir müs­sen reden « Ste­fan Nig­ge­mei­er — Wenn Sie anfan­gen, Inhal­te wie die „Tages­schau” kos­ten­pflich­tig anzu­bie­ten, wird es Ihnen noch schwe­rer fal­len, die Rund­funk­ge­büh­ren zu legi­ti­mie­ren. Die For­de­rung von Ver­le­gern und Poli­ti­kern nach der Pri­va­ti­sie­rung wenigs­tens eines Teils des öffentlich-rechtlichen Rund­funks haben Sie dann schon selbst halb erfüllt.
  • Stu­die zu sozia­ler Gerech­tig­keit: Die Armen sind die Dum­men — taz.de — Deutsch­land lan­det bei Bil­dungs­ge­rech­tig­keit im OECD-Vergleich nur im Mit­tel­feld. Die Kin­der­ar­mut wächst. Vor­bild müs­sen die skan­di­na­vi­schen Staa­ten sein.
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Knöllchen

Irgend­wie regen sich gera­de ja ger­ne Leu­te im Inter­net über die ARD-Vorsitzende Piel auf, die in diver­sen Tages­zei­tun­gen über künf­ti­ges, öffentlich-rechtliches Fern­se­hen sin­niert. Sub­stan­ti­ell ist dabei, dass sie meint, die Öffis müs­sen spa­ren, weil Hartz-IVer kei­ne GEZ-Gebühren zah­len, und das tuen die wohl, indem sie bei Christine-Neugebauer-Filmen 20(!) Mil­lio­nen Ocken ein­spa­ren und bei Sport­rech­ten eben­so­viel. Ach ja, und sie “ver­dient” 300.000€, arbei­tet aber nicht des Gel­des wegen. Sol­chen Leu­ten mit der­ar­tig neo­li­be­ral ver­kom­me­ner Arbeitsat­ti­tü­de soll­te man gleich den Schnee­schie­ber in die Hand drü­cken, damit sie mal des Gel­des wegen arbei­ten.

[ Foto: ttcop­leybore­dom | Crea­ti­ve com­mence licence ]

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Guten Morgen

morgenkaffee

Mar­cel Weiß fin­det die aktu­el­len Aus­sa­gen der neu­en ARD-Vorsitzenden Piel schlicht wirr. Da scheint er sich eins mit ihren Mit­ar­bei­tern, die letz­tens wegen ihr eine klei­ne, sati­ri­sche Zei­tung her­aus­ga­ben. Nein, nein, das ist alles kei­ne Bele­bung der Sache nach.

Der ehe­ma­li­ge St-Pauli-Stürmer René Schnitz­ler hat zuge­ge­ben, von Wett­pa­ten 100.000€ für Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen bekom­men zu haben. Das dürf­te damals knapp das Dop­pel­te sei­nes Jah­res­ge­halts gewe­sen sein.

RTL ver­sucht sein Dschun­gel­camp mit Rai­ner Lang­hans wider­zu­be­le­ben. Eigent­lich ist die Sen­dung eh nur inter­es­sant, weil sie täg­lich live gesen­det wird. Sowas kriegt heu­ti­ges Fern­se­hen ja gar nicht mehr hin.

Und wäh­rend ich mir die Fra­ge stel­le: Wie kön­nen denn Leu­te, die in den 70ern schon lang­wei­lig waren, heu­te unter­hal­ten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

[ Foto: Luc van Gent ]

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